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Montag, 10 Dezember 2012 21:40

Tag 2: PARTY.SAN Open Air 2012 - 09. - 11.08.2012

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Alle Jahre wieder, heißt es, wenn das PARTY SAN OPEN AIR zum fröhlichen Feiern lädt. Nun schon zum zweiten Mal in Schlotheim. Auch 2012 konnte man wieder Allerhand erleben.

  Freitag, 10. August 2012

Bisher vom Wettergott gesegnet, blieben wir bisher vom Regen verschont. Es war weder zu heiß noch zu kalt. Der Wind hielt sich auch in Grenzen (dieser wurde nach dem Umzug nach Schlotheim sehr kritisiert). Alles in Allem schienen die Besucher endlich auf dem neuen Gelände angekommen zu sein. Auch organisatorisch habe ich mich zumindest sehr wohl gefühlt. Die Jungs und Mädels vom Party.San Team waren immer da wenn es Fragen gab. Nun aber wieder zur Musik. Im Gegenzug zum Donnerstag wurden am Freitag beide Bühnen bespielt, leider mit Überschneidungen, was zum Teil sehr ärgerlich ist.


Den zweiten Festival Tag eröffneten Malignant Tumour. Unsere lustigen Nachbarn aus der Tschechei waren trotz der frühen Stunde zum Feiern aufgelegt. Heavy Metal mit Crust Einflüssen war wohl genau das Richtige für die Besucher des Open-Airs. Überraschend viel war vor der Bühne los. Auch soundtechnisch konnte man die Qualität des ersten Tages halten. Songs wie „Earthshaker“ ernteten schon die ersten Gesangschöre. Anders als die Tschechen kommen Assaulter daher. Bei einer Spielzeit von nur 30 Minuten und einer Anreise aus Australien, war es nur verständlich, dass die Jungs auf der Bühne ordentlich Gas gegeben haben. 


Nach einer kurzen Kaffeepause, durfte es mit Gospel of the Horns weitergehen. Eingedeckt mit dem ersten Tequila Sunrise meines Lebens (Danke ans Brutz und Brakel Team für den Getränketipp), habe ich mich als Venomliebhaberin vor der Bühne eingefunden. Man bekam was man erwartete und zwar geballten diabolischen Thrash Metal. Was schon auf Platte geil war, kommt Live einfach nur stärker rüber, gemessen nicht nur an den durchweg positiven Besuchermeinungen. Nach diesem Brett, durften nun Entrails auf die Bühne. Mitunter ein Grund warum ich wieder meine Liebe zum Death Metal entdeckt habe. Auf Platte erinnern die Jungs sehr an Entombed, weshalb ich mich ursprünglich nie weiter mit dieser Band beschäftigt habe. Aber was der Zuschauerschaft geboten wurde, war Oldschool Death par excellence.


Meistens kommt es anders als man denkt, da will man sich mit Wasser für General Surgery eindecken, und bleibt dann ganz ungeplant bei Vivus Humare bei der Tentstage hängen. Ob das die bessere Entscheidung war, sei dahin gestellt. Nicht ganz innovativer Black Metal wurde zusätzlich durch grottigen Sound völlig zerstört. Schade eigentlich, denn ich finde dennoch dass in dieser Band durch aus Potential steckt. Da half nur irgendwann die Flucht Richtung Open Air Bühne und noch etwas abmoshen zu den Grindcore klängen von General Surgery. Da war der Sound und die Stimmung doch deutlich besser als im Zelt.


Hilft alles nichts, denn meine Favoriten sollten ja am Freitag alle im Zelt spielen. Somit wieder zurück und die Haare öffnen für Chapel of Disease. Death Metal gaaaaaaaaanz alter Zeiten, man erinnert sich an Morgoth und Asphyx. Leider nur knapp 25 Minuten Spielzeit - Jungs ihr hättet den ganzen Abend weiter machen können und mit dieser Meinung bin ich nicht alleine. Verschnaufpause gibt es an diesem Abend im Zelt nicht. December Flower waren mir vorher kein Begriff, aber der Name machte mich neugierig. Belohnt wurden die Anwesenden mit Melodic Black/Death. Bedauern musste man es nicht, die Tentstage der Bühne vorzuziehen, vor allem weil der Sound sich von Band zu Band steigerte. Obscure Infinity mussten gleich mit zwei heftigen Überschneidungen ankämpfen (Dark Fortress und Immolation) weshalb sich nur wenige Zuhörer vor der Bühne einfanden. Schade eigentlich, denn die fünf Jungs aus dem Westerwald legten ein ganz schönes Brett vor. Und feierten mit den Fans harten Death Metal.


Dass ich mir einmal ganz bewusst eine Band mit heftigsten Doom Einschlag anschauen werden hätte ich bis dato auch nicht gedacht, aber man ist nie zu alt um eines Besseren belehrt zu werden. Ghost Brigade, stellten wohl das Kontrastprogramm des Tages dar und sind zugegeben nicht ganz einfach in eine Kategorie einzuteilen. Meister der Atmosphäre und mit ausgezeichnetem Sound im Rücken, mauserte sich die Band aus Finnland zu einem Tagesfavorit, was nicht nur an der überragenden Setlist lag (u.a. „Into the black light“).


Mit einer ziemlichen Verspätung erreichten auch Nile das Party.San, was sich durch ein gehetztes durchpreschen der Songs leider etwas auf den Auftritt ausgewirkt hatte. Ein Trost war aber der durchaus fette Death Metal Sound, welcher von tausenden Fans vor der Bühne gefeiert wurde. Ja mir ist es klar, dass nicht zu unrecht so viele Immortal Fans existieren. Daher wollte ich die Chance beim Schopfe packen und die angeblichen Black Metal Götter einmal Live erleben. Nach einer ewigen Umbauphase, verlor sich meine Neugierde und ich habe mich von Abbath und seiner Crew mit mittelmäßigem Sound berieseln lassen. Für mein Empfinden einfach ein bisschen zu viel des guten Black Metal Klischees.

Hier gehts zum ersten Tag

Hier gehts zum dritten Tag

Weitere Informationen

  • Wann: 10. August 2012
  • Wo: Schlotheim
Gelesen 1884 mal Letzte Änderung am Sonntag, 06 Januar 2013 22:52


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