Sonntag, 30 Dezember 2012 14:25

Leviathan - The Aeons Torn

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Am 25. Januar des neuen Jahres erscheint das zweite Album der Bonner progressiven Melodic Death - Band LEVIATHAN. Ob die Band an die Erfolge der EP sowie des ersten Albums anknüpfen kann, können wir vorab dank Bret Hard Versorgung klären!

Schon der Beginn mit "The Crescent Moon" klingt sehr verheißungsvoll. Ein stimmvolles Gitarrenriff spielt sich die erste Minute ihren Weg durch eine sehr düstere, aber auch spannende Atmosphäre. Dann setzen die harschen Vocals ein und der Start ist einwandfrei gelungen. Zwar ist der cleane Gesang dann erstmal ein kleiner Bruch, doch ohne Probleme verbinden LEVIATHAN die ruhigeren und schnelleren Parts ihres Openers zu einem stimmigen Gebilde.


Hier haben wir schon die erste positive Sache auf LEVIATHANs Zweitwerk. Durchgehend bieten die Bonner einiges an Abwechslung, mal ruhige, dann wieder schnelle Parts, mal harsche, dann wieder cleance Vocals (auch wenn ich diese anfangs ein wenig gewöhnungsbedürtig, mit der Zeit jedoch immer besser fand). Dabei schaffen sie es, immer eine gewisse Songstruktur aufrecht zu erhalten und nie den Faden zu verlieren, so dass die ruhigen Passagen eher als atmosphärisches Durchatmen vor dem nächsten Schlag in die Fresse gesehen werden kann - eben das, was Prog-Death- Metal ausmacht. Und das kriegen die fünf Mannen scheinbar problemlos und teilweise auch rasant verspielt hin. Mit verspielt habe ich auch schon das nächste Schlagwort genannt. Denn man merkt,  dass die Fünf an ihren Instrumenten in Sachen Qualität kaum Wünsche offen lassen. Geile Riffs, hier und da die ein oder andere fast schon verschnörkelte Einlage (bestes Beispiel in "The Sacred Fire" ab 1 Minute 30), ein Schlagzeug, dass die Saiteninstrumente gut unterstützt - auf der melodischen, technischen Seite ist somit auch alles Top. Bleibt zuletzt noch das "Death" stehen - und auch hier enttäuschen die Bonner keineswegs. Denn trotz ausgiebigen Gitarrenorgien kommt die Härte nicht zu kurz. So liefern LEVIATHAN teilweise richtig harte Passagen, die nach Liveauftritten dem ein oder anderen Fan einen schmerzenden Nacken sichern dürften.


"The Aeons Torn" ist ein Konzeptalbum, ja sogar der zweite Teil einer großen Geschichte, die mit dem Debütalbum "Beyond the Gates of Immagination Pt.1" begonnen hatte. Leider habe ich das Debütalbum nicht gehört, weswegen ich euch nicht berichten kann, ob sie ihr Konzept auch im zweiten Album weiterführen. Ein weiterer positiver Aspekt ist der dezente, meist zurückhaltende Einsatz des Keyboards. In vielen Bands verschwinden Gitarren, Drums und manchmal auch Vocals in einem Sumpf aus Key-Synthesizern. Hier jedoch dient das Keyboard als angenehme Unterstützung - so ists richtig!


Alles in allem fällt es mir wirklich schwer etwas zu bemängeln. Das einzige was zu Beginn möglicherweise ein stört, ist der Gesang, an den man sich wie erwähnt erst einmal gewöhnen muss. Man darf zwar keine Progressivität à la Opeth oder De Profundis erwarten, denn sie steht hier weniger im Vordergrund als der melodische Death Metal, trotzdem machen LEVIATHAN auch im Progbereich ihre Sache gut; zumal das Album so leichter zugänglich ist. In Sachen Qualität, Abwechslungsreichtum und Härte kann "The Aeons Torn" überzeugen und so dürft ihr euch alle auf den 25. Januar freuen, wenn dieses starke Album einen guten Start ins Albumjahr 2013 gibt!

Tracklist:

1. The Crescent Moon
2. The Rising Darkness
3. The Sacred Fire
4. The Restless Wind
5. Elysium
6. Towards The Storm
7. When Only Despair Remains
8. Last Laugh At My Existence
9. A Symphony For No Tomorrow

Bewertung:

8/10 Punkten

Weitere Informationen

  • Band: Leviathan
  • Album Titel: The Aeons Torn
  • Erscheinungsdatum: 25.01.2013
  • Fazit: In Sachen Qualität, Abwechslungsreichtum und Härte kann man "The Aeons Torn" auch überzeugen und so dürft ihr euch alle auf den 25. Januar freuen, wenn dieses starke Album einen guten Start ins Albumjahr 2013 gibt!
Gelesen 2953 mal Letzte Änderung am Sonntag, 30 Dezember 2012 14:48

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