geordie

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black metal ist nicht für jedermann

In der Rubrik „Über den schwarzen Tellerrand“ werden Themen vorgestellt, bei denen es nicht zwingend um fliegende Haare, Growls oder ähnliches geht.

Ja, ist es denn zu fassen? Seit nunmehr 17 Jahren erobern die südhessischen Vollblut-Thrasher Legal Hate nun schon die Bühnen des Rhein-Main-Gebietes (und das kein bisschen leise) und veröffentlicht ihre authentische Mucke. Allen Rück- und Schicksalsschlägen zum Trotz ist ein Ende glücklicherweise nicht abzusehen, im Gegenteil: Irgendwie geht es immer aufwärts für Legal Hate, komme, was da wolle... Höchste Zeit also, dass wir die Truppe in unserer Kategorie Unter dem Radar mal unter die Lupe nehmen.

Das Café Trauma in Marburg ist eine feine Adresse für Underground-Gigs aller Sparten und auch die Veranstalter von Bifröst-Kulturförderung sind keine Unbekannten und Garanten für qualitativ hochwertige Events. So kurzfristig wie das eigentlich für 2018 geplante Konzert mit den Bands Minenfeld und Kriegszittern abgesagt wurde, so wurde es zum Ausgleich für Ende Mai 2019 überraschend neu angekündigt. Unsere Meinung war dabei natürlich klar: Pläne für den freien Tag umschmeißen und nix wie hin da. 

Nun war also der Tag gekommen: Die wahrscheinlich letzte ZEREMONIE DER SCHATTEN. Vorausgegangen waren diverse Querelen mit einer von uns bewusst nicht genannten Location in Mannheim über die Bandauswahl der 5-Jahres-Jubiläumsshow des Veranstalters. Hier kann man schon verstehen, dass nach verlorenen Nerven und Geldern der unbedingte Wille im Black Metal Underground weiterhin Konzerte durchzuführen abhanden kommen kann. Die angereisten Fans waren trotzdem bester Laune und der Tenor war auch in den Einzelgesprächen recht klar: The Show has to go on – und wenn, dann vielleicht unter anderer Verantwortung innerhalb der SCHWARZEN LOGE.

AUSVERKAUFT !!! So schallte es eine Woche vor Beginn des 2. Rock den Acker Open Airs durch die sozialen Medien. Open Air Festivals erleben schon seit Jahren einen Boom – Wacken sei Dank (das dies mal hier zu lesen sein würde). Ein feines, kleines Untergrund-Festival mit Platz für rund 750 Headbangern auf dem Gelände hat sich in kurzer Zeit einen guten Namen gemacht. Natürlich begann dies alles schon viel früher und viel kleiner zu gedeihen. Wie mir Andreas von der Crew (http://rockdenacker.com) erzählte, wurde der Acker zum ersten Mal 2006 beschallt: von einem Traktoranhänger gab ein DJ sein Bestes und unterhielt ca. 50 Anwesende am Lagerfeuer. 13 Jahre später nun das:

Zum dritten Mal findet in der knorken Location ZUM FAULEN AUGUST ein Black Metal Fest statt, welches jedem geneigten Schwarzmetaller neonschwarzes Leuchten in die Augen treiben sollte. Die Veranstalter von Antitainment Promotions haben sich wieder mächtig ins Zeug gelegt und für das nächste Jahr ordentlich vorgelegt.

Die Kasseler Goldgrube wurde zum "Heavy Blackness" wortwörtlich zu einer waren Goldgrube, was den Underground in Sachen Black-/Death- und Doom Metal angeht. Genregrößen und Newcomer geben sich mehrmals wöchentlich die Klinke in die Hand. So auch am Donnerstag, den 25.04.2019 mit Gaerea, Jupiterian, Ketzer und Slægt.

Samstag, 09 Februar 2019 20:00

UNTER DEM RADAR - HÁVAMÁL (FOLK METAL)

Dieses Mal unter dem Radar: Die Folk Metal-Band Hávamál aus dem hessischen Hanau. Niklas Geist hat die Band, erst noch ohne Namen, im Frühling 2014 mit der direkten Absicht gegründet, auch ein Cello und eine weibliche Gesangsstimme zusätzlich zum klassischen Line-Up einzubinden. Doch im Folgenden stieß man zunächst auf Schwierigkeiten, eine Band mit großer Instrumenten-Variation aufzustellen. Bis zur Veröffentlichung der Debüt-EP "Nebelreiter" im Jahr 2018 mussten zunächst noch einige Widrigkeiten durchgestanden werden. Wir rollen im Folgenden etwas die Historie auf.


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