Dienstag, 24 Juni 2014 17:06

Darkest Era - Severance

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Severance Severance Darkest Era

Die Erwartungen waren bei mir sehr hoch, als ich hörte, das Darkest Era ihr zweites Album herausbringen. Wie wird sich der Labelwechsel zu Cruz del Sur auswirken? Werden sie den Weg von "The Last Caress of Light" weiter gehen? Oder erschafft die Band ein neues musikalisches Konzept und geht in eine ganz andere Richtung?...das waren nur ein paar der Fragen, die sich mir in der Zeit bis zum Erscheinen stellten und die ich in diesem Review versuchen werde, zu beantworten.

Nach dem die CD nun mehrmals durch gelaufen ist, kann ich voller Überzeugung sagen, dass sich zwar einiges geändert hat, Darkest Era aber konsequent den Weg weiter geht, den sie mit ihrem ersten Album eingeschlagen hat. Die Songs sind immer noch sehr dicht in ihrer Atmosphäre und man hört weiterhin diese leichte melancholische Note durch, die sich die Band der irischen Volksmusik entliehen hat. Es wäre für mich auch nicht mehr Darkest Era, wenn man daran etwas ändern würde, denn diese beiden Punkte sind die Trademarks der Band.


Um diese herum hat Darkest Era aber kleine Neuigkeiten und Änderungen im Sound eingebaut, die einem kurz auffallen, dann aber in der Gesamtheit der Songs irgendwann nicht weiter stören. Das liegt daran, dass sich alles Neue perfekt in den alten Sound einfügt, ohne dass es aufgesetzt, gekünstelt oder reingepresst klingt. Um es mal mit einer gängigen Phrase von Musikreviewern auszudrücken: die Band scheint gereifter und erwachsener geworden zu sein.


Doch was ist nun neu, was hat sich geändert? Dazu gekommen ist für mich eine Verspieltheit der Band, die sich in vielen Gitarrensoli zeigt. Aber auch das, was Lisa Howe (die nach den Aufnahmen die Band verließ) an den Drums spielt, ist eine ganze Ecke komplexer als das, was man auf "The Last Caress of Light" noch zu hören bekommen hat. Man könnte durchaus den ein oder anderen Part schon fast progressiv nennen, ohne dass das negativ gedeutet werden soll. Es ist die gelungene Weiterentwicklung vom Sound des ersten Albums! Dazu passt auch, dass man das Grundtempo der Songs etwas angehoben hat und man im Gesamten etwas schneller wirkt.


Das man auf einen reinen Folksong wie "Poem to the Gael" verzichtet, ist zwar schade, aber konsequent! Denn so richtig hätte es nicht in das gesamte Bild und Konzept des Albums gepasst. Dafür kriegt man aber mit "Beyond the Grey Veil", "Trapped in the Hourglass" und "Blood, Sand and Stone" wieder wundervoll epische Hymnen als Ausgleich serviert. Auch die restlichen fünf Songs bieten Celtic Metal vom feinsten und sind überdurchschnittlich gut. Einzig allein der Punkt, dass viele der Songs recht kurz geraten sind (4-5min lang) und somit das Album nur eine Gesamtspielzeit von knapp 45min hat, schmälert ein wenig meine Euphorie.


Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Darkest Era sich positiv weiterentwickelt haben und mit "Severance" einen würdigen Nachfolger für "The Last Caress of Light" abliefern! Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass man auch außerhalb von Großbritannien in den Genuss kommen wird, Darkest Era live erleben zu können, denn sie sind zu gut, um nur auf der Insel zu versauern.


Tracklist:

1. Sorrow's Boundless Realm

2. Songs Of God And Men

3. The Serpent And The Shadow

4. Beyond The Grey Veil

5. Trapped In The Hourglass

6. The Scavenger

7. A Thousand Screaming Souls

8. Blood, Sand And Stone


Bewertung:

9 von 10 Punkten

Weitere Informationen

  • Band: Darkest Era
  • Album Titel: Severance
  • Erscheinungsdatum: 13.06.2014
  • Fazit: Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Darkest Era sich positiv weiterentwickelt haben und mit "Severance" einen würdigen Nachfolger für "The Last Caress of Light" abliefern! Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass man auch außerhalb von Großbritannien in den Genuss kommen wird, Darkest Era live erleben zu können, denn sie sind zu gut, um nur auf der Insel zu versauern.
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Beyond The Grey Veil (Official Video) - Darkest Era Darkest Era

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