)
Morbid Abomination sind in der heimischen Death-Metal-Szene längst keine Unbekannten mehr. Was 2016 als Soloprojekt von Benjamin Nowakowsky begann, entwickelte sich über die Jahre zu einer vollwertigen Band. Gemeinsam mit Alfredo am Bass und Martin Langmann am Mikrofon entstand das Debüt "Perceptional Decay", bevor die Band mit David Moser als zweitem Gitarristen weiter verstärkt wurde. Auf ihrem zweiten Album "Delusions" bleibt die Band ihren musikalischen Wurzeln treu, erweitert ihren Sound aber durch abwechslungsreiche Songstrukturen, starke Gitarrenarbeit und eine moderne, druckvolle Produktion. Musikalische Einflüsse von Bloodbath, Cannibal Corpse und Vomitory sind dabei deutlich hörbar.
Bereits der Opener "The Seed" zeigt eindrucksvoll, wohin die Reise geht. Zunächst erklingen klare Gitarrentöne, ehe die Band den Hörer mit voller Wucht überrollt. Auffallend ist sofort die ausgesprochen saubere und druckvolle Produktion. Besonders die Drums klingen präzise und kraftvoll und verleihen dem Song enormen Wumms. "Mother Of The Beast" entwickelt sich zu einer schweren Todeswalze, die gekonnt mit Tempowechseln spielt. Martin Langmann grunzt sich überzeugend durch die knapp fünf Minuten Spielzeit und zeigt einmal mehr, warum er zu den stärksten Death-Metal-Sängern des Landes gehört. Ein starkes Gitarrensolo rundet den Song gelungen ab und beweist, dass hier echte Könner am Werk sind. Mit "Eradicator" serviert die Band Death Metal in Reinform. Schneidende Gitarren, abwechslungsreiches Drumming, tiefe Growls, fette Riffs und immer wieder Tempowechsel machen den Song zu einem echten Highlight für Genre-Fans. "Bonesaw" nimmt das Tempo etwas heraus, verliert dabei aber keineswegs an Durchschlagskraft. Die Nummer walzt alles nieder wie ein schwerer Panzer und lebt von ihrem massiven Groove und ihrer erdrückenden Schwere. "Venom" startet mit einem knackigen Basslauf und geht anschließend in feinste Death-Metal-Vernichtung über. Die Gitarrenarbeit bleibt präsent und effektiv, ohne überladen zu wirken. Vor allem live dürfte dieser Song für reichlich Bewegung vor der Bühne sorgen. "Revelation" präsentiert sich als solide Nummer, die das hohe Niveau des Albums ohne Probleme halten kann. "Need To Bleed" beginnt vergleichsweise ruhig, ehe erneut das typische Death-Metal-Gewitter losbricht. Tempowechsel, tiefe Growls und akzentuiertes Drumming sorgen für reichlich Abwechslung und unterstreichen die Stärken der Band. Mit "Vermis" rückt vor allem die Gitarrenarbeit in den Mittelpunkt. Die Riffs sitzen, die Melodieführung bleibt trotz aller Härte nachvollziehbar und sorgt für einige starke Momente. "Dissolution" bietet Martin Langmann die Gelegenheit, die gesamte Bandbreite seiner Stimme zu präsentieren. Tiefe Growls treffen auf aggressive High Screams und machen den Song zu einer vokalen Glanzleistung. Den Abschluss bildet "Excision". Der finale Track bündelt noch einmal alle Stärken des Albums. Druckvolle Drums, starke Riffs, abwechslungsreiche Songstrukturen und die markante Gesangsarbeit führen das Album zu einem würdigen Ende.
1. The Seed
2. Mother Of The Beast
3. Eradicator
4. Bonesaw
5. Venom
6. Revelation
7. Need To Bleed
8. Vermis
9. Dissolution
10. Excision