Samstag, 16 Januar 2021 20:16

Nether – Between Shades and Shadows

geschrieben von Kara Svart
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(3 Stimmen)

Schon im Oktober letzten Jahres debütierten die Schwarzmetaller Nether mit ihrem Album ,,Between Shades and Shadows‘‘, welches über das spanische Label Art Gates Records veröffentlicht wurde. Auf knapp 40 Minuten wird uns - wenig euphorisch, wie der Titel der Platte bereits erahnen lässt - demonstriert, was die belgischen Newcomer so alles draufhaben... und das nehmen wir jetzt mal etwas genauer unter die Lupe.

Nether starten bei ,,The Hand Of The Unspoken‘‘ direkt mit Vollgas durch. Gnadenloses Geknüppel ebnet den Weg für alles, was danach folgt. Langsamer wird es im zweiten Song nicht, auch wenn dessen Intro vorerst ein gezügeltes Tempo vortäuscht. Nach der Verwüstung der ersten beiden Songs, hebt sich ,,Abandon‘‘ durch eine sehr viel differenziertere Melodie und einen durchweg hohen, durch die vielen Tempowechsel untermalten Spannungsbogen deutlich ab und Nether beweisen, dass sie eben nicht nur knüppeln, sondern auch ausgefeilte Tonabfolgen schreiben können. Danach wird mit ,,To The Shores‘‘ und ,,Humanity’s Crescendo‘‘ aber erstmal fröhlich weiter die Bude abgerissen.

Seinen Höhepunkt findet das Album in ,,The Blood Is Gone‘‘, ebenfalls ein Song, der sich melodisch insbesondere durch ausgeschmückte Instrumental-Parts vom vorwiegend rhythmisch-einheitlichen Rest des Albums abgrenzt. Auf den letzten Metern geben Nether noch einmal alles, was an Schnelligkeit noch geht und schließen mit ,,The Oathbreakers‘‘ und ,,So All Adore Me‘‘, welche sich harmonisch perfekt als Abschluss eignen und dem Album noch den letzten Schliff zur Endnote ,,Gut plus“ verpassen.

 

Trackliste:

1. The Hand Of The Unspoken
2. Mouth Sealed Clenched Fists
3. Abandon
4. To The Shores
5. Humanity’s Crescendo
6. The Blood Is Gone
7. The Oathbreakers
8. So All Adore Me

 

Bewertung:

7/10

Weitere Informationen

  • Band: Nether
  • Album Titel: Between Shades And Shadows
  • Erscheinungsdatum: 30.10.2020
  • Fazit: ,,Between Shades and Shadows‘‘ vermittelt einen guten Eindruck, in welche Richtung die Mannen von Nether sich bewegen wollen. Luft nach oben ist definitiv noch da, aber beim ersten Versuch einen Volltreffer zu landen, gelingt wohl den wenigsten Künstlern.
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