Montag, 10 Dezember 2018 12:51

Science Of Disorder - Private Hell

geschrieben von Steff
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Science of Disorder hatten mit dem tragischen Tod ihres Sängers Chris eine bittere Pille zu schlucken. Jahre später haben sich die Schweizer frische Verstärkung ans Mikro geholt. Was mit dem Album "Private Hell" so alles auf euch zukommt, könnt ihr den folgenden Zeilen selbst entnehmen.

Schon den Stil von Science of Disorder auf eine kurze, griffige Formel zu bringen fällt eher schwer, denn auf ihrem aktuellen Full-Length-Album "Private Hell" wird quasi die ganze Klaviatur des aktuell populären, modernen Metal gekonnt heruntergerasselt. Einen gehörigen Anteil daran hat das Organ des neuen Sängers Jérôme Thomas, der sich durch vielseitige Gesangsparts und Shouts auszeichnet. Einigendes Element ist der gesanglich recht pathetisch geratene Ausdruck, der sich in das musikalische Gesamtbild jedoch einfügt.

Instrumental betrachtet wird alles in allem professionell fabrizierte Hausmannskost geboten, die nicht überrascht, aber auch nicht enttäuscht. Meist irisierend zwischen melodischem Death- und Doom-Metal sowie Metalcore mit Sinn für Grooves, vermögen es Science of Disorder den Zuhörer über die Dauer des Albums hinweg zu fesseln. Der modern geratene, dabei aber nicht zu klinische Sound der Scheibe tut dazu sein Übriges. Lediglich die Piano-Version des Openers "Carrions" am Ende empfinde in letzter Konsequenz als überflüssig, wenngleich als grundsätzlich gelungen.

Wirklich nicht schlecht. Und doch, es wirkt alles bei genauerem Hinhören ein wenig zusammengewürfelt aus allerlei bekannten Elementen ohne allzu viele Höhepunkte, so, als hätten zu viele Köche mitgemischt. Eventuell mag man das auf die neuerliche Findungsphase zurückführen können. Mir zumindest geht ein wenig der rote Faden ab, eine spürbare bzw. hörbare Vision muss sich hier wohl erst noch entwickeln. Bis dahin jedoch ist die Zeit mit "Private Hell" auf jeden Fall gut zu überbrücken!

Trackliste:

01. Carrions

02. Kingdom Comes

03. Lava Girl

04. Patient 18

05. Choke

06. Light Bearer

07. Half a Life

08. Sickness

09. Mine

10. Private Hell

11. Carrions (piano version)

 

Bewertung:

7 von 10 Punkten

Weitere Informationen

  • Band: Science Of Disorder
  • Album Titel: Private Hell
  • Erscheinungsdatum: 25.05.2018
  • Fazit: Wirklich nicht schlecht. Und doch, es wirkt alles bei genauerem Hinhören ein wenig zusammengewürfelt aus allerlei bekannten Elementen ohne allzu viele Höhepunkte, so, als hätten zu viele Köche mitgemischt. Eventuell mag man das auf die neuerliche Findungsphase zurückführen können. Mir zumindest geht ein wenig der rote Faden ab, eine spürbare bzw. hörbare Vision muss sich hier wohl erst noch entwickeln. Bis dahin jedoch ist die Zeit mit "Private Hell" auf jeden Fall gut zu überbrücken!
Gelesen 210 mal Letzte Änderung am Montag, 10 Dezember 2018 13:02

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