Sonntag, 29 März 2020 16:04

Urfeind - Þurisabloþa

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Aus den noch recht unbekannten Gefilden des deutschen Labels Vamamarga Conjurations, erreicht uns mit Urfeind ein ebenfalls noch recht unbeschriebenes Blatt. Allerdings liegt uns mit „Þurisabloþa“ schon das zweite Album der Gruppe vor, die sich dem germanischen Heidentum widmet und dieses in ziemlich aggressiver Manier auf den Plattenspieler bannt.

Und selbiges, gleich ab der ersten Sekunde, denn das Trio lässt nur wenig Zeit verstreichen, bis aus allen Rohren geknüppelt wird. Die ersten beiden Songs zeigen dabei eine klare und schnelle Marschroute und der rohe Sound verstärkt die aggressive Stimmung. Mit „Rise of Niðhöggr“ und „Wargoz“ gibt es dann etwas mehr Abwechslung auf die Ohren, denn hier wird das Tempo nach dem hochtrabenden Einstieg etwas heruntergefahren. Insgesamt besticht Urfeind aber durch hohen und konstanten Druck.

Vor allem in der zweiten Hälfte bringt die Kombo etwas mehr Melodik in das bislang so raue Album, wodurch die Songs eingängiger und greifbarer werden. An dieser Stelle kommt auch der Gesang deutlicher zur Geltung, der zwar gut ins Gesamtbild passt, aber hier und da zu wünschen übriglässt. Die musikalische Qualität von „Þurisabloþa“ schwankt also etwas und Urfeind schöpfen ihr Potenzial noch nicht voll aus. Songs wie „Peruns Extinction“ bringen gegen Ende noch einmal frischen Wind auf die Platte, sodass der Abschluss doch noch gelingt.

Þurisabloþa“ hat also ein paar Schwächen, kann aber auf weiter Strecke mit dem einen oder anderen „Aha“-Moment glänzen. Und auch, wenn man aus der Pagan-Richtung eher melodische Klänge gewohnt sein mag, kann man der zweiten Platte von Urfeind guten Gewissens eine Chance geben und wird nicht enttäuscht.

Trackliste:

1. ᚦᚢᚱᛋ
2. Goða Dólgr
3. Rise of Níðhöggr
4. Wargoz
5. Forged by Fire
6. Peruns Extinction
7.
The Nothing
8.
ᛣᛣᛣ

Bewertung:

6 / 10

Weitere Informationen

  • Band: Urfeind
  • Album Titel: Þurisabloþa
  • Erscheinungsdatum: 21.02.2020
  • Fazit: Urfeind zeigen, wie sich Aggression und Heidentum verbinden lassen und reizen dabei ihr Potenzial noch nicht vollständig aus. Der Gesang hinkt beizeiten und auch die Riffs klingen ab und an „generisch“. Dennoch hat „Þurisabloþa“ seine Höhepunkte und lässt noch Raum für eine Entwicklung nach oben.
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Urfeind - Rise of Níðhöggr Urfeind

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