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Mittwoch, 02 Mai 2012 18:12

Funeral Forces III

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Die einen suchen am Ostersonntag lieber nach ihren Eiern, die anderen, die sich des Besitzes selbiger sicher sind, konnten den entspannten Feiertag auch mit dem Besuch des Funeral Forces Festivals etwas aufwerten. Im Line-Up fand sich wieder allerlei hochkarätiges aus dem Schwarzmetallischen Bereich. Unter anderem Nargaroth, Eternity, Krater und einige mehr.

Pünktlich zum Einlass hatten wir die gut 300Km lange Anreise hinter uns gebracht und konnten so vor der ersten Band mit flüssigem Gold versorgen.

Svartsorg legten einen würdigen Auftakt hin und konnten mit ihrer Mischung aus klassischem Black Metal mit depressiven Einflüssen einen ordentlichen Eindruck abliefern und ernteten auch Anerkennung für ihren Auftritt. Das Ohrakel an sich erwies sich als sehr geeignetes Ambiente für das Funeral Forces und die Besucheranzahl wuchs auch stetig an.

Auch Freitod machten auf mich einen sehr eingespielten und durchweg positiven Eindruck. Vor allem die Clear Vocals von Gitarrist G. Eisenlauer wurden gekonnt in Szene gesetzt und begeisterten das Publikum. Auch die Vielfalt der Einflüsse, die die  deutsche Truppe in ihrer Musik verarbeitet fand reichlich Anklang bei den angereisten Fans.

Krater lies es da schon einiges ruppiger angehen. Mit ihrem rohen, aggresiven Black Metal der alten Schule feuerten sie eine ordentliche Salve in die Menge und mischten das Ohrrakel ganz schön auf. Auch der energiegeladene Auftritt der Sachsen konnte großen Anklang bei der versammelten Manschaft finden. Ein klasse Gig der Jungs und für mich bis dato der Beste des Abends.

Als nächstes griffen Eternity in das Geschehen ein. Die Thüringer Band konnte ebenfalls mit ihrem oldschool Black Metal punkten und durch ihre langjährige Erfahrung auch langeanhalten für Begeisterung in der Menge sorgen. Sie spielten aus ihren beiden Full-lengh Alben etliche Stücke und legten mit ihrem gut einstündigen Set einen durchweg geladenen Auftritt hin. Leider fiel kurzzeitig die Soundanlage aus, sodass hier schon kurz unterbrochen werden musste. Es sollte jedoch soundtechnisch noch schlimmer kommen. Doch jetzt war es erstmal Zeit für eine kleine Verschnaufpause die wir auch mit einem kleinen Snack aufstocken wollten. Leider waren die Möglichkeiten an etwas Essbares zu kommen sehr begrenzt. Der Foodstand, der eigentlich angekündigt war, fiel leider flach und sonst war im Umkreis nicht viel Verwertbares auffindbar. Immer wieder wurde man auch von anderen Besuchern angesprochen, die ebenfalls auf der Suche nach einem Imbiss waren. Da sollte nächstes Jahr noch etwas nachgebessert werden.

Zum krönenden Abschluss enterte sehnlichst erwartet NARGAROTH die Bühne. Die Umbaupause war sehr lange, da anscheinend wohl die Einstellungen am Mischpult verloren gingen, die mittags beim Soundcheck gemacht wurden. Also musste alles noch mal eingestellt werden, was Frontmann Ash augenscheinlich sehr nervend und unprofessionell empfand. Leider sollte es bei dieser Panne nicht bleiben, denn auch am Anfang der Show war der Sound alles andere als zufrieden stellend. Dies brachte die Band derart auf die Palme, dass beim 3. Song die Stimmung komplett kippte und Ash wutentbrannt das Mikro in die Ecke pfefferte und sich in Richtung Mischpult bewegte. Nachdem er nach der Aktion auf die Bühne zurückkehrte musste man aber auch zugestehen, dass der Sound so gut wie schon den ganzen Abend nicht klang. So wurde der Rest des Gigs zu einem wahrlichen Hochgenuss. Leider konnte so die angesetzte 2 Stunden Headlinershow nicht wie geplant ablaufen und es musste einiges von der überragenden Setlist gestrichen werden, was ich sehr schade fand, da doch einige Perlen, die ich bis dato noch nicht live gehört hatte dabei waren.   

So bleibt zum Schluss die immer wiederkommende Frage, warum die Soundtechniker in letzter Zeit immer öfter zu wünschen übrig lassen und anscheinend nicht genügend Qualifikation mitbringen um ein ordentliches Klangbild abzuliefern. Ansonsten war es mal wieder ein gelungener Konzertabend und auch wir werden nächstes Jahr wieder mit von der Partie sein, wenn die 4. Auflage des Funeral Forces zur Schlacht ruft!

Weitere Informationen

  • Band(s): Nargaroth, Eternity, Krater, Freitod, Svartsorg
  • Wann: 06.04.2012
  • Wo: Ohrakel, Ingolstadt
Gelesen 4259 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 02 Mai 2012 18:24


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