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Mittwoch, 14 Dezember 2011 19:02

Christmas Metal Festival 2011 Lichtenfels

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Immer wieder schießen neue Festivals aus dem Boden, aber keines hatte jemals solch ein Mörderbilling!! Das Christmas Metal Meeting wurde 2009 das erste mal in der veranstaltet und hatte damals noch ein deutlich zahmeres, wenn auch damals schon sehr beachtenswertes Bandaufgebot.

Jetzt im Jahre 2011 fährt mann nahezu alle großen Geschütze des Metal auf und Veranstaltet das Event sogar an zwei Locations. Man hat sich mittlerweile zum größten Indoor-Metal-Festival Deutschlands gemausert und kann uns so nun 4 Tage lang (je Location 2 Tage) Vorweihnachts-Geknüppel vom Allerfeinsten bieten!

Für uns ging es mit Lizzy Borden eher zahm Los, als wir am düsteren und sehr kalten Freitag mit ein wenig Verspätung eintrafen. Die etwa um 30 Minuten nach hinten verschobene Running Order kam uns da nur grade recht, und so war es Phil und mir noch vergönnt die Haudegen von Destruction zu genießen. Im Anschluss krachte mit Anvil wieder eine schöne Portion altes Eisen durch die Boxen. Einen eher enttäuschenden Eindruck hinterließen die Nachfolgenden Thrasher von Exodus. Das sonst so gewohnt aggressive und wutgeladene Auftreten von Sänger Rob Dukes fehlte komplett. Als hätte man ihm morgens zusammen mit dem USA-Bermuda-Shorts auch die Hassgefühle auf die Menschheit genommen. Sonst aber musikalisch einwandfrei, da kann man nicht meckern.

Im Zuge der kommenden "Thrashfest Classic"-Tour wurden wie von den darauf folgenden, und sehr starken Sepultura, übrigens auch nur Oldschool-Tracks performt!

Gegen Ende des ersten Abends wurde es dann mit Lordi, Saxon und HammerFall musikalisch wieder ein wenig leichter und traditioneller. Lordi präsentierten in ihren aufwändigen Kostümen wieder eine sehr effektreiche Show mit etlichen Pyro-Effekten der Extraklasse, Saxon performten gewohnt mächtig und zeigten beeindruckend dass auch ihre neusten Werke absolute Livehits sind und HammerFall rundete die Nacht mit eingängigen Songs zum Mitträllern perfekt ab. Hut ab. So muss ein Wochenende beginnen!

Das Aufwachen nach einer ziemlich kalten Nacht aus dem mehr oder weniger angenehmen Schlaf im Auto fiehl auch nicht so schwer aus, wie erwartet... Und war für uns eine Frage der Ehre, um die heimischen Stuttgarter Tod-Rocker von Debauchery nicht zu verpassen! Unglaublich wie voll die Halle "morgens" schon bei Debauchery war. Nach dem blutigen Auftritt leerte sich die Halle schnell und war erst gegen später bei den schon relativ großen Bands wieder SO voll. Wow! Die nächsten Schläge holten wir uns erst wieder bei Vader ab, die auch wieder durchweg überzeugen konnten und Ich mit ihrer sympathischen Art und ihrer gnadenlosen Musik einfach jedem nahelegen möchte. Auch Gorgoroth traten souverän auf, wurden aber von den Langschiffen der darauffolgenden Unleashed absolut chancenlos versenkt. Der Auftritt war wirklich Weltklasse und stach auch den sehr guten Six Feet Under Auftritt mit Leichtigkeit aus. Das zweischneidige Schwert von Immortal... von vielen verhöhnt, aber uns gefällt ihre lockere Art und das gesamte lässige Auftreten. Wieder ein grundsolider Gig, an dem sich aber schon heftig abzeichnete, dass die Menge eher gespannt auf die absolut rare Show von Venom wartet. Uns geht es nicht viel anderst. Immortal zogen nach toller Performance ab und die Menge wartete gespannt auf die mittlerweile ziemlich betagten Jungs von Venom. Es ging um Alles oder Nichts. Entweder sie sprengen den Laden und überzeugen ab der ersten Sekunde, oder es wird ein verheerend mieser Auftritt... so weit zumindest mein Gefühl. In der mittlerweile wirklich gut gefüllten Stadthalle Lichtenfels gehen die Lichter aus und Venom erklimmen die Bühne. Nach den ersten wenigen Momenten macht sich bei mir allgemeine Erleichterung und ein riesiges Gefühl der Euphorie breit. Die ins alter gekommenen Herren legten eine mordsmäßige Show hin. Das absolute Highlight des Festivals und unter Garantie einer der genialsten Auftrite diesen Jahres und meines bisherigen Lebens. Leider gefühlt viel zu kurz :D Ein bombastischer Abschluss für ein monströses Festival. Bleibt zu hoffen, dass Venom auf Tour geht! Pflichttermin!!

Anbei gibts noch zu sagen, dass die Preise für Verpflegung im Rahmen waren, wenn auch nicht unbedingt günstig. Der sound allerdings war durch die Bahn beispielhaft und die ganzen Angestellten, sei es nun Securities oder die Zuständigen für die Garderobe, waren sehr nett. Parkmöglichkeiten und Anreise ist auch in Ordnung und wenn man mal entspannen wollte, konnte man auch auf der Tribüne sitzend bei dem ein oder anderen Bierchen die Bands genießen.

Auf jeden Fall eine klare Empfehlung von Phil und mir fürs Christmas Metal Festival in Lichtenfels. See you next time!

Gelesen 2602 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 08 Februar 2012 17:51


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