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Mittwoch, 04 September 2013 00:24

Vidunder - Vidunder

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Psychedelic Rock boomt ja im Moment. Viele Bands haben sich dem Genre aus den 70ern verschrieben und bringen doch recht geniale Alben zustande. Ob Vidunder mit ihrem gleichnamigen Album den Sprung aus dem Einheitsbrei schaffen und sich von den vielen Combos abheben können, erfahrt ihr in unserem Review.

Die Scheibe bringt 10 Songs mit sich und hat eine Gesamtspielzeit von knapp 35 Minuten, was natürlich in Anbetracht dessen, dass es sich hier um einen Langspieler handelt, etwas kurz geraten ist. Inhaltlich sparen die Schweden nicht mit ihrem Können und feuern uns mit “Summoning the not Living“ schon einen ordentlichen Einstand durch die Boxen. Man hört deutlich den Einfluss ihrer Landsleute von Graveyard heraus. Besonders die Vocals von Frontröhre Martin Prim gefallen mir und können für ein erstes Alleinstellungsmerkmal sorgen. Gitarrentechnisch bewegen wir uns teilweise in den späten 40ern oder 50ern mit ein paar erfrischenden Lead-Spielereien. Gerade Zwischensolos wie bei “Into her Grave“ schaffen Atmosphäre und frische Energie.


“Trees“ wartet mit Orgelelementen auf und erinnert etwas an die frühen Tage von Witchcraft. Da wirkt “Threefold“ schon fast Balladenhaft mit einem hypnotisierendem Bass im Hintergrund. Ab und an bricht aus dem ruhigen Grundriff doch das Schlagzeug aus und drescht den Zuhörer aus der Trance. “Forsummad och Bortglomd“, das übersetzt “Verraten und Vergessen“ bedeutet, kann wieder deutlich mehr Kohlen auflegen und begeistert durch kleine Gitarrensoli, die immer wieder in den Liedfluss eingebunden werden. Es wirkt alles schon fast zu klischeehaft und natürlich wird das Rad auch nicht neu erfunden. Im Dschungel der unzähligen Genrevertreter, die momentan wie Pilze aus dem Boden schießen kann es mitunter schwierig werden mit Songs wie “Asmodeus“ den doch hohen Anforderungen gerecht zu werden. Da zeigt sich “Beware the Moon“ wieder etwas ideenreicher. Mit “Fire“ kommt eher ein Lückenfüller der mich nicht besonders mitreisen kann. Das schafft dann wiederum der folgende Titel “Thread from the Underground“, der für mich der beste Auszug des Werkes stellt! Mit “Your Ghost“ schaffen Vidunder einen versöhnlichen Abschluss, der mich in tiefer Entspannung nun mein abschließendes Fazit schreiben lässt:


Die Bemühungen mit Vidunder ein gelungenes Album abzuliefern merkt man der Combo deutlich an. An einigen Ecken fehlt leider noch Einiges zu einem echten Meilenstein. Doch die Band ist momentan meiner Meinung nach in ihrer Findungsphase, was Soundgewand Ideenreichtum und Abwechslung betrifft. Auf jeden Fall ist der Grundbaustein für ein erfolgreiches Arbeiten gelegt. Das Album hat Akzente setzen können auf die man weiter Aufbauen kann. Ich bin auf jeden Fall gespannt, was man von Vidunder noch zu hören bekommt. Nächstes mal auch gerne etwas mehr ;-)

 

Tracklist:

  1. Summoning the not Living
  2. Into her Grave
  3. Trees
  4. Threefold
  5. Forsummad och Bortglomd
  6. Asmodeus
  7. Beware the moon
  8. Fire
  9. Thread from the Underground
  10. Your Ghost


Bewertung:

Cover und Umfang (4/10):

 

- Recht schlichtes Bandfoto Coverartwork

- Neben CD Veröffentlichung auch als Vinyledition erhältlich

- Spielzeit von knapp 35 Minuten ist einfach zu wenig für einen Langspieler

 

Abwechslung (6/10):

 

- Gute Ansätze auf die man aufbauen kann
- Gitarrensoli und Zwischensequenzen sorgen für Verspieltheit

- Vocals überzeugen

Sound (7/10):


- Die Retroatmosphäre von Instrumenten gelingt gut

- Soundtechnisch starke Ähnlichkeit zu Graveyard oder Witchcraft

 

Gesamtpunktzahl:
6/10

Released: 24.05.13
Label: Crusher Records

Genre: Classic Rock

Weitere Informationen

  • Band: Vidunder
  • Album Titel: Vidunder
  • Erscheinungsdatum: 24.05.2013
  • Fazit: Die Band ist momentan meiner Meinung nach in ihrer Findungsphase, was Soundgewand Ideenreichtum und Abwechslung betrifft. Auf jeden Fall ist der Grundbaustein für ein erfolgreiches Arbeiten gelegt. Das Album hat Akzente setzen können auf die man weiter Aufbauen kann. Ich bin auf jeden Fall gespannt, was man von Vidunder noch zu hören bekommt. Nächstes mal auch gerne etwas mehr ;-)
Gelesen 2033 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 04 September 2013 09:25

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