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Das Setting: die 1890er. Verregnetes England. Black Metal würde man sicherlich nicht in diese Zeit verfrachten, wenn man an das ideale Setting der extremen Musiksparte denkt – anders bei A Forest Of Stars, diesem berüchtigten Konglomerat exzentrischer und ambitionierter Musiker, die sich als Vertreter einer prunkvollen, aber auch von Gegensätzen durchfressenen Epoche in der Vergangenheit Englands präsentieren. Ihre lyrischen Exzesse zelebrieren sie zwischen Opium- und Absinth-Konsum, satanischen Riten, Séancen und okkult-finsterer Stimmung. All das, wie bei einem Bastard der literarischen Werke Edgar Allan Poes und Oscar Wildes, nur eben mit erfrischenden Legierungen aus harten Instrumentenwänden, ungestümem Temporeichtum und traditionell gehaltvollem Folk-Glanz unterlegt. Dass die Dame und die Herren gerade weg gesprochen nicht mehr alle Tassen im Schrank haben, machen ja schon alleine die Beinamen der Einzelnen im Mitgliederindex „Katheryne, Queen of the Ghosts“ oder „The Resurrectionist deutlich. Die Avantgarde-Favoriten und verschrobenen Ladies & Gentlemen vom gediegenen und dekadenten Sternenwald-Club rafften sich dieser Tage ein weiteres Mal zusammen, ihre verschrobenen Köpfe ineinander zu stecken und ein neues Tonwerk zu schmieden, das ihren einzigartigen Sound auf ein neues Level treibt. Was soll man sagen zum Stil der merkwürdigen Briten-Bruderschaft aus dem viktorianischen Zeitalter? Werfen wir zunächst mal einen näheren Blick auf die neue Platte der kauzigen Wunderkinder, die mit ihrem so unvergleichlichen „puzzling“-Sound in der Szene ohnegleichen sind.

Am 7. April wird es wieder düster in Esslingen: Zum bereits 6. Mal öffnet das DOOM IN BLOOM Festival seine Pforten. Mit dabei sind dieses Jahr unter anderem CARDINALS FOLLY, FROM YUGGOTH aus Dresden und die Stuttgarter BEES MADE HONEY FROM THE VEIN TREE.

Sonntag, 01 Februar 2015 12:01

Urfaust - Apparitions [EP]

Urfaust sind schon ein merkwürdiger und vielgesichtiger Parasit in der Metal-Szene. Was 2003 als Dark Ambient-Projekt begann, avancierte irgendwann zu einem gediegenen, avantgardistischen Gewand einer Neofolk-Ästhetik, in den punktuierten Extrema der Musik gar mit Black Metal- und Doom Metal-Auswüchsen. Wenn man aber einen zusammenkittenden Faktor in der gesamten Diskographie des Duos aus den Niederlanden benennen möchte, so ist es wohl ihr Hang zur Kreation tiefschwarzer, elend-bitterer Trauerlandschaften und drückender Atmosphäre. Das letzte richtige Studioalbum liegt mit „Der freiwillige Bettler“ bereits fünf Jahre zurück, untätig war man aber keineswegs, wenn man an all die VÖs denkt, die es verstreut immer wieder gab: ein Live-Album, Compilations, EPs, Splits mit The Ruins of Beverast und sogar dem abgebrühten King Dude. Anfang März stand die brandneue EP „Apparitions“ der Herren an: und, oh, ich sehe schon die Kerzen in den dunklen Kammern derer brennen, die die Musik Urfausts als satanischen Ritual-OST oder für ihre okkulten Messen nutzen. Denn eine genaue Analyse des vorliegenden Tonträgers zeigt: wenn die beiden Musiker diese EP nicht für diesen Anlass geschmiedet haben, wofür bitte dann? Eine Reise ins Unbewusste. Ein Nachtflug für die Seele.

Leider konnte das 20-jährige Jubiläum des Under The Black Sun-Festivals nicht an der alten Location zelebriert werden - aber mit der Freilichtbühne Friesack konnte schon letztes Jahr eine gute Alternative als Austragungsstätte fürs das Untergrund-Black Metal-Spektakel gefunden werden. Stand 2017 auch wettertechnisch nicht unter einem guten Stern, wird es 2018 umso heißer hergehen, wenn man einen Blick auf das aktuelle Billing wirft.

Sonntag, 31 Dezember 2017 11:29

Unsere Top-Alben des Jahres 2017

2017 war auch im Underground(ed) wieder ein interessantes Jahr voller Releases, die hart an der Maximalpunktzahl gekratzt haben. Im UG-Büro gab es eine heiße Diskussion, welche Alben wir zum Album des Jahres küren wollen - oder gleich mehrere? Ob es ein Reviewers Choice oder ein Leservoting geben soll oder ob es dieses Mal vielleicht sogar einen Anti-Preis für die schlechtesten Releases geben soll?

Sonntag, 31 Dezember 2017 11:26

Musikvideoproduktion fast für Lau?!

Zum Jahresende haben wir für alle Baden-Wüttemberger Bands bzw. für alle interessierten, die im Ländle ein Musikvideo drehen wollen, ein großartiges Angebot. Mit unserem Partner in Crime „Music In Motion“ bieten wir euch ein fast kostenloses und professionelles Videoshooting an!

Freitag, 01 Dezember 2017 17:47

Süngehel - Impure Chapter of Death

Ein unvoreingenommenes Review über Süngehel ist für mich schwierig, wenn nicht sogar unmöglich, verbinden mich doch einige starke Bande mit der Kombo. Süngehel und ihre Member lernte ich im Zuge der Dokumentation „Tallinn Under The Horns“ kennen und konnte die Band in einem ungewöhnlichen Setting, der Linnahalle, interviewen. Ein paar Monate später konnte ich die Band dann das erste Mal auf dem estnischen „Wacken“ bzw. dem größten estnischen Metal Festival, „Hard Rock Laager“, live sehen.

Donnerstag, 30 November 2017 17:56

Ilemauzar - The Ascension

Es hätte so schön sein können – Black Metal aus Singapur: ein Hauch von Exotik abseits vom norwegischen Einheitsbrei setzt neue Akzente – All das hätte Ilemauzar sein können. Das Debütalbum „The Ascension“ hinterlässt aber schon bei der Recherche zur Band einen faden Beigeschmack.

Samstag, 18 November 2017 10:49

Unter dem Radar: Drudensang (Black Metal)

Das aktuelle „Unter dem Radar“ lockt uns diesmal in den Süden Deutschlands, um genau zu sein nach Bayern. Wer jetzt Appetit auf Weißwürste und Bier bekommen hat, wird von diesem Artikel leider zwangsweise enttäuscht werden. Nicht aber derjenige, dem es nach polarisierendem Black Metal mit Wiedererkennungswert dürstet.

Mittwoch, 01 November 2017 21:09

Unter dem Radar: Lifeless (Death Metal)

Lifeless begleiten Undergrounded schon eine ganze Weile. Die Death Metaller, die sich 2006 bei Dortmund als Oldschool-Death-Band gegründet haben, waren schon in den Anfangstagen von „Death Metal Victory“ ein im Underground vielgeachteter Beitrag zur Szene - das sollte unserer Meinung nach einer viel größeren Audienz bekannt sein.

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