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Montag, 23 Februar 2015 21:39

Unter dem Radar: DESPERATION (Metal)

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Bandlogo Bandlogo DESPERATION

Im Ruhrpott fliegen verdammt viele junge, talentierte und ambitionierte Bands Unter dem Radar. So auch die im November 2012 gegründete Duisburger Metal-Combo DESPERATION. Die der Band den Namen gebende Verzweiflung und das Verarbeiten dieser in autobiographischen Texten und Parabeln ist das Hauptmotiv der Songs dieses Fünfers.

Bereits 2008 gründeten Sascha L. (Gitarre) und Fabian S. (Gesang) mit TenTonDespair ein Projekt neben der damaligen gemeinsamen Band END OF NINE, um dort musikalisch härtere Klänge anzuschlagen als es bei der Hauptband üblich war.

Im Laufe der Jahre und mit immer neuen Ideen bestückt, entschieden sich die beiden aus dem Projekt eine eigenständige Band erwachsen zu lassen. Im November 2012 kamen mit Gitarrist Sebastian P. und Drummer Dave K. Zwei weitere Mitstreiter hinzu, und schließlich komplettierte Fabian W. am Bass im Frühjahr 2013 das Line-Up.

Diese fünf spielten dann im Juli dieses Jahres erste Konzerte und mit „First Blood“ eine Demo-EP ein. Einhergehend mit der Veröffentlichung dieser Demo-EP wurde aus dem bisherigen Projekt mit dem Namenswechsel zu DESPERATION eine eigenständige Band.

Musikalisch wollen die Jungs einen harten, dreckigen und bisweilen brutalen Metalsound kreieren, der von sämtlichen Spielarten des Heavy Metal beeinflusst ist. Die Musiker haben bereits in vielen verschiedenen Bands mitgewirkt und sich einen sehr breiten musikalischen Horizont erarbeitet. Das Ergebnis sei, laut Eigenaussage der Band, Metal irgendwo im Grenzgebiet zwischen modern-melodischem Death und Thrash Metal.

Im Dezember 2014 schließlich erblickte mit „Shattered Memories“ die Debüt-EP das Licht der metallischen Welt.



ZZZ DESPERATION BAND



Aktuelles Line-Up:

Dave Knäpper (Drums)
Fabian Schwärzl (Vocals)
Sascha Liebert (Guitars)
Fabian Witzler (Bass)
Sebastian Pilz (Guitars)

 

Diskografie:

2013 First Blood (Demo-EP)

2014 Shattered Memories (EP)



Review zu „Shattered Memories“



Cover DESPERATION CD



Anfang Dezember 2014 warfen DESPERATION nach einem knapp 24-monatigen Entstehungsprozess ihr 27 minütiges Debüt in Form einer EP der untergründigen Menschheit zum (Hör-)Fraß vor. Das überraschend gut produzierte Erstlingswerk der Fünf Mannen aus dem Ruhrgebiet bietet Härte, Melodie und schon jetzt eine Menge Wiedererkennungswert! Die sechs Eigenkompositionen sind allesamt im Mid-Tempo und teilweise auch im Up-Tempo gehalten und kommen recht gemächlich rüber. ,Missing Pieces' eröffnet den Silberling mit einer feinen, vor allem im Refrain an Amon Amarth erinnernden Gitarren- und Rythmusarbeit. Fabian S. intoniert insgesamt mit tiefer, gedrückter Stimme und manchem Hang zum todesmetallischen Growlen, immer verständlich und passend zum Gesamtsound. Das aus zwei Teilen bestehende ,Machine' bildet in der zweiten Hälfte der EP einen der Höhepunkte dieses Debüts. Insgesamt sehr melodisch und einprägsam wird hier trotzdem etwas geknüppelt. Die eingestreuten Double-Bass Attacken lockern das Geschehen gehörig auf und der ebenfalls dezent eingelegte Sprechgesang bringt zusätzliche Tiefe und Atmosphäre in diesen Doppel-Song.

Insgesamt lässt sich DESPERATIONS Debüt-EP sehr gut an und wenn es der Combo gelingt beim nächsten mal ein wenig mehr Dampf und Geknüppel in ihren Sound zu integrieren, werden die Rührpötter nicht nur den hiesigen Underground gehörig aufmischen.

 7 von 10 Punkten !

Gelesen 3267 mal Letzte Änderung am Samstag, 28 Februar 2015 18:08

Medien

Desperation - Escape (live @ Djäzz Duisburg) Desperation DE

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