Wir schreiben das Jahr 2007, meine Anfänge im Metal liegen wenige Jahre zurück, mein Fokus liegt zu dieser Zeit auf Folk und Viking Metal, genauer gesagt auf Korpiklaani und Ensiferum. Die finnische Szene in diesem Genre ist sehr reichhaltig besetzt. Und rein zufällig stolpere ich über Northland, die seit gerade einmal drei Jahren versuchen, die spanische Metal-Schiene durchzuputzen...

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Das Setting: die 1890er. Verregnetes England. Black Metal würde man sicherlich nicht in diese Zeit verfrachten, wenn man an das ideale Setting der extremen Musiksparte denkt – anders bei A Forest Of Stars, diesem berüchtigten Konglomerat exzentrischer und ambitionierter Musiker, die sich als Vertreter einer prunkvollen, aber auch von Gegensätzen durchfressenen Epoche in der Vergangenheit Englands präsentieren. Ihre lyrischen Exzesse zelebrieren sie zwischen Opium- und Absinth-Konsum, satanischen Riten, Séancen und okkult-finsterer Stimmung. All das, wie bei einem Bastard der literarischen Werke Edgar Allan Poes und Oscar Wildes, nur eben mit erfrischenden Legierungen aus harten Instrumentenwänden, ungestümem Temporeichtum und traditionell gehaltvollem Folk-Glanz unterlegt. Dass die Dame und die Herren gerade weg gesprochen nicht mehr alle Tassen im Schrank haben, machen ja schon alleine die Beinamen der Einzelnen im Mitgliederindex „Katheryne, Queen of the Ghosts“ oder „The Resurrectionist deutlich. Die Avantgarde-Favoriten und verschrobenen Ladies & Gentlemen vom gediegenen und dekadenten Sternenwald-Club rafften sich dieser Tage ein weiteres Mal zusammen, ihre verschrobenen Köpfe ineinander zu stecken und ein neues Tonwerk zu schmieden, das ihren einzigartigen Sound auf ein neues Level treibt. Was soll man sagen zum Stil der merkwürdigen Briten-Bruderschaft aus dem viktorianischen Zeitalter? Werfen wir zunächst mal einen näheren Blick auf die neue Platte der kauzigen Wunderkinder, die mit ihrem so unvergleichlichen „puzzling“-Sound in der Szene ohnegleichen sind.

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Sonntag, 01 Februar 2015 12:01

Urfaust - Apparitions [EP]

Urfaust sind schon ein merkwürdiger und vielgesichtiger Parasit in der Metal-Szene. Was 2003 als Dark Ambient-Projekt begann, avancierte irgendwann zu einem gediegenen, avantgardistischen Gewand einer Neofolk-Ästhetik, in den punktuierten Extrema der Musik gar mit Black Metal- und Doom Metal-Auswüchsen. Wenn man aber einen zusammenkittenden Faktor in der gesamten Diskographie des Duos aus den Niederlanden benennen möchte, so ist es wohl ihr Hang zur Kreation tiefschwarzer, elend-bitterer Trauerlandschaften und drückender Atmosphäre. Das letzte richtige Studioalbum liegt mit „Der freiwillige Bettler“ bereits fünf Jahre zurück, untätig war man aber keineswegs, wenn man an all die VÖs denkt, die es verstreut immer wieder gab: ein Live-Album, Compilations, EPs, Splits mit The Ruins of Beverast und sogar dem abgebrühten King Dude. Anfang März stand die brandneue EP „Apparitions“ der Herren an: und, oh, ich sehe schon die Kerzen in den dunklen Kammern derer brennen, die die Musik Urfausts als satanischen Ritual-OST oder für ihre okkulten Messen nutzen. Denn eine genaue Analyse des vorliegenden Tonträgers zeigt: wenn die beiden Musiker diese EP nicht für diesen Anlass geschmiedet haben, wofür bitte dann? Eine Reise ins Unbewusste. Ein Nachtflug für die Seele.

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Mittwoch, 22 März 2017 18:27

Nyx - Home

Ein Frauen-Duo im Black Metal ist selbst heutzutage nicht oft anzutreffen – umso erfreulicher, dass Nyx genau so ein Projekt sind. Auch wenn die Musik wohl am ehesten im Black Metal anzusiedeln ist, wird ein offener Geist für andere Genres empfohlen. Nyx nehmen uns mit ihrem danach benannten Album mit auf die Reise ins innere „Home“.

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Die Musik für sich sprechen lassen - das australische Black Metal-Duo Mesarthim hat sich das vorgenommen. Die beiden Musiker hinter dem Projekt nennen sich in den Booklets der Alben schlicht „.“ und „.“. Viel lässt sich also nicht über die sagen, die dem Projekt Mesarthim 2015 Leben einhauchten. Eines ist aber deutlich: Die beiden sind äußerst fleißig. Seit der Gründung erblickten mittlerweile zwei Alben, eine Single sowie vier EPs die Lautsprecher der Welt.

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Samstag, 13 August 2016 13:43

Tesa - Ghost

„G-H-O-S-T“, das 3. Album der Rigaer Sludge/Post-Metal Formation Tesa besticht durch eine durchdringende, lavaartige Strömung in den Kompositionen. Der Wechsel von Tempo, energiegeladenen Riffs und einer atmosphärischen Dichtigkeit zeigt deutlich die Weiterentwicklung des Trios aus Lettland…doch von vorne.

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Samstag, 16 Juli 2016 23:30

Arkuum - Trostlos

Ein-Man-Bands im atmosphärischen Post-Black-Metal gibt es mittlerweile in Hülle und Fülle,nur das wenigste davon kommt aber über eine durchschnittliche Qualität hinaus. ARKUUM sticht da problemlos aus der Masse heraus, das Debütalbum „Trostlos“ zeigt tolle Ansätze und liefert gute Musik.

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Samstag, 11 Juni 2016 12:45

Gut Absorber – Gore Rock

Kommen wir zur Besprechung des neuesten Debauchery-Albums...waaaaas? Die Scheibe ist gar nicht von Debauchery? Auch nicht von Six Feet Under? Sicher nicht? Ganz sicher nicht - Obwohl die beiden Bremer für mich extrem viel Debauchery, Six Feet Under und andere vergleichbare Bands durch ihre Adern pumpen.

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Mittwoch, 08 Juni 2016 20:28

Ekstasis - Wirklichkeitsraster

Deutschsprachiger Black Metal hat häufig das Potenzial, den Hörer angenehm zu überraschen. Ob Ekstasis diesen Erwartungen gerecht werden, gilt es zu erkunden.

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Donnerstag, 19 Mai 2016 16:45

Supreme Carnage - Sentenced By The Cross

Blutbad auf höchstem Niveau –  ich vermute, die Übersetzung ist aber entweder falsch, oder untertrieben. Hier gibt es jedenfalls erstklassigen Death Metal aus dem Münsterland mit dem Titel „Sentenced By The Cross“. Grundsätzlich sollte man sich hin und wieder mal vornehmen, über den Tellerrand zu blicken.

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