Sonntag, 20 April 2014 19:31

22.02.2014 FORGE FIRE 2ND DEATH-METAL NIGHT, Altstadtschmiede Recklinghausen

geschrieben von fiolkman
Gruppenfoto aller Bands Gruppenfoto aller Bands Thorsten Fiolka

Ein untergründiges Old-School-Death-Metal-Massaker mit den saustarken SABIENDAS als veranstaltende Gastgeber plus Holland-Hopefuls FUNERAL WHORE und als brutalem Zusatz noch DIFUSED und ZEROGOD? Ein Fall für unseren fiolkman.

 

Zum zweiten mal nach 2012 laden die Recklinghausener Old School Deather SABIENDAS zur FORGE FIRE DEATH-METAL NIGHT in die heimische Altstadtschmiede. Das Soziokulturelle Zentrum und Jugendzentrum in Recklinghausen mutiert heute zur Death-Metal-Hölle. Der Laden ist total gemütlich, kann mit humanen Preisen und einem supernetten Personal massig Punkte sammeln. Hier kommt man gerne hin, bleibt gern noch etwas länger und kommt demnächst wieder zurück, wenn´s etwas metallisches zu Feiern gibt! Mehr zur Altstadtschmiede und den Hintergründen zum Konzept der FORGE FIRE DEATH-METAL NIGHT könnt ihr im Interview mit Alex und Jan nachlesen, das ich an dem Abend mit Sänger Jan und „Gitarren-Hexerin“ Alex führen durfte.

 

Genug der Vorrede, lassen wir endlich die Musik sprechen. Doch vorher noch ein kurzes Wort zur Technik in der Schmiede. Der Sound war klasse abgemischt und es hat riesigen Spass gemacht,wirklich alles differenziert heraushören zu können. Oftmals meckern wir Fotografen über zu wenig Licht....Heute war es schon ein wenig zu viel des (guten) Lichtes. Mal was anderes.....

 

Als erste Band des Abends springt das Münsterländer Sextett DIFUSED auf die Bühne und erspielt sich mit seinem Melo-Death-Metal den ersten Applaus. Das Zusammenspiel von Keyboard, tiefsten Growls und Klargesang klingt hier besser und stimmiger, als bei vielen anderen Vertretern dieser Spielart des Metal und wirkt auch nicht aufgesetzt. Die Jungs haben Spaß an dem, was sie da tun und so springt der Funke auf die Anwesenden über. 9 Songs plus zweier Intros haben sie heute im Gepäck und lassen den Auftritt schnell und kurzweilig vergehen. Zum ersten und nicht letzten mal heute geht der Daumen hoch! Weiter so, Jungs!!

 

Setlist DIFUSED:

1.Intro / 2. Illusions turned into Dust / 3. Ghost of Death / 4. Moon´s Delusion / 5. A Light in the Dark / 6. Helpless / 7. Intro II / 8. The Silence / 9. Awake / 10. September / 11. Black Birds

     

    Nach kurzer Umbaupause und noch kurzweiligeren Gesprächen mit einigen Bekannten geht es weiter mit einer richtig coolen Truppe. ZEROGOD kommen aus Pirmasens in Rheinland-Pfalz und ballern uns passend zum Rest Old School Death-Metal um die Ohren. Normalerweise kann man bei diesem Geheimtipp live eine Boltthrower-ähnliche musikalische Dampfwalze erwarten. Heute müssen sie leider auf ihren zweiten etatmäßigen Gitarristen verzichten, was verringerte Durchschlagskraft bedeutet. Trotzdem knüppeln ZEROGOD mächtig drauflos und machen fett dampf. Sänger Florian Höh ist ein wahrhaft Irrer, der berserkerhaft die Bretter zum kochen bringt. Grimassentechnisch liefert er eine passende Untermalung des teilweise durch Midtempo-Passagen, Grincore-Ausbrüchen und psychedelischen Anleihen angereicherten Geballer-Gebräus. Sehr,sehr interessant und trotz der fehlenden Gitarre ein Klasse-Auftritt. Das Publikum geht hier auch zum ersten mal ziemlich steil und lässt sich bereitwillig mitreißen.

     

    Setlist ZEROGOD:

    1.Microcosmic Chaos / 2. Wulgaru / 3. DoFiNoDri / 4. Dead Man Switch / 5. Honga II / 6. Honga III / 7 Will to Disobey / 8. Painfood / 9. Breeding / 10. And it came Worse

     

     

    Wiederum Ratz-Fatz beendet ist die nächste kleine Pause. Man kommt gar nicht dazu, sein Bier leer zu trinken. Aber das ist auch gut so, denn der nächste Höhepunkt der Death-Metal Night kriecht lava-artig in Richtung Bühne. Ist das Motto der Veranstaltung, den Old School Death zu feiern, bekommen wir mit FUNERAL WHORE die altertümlichste Fassung von Old School kredenzt. Aus der Heimat der Tulpen kommend, röchelt das 4-Köpfige Schlächter-Ungeheuer um FUNERAL-Gitarren-WHORE Kellie Chopper alles ins modrige Grab. Die Niederländer Todeswalze ist so unglaublich in den ersten Anfängen der extremen Musik verhaftet, dass es den älteren Semestern warm ums kalte Herz wird. FUNERAL WHORE ballern mit mächtig Hall auf der Stimme einen Brutal-Hammer nach dem anderen ins nun immer zahlreicher werdende Volk. Auch hier fliegt die Kuh durch die Menge und der Boden bebt. Die völlig urigen englischen Ansagen über das apokalyptische Ende der Welt, Vernichtung, Tod, Gedärm, Mord und Todschlag, Zeter und Mordio, mit mörderischem Hall aufs Mikro, kommen in diesem Rahmen ebenfalls einfach nur geil an. Böse bis ins Mark. Mir und vielen Anwesenden gefällt das, weil es komischerweise nicht total albern klingt. Das absolut geniale an dieser Truppe ist zudem, daß trotz der rumpeligen Grundausrichtung die vier äußerst versiert an ihren Instrumenten sind und technisch in der absoluten Oberliga zocken. Man mag es kaum erwarten, daß die Rumpel-Götter ihre 2. Scheibe nach dem Debüt „Step into Damnation“ veröffentlichen.

     

    Setlist FUNERAL WHORE:

    1.The Bitch Died / 2. Camp Blood / 3. El Salvador / 4. Annihilation / 5. East Area Rapist / 6. Wasteland of Corpses / 7. Obedience / 8. Eternal Genocide / 9. Traces of Death / 10. Step into Damnation / 11. The Graveyard Silence

     

     

    Nach den ersten drei verdammt guten Vorgängern könnte man meinen, der Headliner müßte sich jetzt mächtig strecken, um das eben erlebte noch zu toppen. Kaum die Bretter, die heute in Recklinghausen die Welt bedeuten, erklommen, zerstört die gastgebende Live-Granate SABIENDAS nach kurzem Intro sämtliche Zweifel mit mörderischer Leichtigkeit.

    Mit dem Titelsong des Debut-Albums „ Restored to Life“ beginnt ein mächtiger Triumpfzug.

    Die Schmiede ist mittlerweile proppevoll und ein jeder, der Anwesenden wird in einen alles vernichtenden Todes-Metall-Sog eingesaugt. Das ständige Live-Spielen und ein seit mehreren Jahren nun fest zusammenstehendes Line-Up zahlt sich aus. Die Band knüppelt sich durch ihr Set, wie eine bestens geschmierte Maschine. Die Truppe um die beiden Band-Köpfe Jan und Alex sind perfekt aufeinander eingespielt und man sieht es ihnen an, dass die Band-Member allesamt gute Freunde sind. Das heutige Konzert deckt alle künstlerischen Aspekte SABIENDAS ab. Sogar die 5 brandneuen Songs, die demnächst auf das Zweitwerk gepresst werden sollen, fügen sich organisch in das Gesamtkunstwerk ein. Der Old School Death der Recklinghausener begeistert nicht nur die zahlreichen und immer mehr werdenden Fans der Truppe, nein, sämtliche Band-Member der eben noch auf der Bühne stehenden FUNERAL WHORE´s gehen steil, wobei sich deren Sänger/Gitarrist Roy und Basser Van Dune sich brutalst in den Mosh-Pit stürzen, daß es eine Freude ist und ich mich mitsamt Kamera in Sicherheit bringen muß. Nach einem schweißtreibenden finalen Song „Blood Drenched Rack“, hat die Menge längst nicht genug und fordert vehement Zugaben.

    Das hat dann zur Folge, dass mit „Zombie Ritual“ von DEATH ein absoluter Hammer uns für heute ins Nirvana knüppelt. SABIENDAS und (welch Überraschung) FUNERAL WHORE bieten einen Rausschmeißer, der sich gewaschen hat. Was für ein Hammer-Finale einer großartigen Veranstaltung.

     

     

    Setlist SABIENDAS:

    1.Intro / 2. Restored to Life / 3. Worse than Death / 4. Cabron Hijo de Puta / 5. Column of Skulls / 6. Retributionistv / 7. Buried Alive / 8. The Art of Leng Tsche / 9. Necrophopia / 10. Harbringer of War / 11. Cheating Death / 12. Blood Drenched Rack / 13. Zugabe Zombie Ritual (DEATH-Cover)

     

     

     

    Abschliessend läßt sich sagen, dass der underground(ed) Death-Metal lebendiger denn je ist - und dass das Konzept der FORGE FIRE – DEATH-METAL NIGHTS hoffentlich zu einer festen Institution unserer schon verdammt reichhaltigen Konzert-Infrastruktur wird. Die Altstadtschmiede mit ihrem Flair sollte regelmässig zum Austragungsort werden! Weiter so und sämtliche Daumen gedrückt!!

    undergrounded wird wieder kommen !!!!!!!!!!

     

    Zur BILDERGALERIE geht´s hier lang :   https://www.facebook.com/media/set/?set=a.545965732184899.1073741897.123358411112302&;type=1

     

     

    Die Bands des Abends bei Facebook:

     

    SABIENDAS -Old School Death Metal-


    www.facebook.com/sabiendas

     

     

    FUNERAL WHORE (NL)-Old School as fucking Hell Death Metal-


    www.facebook.com/FW.OldSchoolDeathMetal

     

     

    ZEROGOD -Old School Death Metal-


    www.facebook.com/ZEROGODofficial

     

     


    DIFUSED -Melodic Death Metal-
    www.facebook.com/difused

    Weitere Informationen

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    Gelesen 1928 mal Letzte Änderung am Dienstag, 13 Mai 2014 12:51

    Medien

    Sabiendas - Column of Skulls - Live @ Forge Fire Death Metal Night II SabiendasOfficial

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