Freitag, 08 August 2014 16:31

Unter dem Radar: Sapiency (Melodic Death Metal)

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2009 taten sich mehrere erfahrene Musiker der Frankfurter Metalszene zusammen und gründeten Sapiency. Ihre erste EP „Mercy" erschien 2010 und sorgte für Furore bei den Fans und Kritikern, denn die Kombination zwischen melodischem und aggressivem Gesang, druckvoller Gitarrenarbeit und anspruchsvollem Drumming wusste vielen zu gefallen.

Im selben Jahr noch erschien das Debutalbum von Sapiency. „Fate's End" wurde weitesgehend in Eigenregie aufgenommen und produziert und über SAOL vertrieben. Bei etlichen Konzerten, welche die Band auf nationalen und internationalen Bühnen bestritten, erspielte man sich die Anerkennung der Fans und schaffte es, sich im Billing der 70.000 Tons of Metal-Tour 2012 und dem Metalfest 2012 auf der Loreley zu platzieren. Im März 2013 veröffentlichte man das zweite Album „Tomorrow", welches wieder weitesgehend in Eigenregie entstand. Aber auch im Jahre 2014 wird es nicht ruhig um die Sechs aus Hessen: man veröffentlichte ein weiteres Musikvideo, ging auf Tour durch Europa und ergatterte sich einen Slot im LineUp der Metaldays in Slowenien.



Sapiency-900



Aktuelle Besetzung:

Lars Bittner – Vocals

Krsto Balic – Growls

Rene Ritzmann – Gitarre

Holger Wenck – Gitarre

Sebastian (Faxe) Fix – Bass

Kai Voss Fels – Drums


Diskographie:

2010 Mercy (demo EP)

2010 Fate's End

2013 Tomorrow



Review zu „Tomorrow"



sapiency tomorrow cover 72dpi rgb 900pix



Man weiß schon nach den ersten Klängen, was man von Sapiency auf „Tomorrow" geboten bekommt Druckvoller, energiegeladener und sehr melodischer Death Metal schallt einem aus den Boxen entgegen und reißt den Hörer sofort mit. Denn von Beginn an sind die sechs Bandmitglieder wach und voll da und lassen einen die Energie und den Spaß, den sie beim Schreiben und Aufnehmen der Songs hatten, am lebendigen Leibe spüren. Der Drang zum Headbangen kommt recht schnell auf und kann auch nur kurz widerstanden werden. Und da sind wir gerade mal beim ersten Song von „Tomorrow"!


Mit "Prayer For the Pain" wird also die Messlatte für den Rest des Albums schon sehr hoch angelegt und es wäre eigentlich nicht verwunderlich, wenn das Album nun etwas nachlassen würde und die Songs an Stärke verlieren würden. Doch der Sechser von Sapiency schafft es mit einer beeindruckenden Leichtigkeit, das von Anfang an hohe Niveau zu halten und Song für Song an die Klasse des Openers anzuknüpfen. Ob nun "Free Within", "Unknown Enemy" oder "Weight of the World" (nur mal so als Beispiele genommen), alle Songs strotzen vor der gleichen Energie und Spielfreude wie der erste Song. Das sind auch zwei der vielen Merkmale, die Sapiency ausmachen, neben der technisch versiert spielende Rhythmusfraktion, die für ordentlich Druck in den Songs sorgt oder die beiden Gitarren, die gemeinsam für die melodischen Parts zuständig sind, aber natürlich auch für ordentlich Dampf in den Songs sorgen.


Doch das Hauptmerkmal sind für mich die Vocals, die sich Lars Bittner (klarer Gesang) und Krsto Balic (Growls) teilen. Auch wenn jeder einzeln für sich schon klasse ist, sind es die gemeinsamen Parts, die ihre Stärken, aber den Unterschied zwischen beiden deutlich zeigen. Denn wo bei Bittner manchmal ein Hauch von Verletzlichkeit in der Stimme mitschwingt, klingt bei Balic nur eins durch: Kraft und Stärke!


Ein kleines Problem hat Sapiency leider, denn "Tomorrow" schafft es nur in Ansätzen die Energie und Power zu vermitteln, die die Band bei einer Liveshow an den Tag legt. Denn live reißen sich Sapiency den Allerwertesten für ihre Fans und das Publikum auf und geben alles. Das kann man natürlich nicht auf CD bannen, doch wie gesagt, "Tomorrow" schafft es wenigstens in Ansätzen. Es ist also jedem zu empfehlen, sich eine Liveshow der Hessen anzuschauen, wenn er schon die Alben gut findet. Danach dienen diese nur noch der Überbrückung bis zum nächsten Konzert :-)


Tracklist:

 

1. Prayer For The Pain

 2. Hungry Again

 3. Free Within

 4. Unknown Enemy

 5. Tomorrow

 6. Weight Of The World

 7. Fight On

 8. Breaking Chains

 9. Turn The Ride

 10. Torn Apart

 11. Dying Illusions

 


Weitere Informationen

  • Band: Sapiency
  • Fazit: Wer auf druckvollen Melodic Death Metal steht, kommt nicht mehr an Sapiency vorbei! Vor allem live gibt der Sechser aus Hessen alles und reißt mit Energie und Power alle mit! Da bleibt kein Haar ungeschüttelt!
Gelesen 2182 mal Letzte Änderung am Dienstag, 19 August 2014 17:32
eviloli

Just when I know all of life's answers, they changed all the questions!

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Free Within (Official Video) - Sapiency Sapiency

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