Donnerstag, 10 Oktober 2013 21:15

Demonical - Darkness Unbound

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Darkness Unbound Darkness Unbound Demonical

Demonical – allein der Name sollte schon Musik in den Ohren derer sein, die ein Herz für klassischen, schwedischen Death Metal der alten Schule haben. Dabei sind Demonical gar nicht so alt,wie sie klingen – erst knappe sieben Jahre oder, mit der vorliegenden Scheibe Darkness Unbound, vier Alben sind die Schweden jung. Machts nichts, so manch eine gestandene Kapelle der ersten Stunde könnte sich bei diesen Jungs einige dicke Scheiben abschneiden!

Gab es im Vorfeld des Albums erneut einige Besetzungswechsel, entschied man sich bei der Aufnahme jedoch dazu, das klassische „Winning Team“ der beiden Vorgänger Hellsworn und Death Infernal unverändert zu lassen und erneut in den renommierten Necromorbus Studios aufzunehmen. Ein goldrichtiger Entschluss, denn das was da nach dem fast schon etwas überproduzierten Intro „Darkness Unbound“ auf die Gehörgänge der geneigten Hörerschaft zurollt, hat nicht nur musikalische Klasse, sondern klingt auch einfach „oldschool as fuck“! Bitterböses, düsteres Growling. Tiefe, verzehrte Gitarren im altbewährten „Badewannensound“. Gewaltige, schnelle Riffs. Dazu ein brutales Drumgewitter. Das sind die Zutaten, aus denen die Träume der Death Metal Gemeinde gemacht sind. Demonical lassen keine davon auf der Strecke.


So legt Darkness Unbound schon mit dem zweiten Track „The Order“ ein mächtiges Tempo und eine ordentliche Portion Druck vor, die sie das gesamte Album nicht aus den Augen verlieren. Dabei schaffen sie es jedoch, nie den Groove aus den Augen zu verlieren, sind zum Beispiel im Refrain von „An endless celebration“ fast schon tanzbar und erinnern mehr an Legion of the Damned als an Landsmänner wie Dismember. Songs wie „Contempt and Conquest“ wissen im Gegenzug mit wohldosierten, zwar wenig ausgefeilten, aber stimmigen Leadgitarren zu überzeugen und schlagen damit eine kleine Brücke aus ihrer Stockholmer Enklave rüber nach Göteborg. Sehr geil!  Wem das alles nach zu viel Gedresche klingt, dem sei zum Beispiel der Song „King of all“ ans Herz gelegt, der es mit seinem getragenen Tempo und seiner noch düsteren Atmosphäre schafft, genau an der richtigen Stelle das Tempo herauszunehmen und für eine kleine Verschnaufpause zu sorgen. Asphyx lassen hier grüßen.


Für den Rest der Platte heißt es dann allerdings: Keine Müdigkeit vorschützen, es gibt wieder Vollgas. Na ja, bis auf den abschließenden Song, „The great praise“. Das fast sieben minütige Epos nimmt dann doch noch mal etwas fahrt raus und leitet stimmungsvoll aus dem Album heraus und hin zum Repeatknopf. Danke, bitte noch mal!  Sicherlich, man könnte Demonical nun vorwerfen, wenig innovativ zu Werke zu gehen. Aber hey, oldschool lässt sich nun einmal nicht neu erfinden! Wenn man sich dafür entscheidet, auf so hohem Niveau mit den Altvorderen des Genres zu konkurrieren, geht das völlig in Ordnung. Es gewinnt der Fan, nämlich ein bärenstarkes Album. Applaus, bitte.


Cover und Umfang (8/10):

- Stimmungsvolles, düsteres Cover
- Großes Angebot für Sammler: Ltd. Digipack mit Kreator Cover („World Beyond“) und Neuaufnahme von „Burned Alive“ oder Ltd. LP nur mit dem Cover, für jeden was dabei.
- Spielzeit etwas mau, ohne die beiden Bonustracks nur 36 Minuten, mit auch nur 42.

Abwechslung (7,5/10):

- An sich ein guter Mix aus Groove, Hochgeschwindigkeit und tragenden Stücken, ein etwas düstererer Song hätte es aber doch gerne sein dürfen.

Sound (10/10):

- So muss Death Metal der alten Schule klingen! Schreibt es euch hinter die Ohren: So und nicht anders!

Gesamtpunkte: 8,5/10


Released: 20.09.2013
Label: Cyclone Empire
Stil: Swedisch Death Metal 

Weitere Informationen

  • Band: Demonical
  • Album Titel: Darkness Unbound
  • Erscheinungsdatum: 20.09.2013
  • Fazit: Sicherlich, man könnte Demonical nun vorwerfen, wenig innovativ zu Werke zu gehen. Aber hey, oldschool lässt sich nun einmal nicht neu erfinden! Wenn man sich dafür entscheidet, auf so hohem Niveau mit den Altvorderen des Genres zu konkurrieren, geht das völlig in Ordnung. Es gewinnt der Fan, nämlich ein bärenstarkes Album. Applaus, bitte.
Gelesen 2358 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 10 Oktober 2013 21:31

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