)
Regionale Events sind immer eine feine Sache, vor Allem wenn sie auch für den Underground einiges zu bieten haben. Leider geschieht das immer selterner, doch der Heavy Metal lebt immer noch in der Region um Stuttgart und so fand auch dieses Jahr das T.S.T im JuHa Herrenberg statt. Ein kleines aber feines Konzert bei dem Veranstalter Timo 4 handverlesene Bands zum Tänzchen auf den Brettern gebeten hat. Mit von der Partie waren dieses Mal Demons Dream, Hell Patröl, Tyran und Skull&Crossbones.
Als erste im Bunde betraten Demons Dream die Bühne und heitzten den Zuschauern mit einigen Songs ihres Debütalbums “Battle Cry“ ein. Angefangen mit dem Titelsong der Scheibe kam die Heavy Metal Maschinerie ordentlich auf Touren und so auch die schon zahlreich vor der Bühne versammelten Metalheads. Doch auch ein paar neuere Songs, wie ihre 2024 erschienene Single “Midnight Killer“ und die beiden Stücke “Claim the Crown“, “Electric Metal Strike“, die wohl auf dem nächsten Langspieler Platz finden werden, wurden zum Besten geben. Die Heidenheimer hatten sichtlich Spaß auf der Bühne und konnten auch hier im JuHa Herrenberg sicherlich den Einen oder Anderen neuen Fan dazu gewinnen.
Hell Patröl packte dann noch ein paar Kohlen mehr ins Feuer, denn ihr packender Speed Metal katapultierte nicht nur das Publikum in einen wahren Geschwindigkeitsrausch. Auch die Band selber wirbelte ordentlich Staub auf und packte mit Songs wie “Speed Demon“, “Blitzkrieg Mania“ oder auch “Still Flyin‘“ richtige Granaten aus. Zu guter Letzt gabs noch mit “F.R.S.B.M“ von der gleichnamigen Debütscheibe auf die Mütze. Ausgeschrieben “Front Row Speedbanging Madness“ war der Songtitel definitiv Programm und nahm das Publikum nochmal mit auf die wilde Fahrt, von der es bei den Heidelbergern kaum eine Verschnaufpause zu geben schien.
Tyran packte dann die klassische Oldschool Heavy Metal Keule aus und brachte das Juha richtig zum Brodeln. Ursprünglich im Jahre 2020 unter dem Namen Martyr gestartet, haben die bayrischen Mannen noch im Selben Jahr 2 EPs veröffentlicht, bevor sie die Namensänderung zu Tyran vollzogen. Die Titeltracks der ersten beiden Veröffentlichungen waren der Start in ein bärenstarkes Set, dass uns danach einmal quer durch den 2024 erschienenen Langspieler katapultierte. Mit Songs wie “Riot in the Streets“, “Protectors of Metal“ und “Bomber“ räumten sich die Jungs ordentlich Beifall der Zuhörerschaft ein, bevor es dann noch mal zu den Anfängen zurückging und “Heavy Metal Outlaws“ von der Debüt-EP entfesselt wurde. Zum krönenden Abschluss brannte dann die Hütte beim Song “Tyan’s Oath“ und Tyran kassierten nochmals den Beifall der begeisterten Menge!
Zu guter Letzt kam dann noch der Auftritt von Skull & Crossbones, die für die krankheitsbedingt ausgefallenen Mass in die Bresche gesprungen sind. Wenn man die Mannen aus Gerstetten einmal live erlebt hat, sagt das mehr als all die Worte die ich hier noch verlieren könnte. Ein sensationeller Auftritt erwartete die versammelte Meute auf dem T.S.T. Angefangen mit “Manhunter“ von ihrer Debütscheibe “Sungazer“ hatte die Setlist viel Abwechslung, mit Hauptaugenmerk auf das aktuelle Album “Time“ dass erst am 14. November vergangenen Jahres erschienen ist, zu bieten. “Time Thief“, “Labyrinth of Time“ und “The Price“ waren unter anderem mit von der Partie und wurden vom Publikum geradezu zelebriert, bevor es zum Abschluss nochmal zurück zur Debütscheibe ging und mit “The Traveller“ und dem Titeltrack “Sungazer“ der Auftritt perfekt gemacht wurde.