Montag, 24 August 2020 17:17

Black Beast – Nocturnal Bloodlust

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Finnisch geprägter Black Metal gehört mittlerweile zu einer meiner Lieblingsausprägungen der düsteren Musikkünste. Denn die Riffvielfalt und Erhabenheit ist kaum irgendwo anders so deutlich zu erkennen wie bei den Gruppierungen aus dem hohen Norden. Auch Black Beast schlagen mit ihrem Debütalbum “Nocturnal Bloodlust“ in diese Nische ein und sorgen dabei für einiges Aufsehen in der Szene. Ob sie auch auf unserem Seziertisch einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben lest ihr in der folgenden Vinyl-Review.

Mit einer geballten Ladung in der Schießbude und enorm spielfreudiger Gitarrenarbeit, starten wir in das Werk mit dem passendem Name “Prelude“ das außerordentlich schöne Solopassagen mit eindeutigem Heavy-Anteil in sich trägt.

Danach kommt der schwarze Todesexpress richtig in Fahrt und entfaltet mit “Black Seremony“ sein volles Potential. Dieses erinnert dabei teilweise an die aus dem Nachbarland Schweden stammenden Watain, kann aber durchaus auch eigene Akzente setzen. Ein eindrucksvoller Start, den die Finnen da aufs Parkett legen.

Riding On Wings Of Death“ schippt noch ein paar Kohlen in die prall gefüllte Maschinerie und Black Beast nimmt immer mehr Fahrt auf. Die Spielgewalt ist wirklich immens und macht tierisch Spaß, vielleicht auch wegen dem leichten Darkthrone -ibe, den man teilweise verspüren kann. Im Anschluss kommt mit “Your Cold Grave“ dann die letzte Nummer der A-Seite. Schnörkellos, auf den Punkt gebrachte Schwarze Kunst von höchster Qualität. Und das schon auf dem ersten Langspieler. Von Black Beast kann man glaube ich noch großes erwarten, aber zunächst mal wird erst mal die Vorfreude auf die B-Seite befriedigt.

Denn hier starten wir mit “Wounds Of Leviathan“ direkt in das nächste Riffgewitter. Viel tempogeladener, simpler aber doch sehr effektiver Black-Metal mit der nötigen Portion an melodischen Riffelementen. So kann man einfach nur gewinnen. Weiter geht’s mit “Unholy One“und zum ersten mal wird Quasi eine Notbremsung eingeleitet und ein gemächlicher Start leitet in den Song ein. Mit etwas thrashlastigeren Riffs in schon fast doomigem Gewand wird hier hantiert und dabei auch verspielte Gitarrensoli geschickt in Szene gesetzt, bevor dann der absolute Highspeed Wahnsinn über uns hereinbricht. Der Übergang in das höhere Tempo ist absolut gigantisch und leitet den anschließenden Titeltrack “Nocturnal Bloodlust“ ein, der dann wieder zu bewährter Keule greift und sich seinen Weg durch die Reihen bahnt.

Mit “Fist Of The Devil“ und “Symbol Of The Devil“ können Black Beast zum Abschluss noch einmal unter Beweis stellen, dass sie mit ihrem Debüt wirklich einen Volltreffer gelandet haben und unterstreichen das Gesamtwerk mit einem echten, schwarzmetallischen Feuerwerk.

Ein klares Ausrufezeichen am finnischen Nachthimmel und der Beginn einer Karriere die sich wirklich zu Verfolgen lohnt. Für alle Liebhaber von Black Metal Klassikern der nördlichen Gebiete rate ich auf jeden Fall beide Ohren zu spitzen und den Klängen von Black Beast zu folgen. Da ist eine echte Perle entstanden!



Trackliste:

A1. Prelude

A2. Black Seremony

A3. Riding On Wings Of Death

A4. Your Cold Grave

B1. Wounds Of Leviathan

B2. Unholy One

B3. Nocturnal Bloodlust

B4. Fist Of The Devil

B5. Symbol For My Devotion



Bewertung:

9 von 10 Punkten

Weitere Informationen

  • Band: Black Beast
  • Album Titel: Nocturnal Bloodlust
  • Erscheinungsdatum: 08.11.2019
  • Fazit: Ein klares Ausrufezeichen am finnischen Nachthimmel und der Beginn einer Karriere die sich wirklich zu Verfolgen lohnt. Für alle Liebhaber von Black Metal Klassikern der nördlichen Gebiete rate ich auf jeden Fall beide Ohren zu spitzen und den Klängen von Black Beast zu folgen. Da ist eine echte Perle entstanden!
Gelesen 812 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 26 August 2020 11:53

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