Donnerstag, 12 November 2015 09:09

Split - Verendetes Licht - Widuz + Forstyrre + As Light Becomes Shadow

geschrieben von Ghostwriter
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(2 Stimmen)

Drei Bands, dreimal Black Metal von Wolfmond Productions (die bekannterweise im Ambient und DSBM Bereich unterwegs sind)- Man darf gespannt sein! Widuz sind bzw. ist mir kein Unbekannter, hatte ich doch schon 2013 die Ehre den Sänger des Soloprojektes persönlich kennenzulernen und sein Werk „MCMIV“ mit 8,5 Punkten in die Welt zu schieben.

Viel geändert hat sich nicht, was ich auf jeden Fall begrüße und Draugur hat sich wiedermal ausgetobt. Das Intro „End Of All Days“, kündigt die zwei Epen „Horns Of Widuz“ und „Hyperborean Lights“ mit über 7ben und über 8cht Minuten an und entwickelt sich erstmal sehr langsam mit verträumten Melodien. Diese könnte man wohl schon fast in die Schublade BM-Space Opera schieben, wäre da nicht nach einer Weile der etwas härtere Einschlag der die richtige Würze ins Gericht bringt. Dass auch Double Bass, Screams, Growls und harte Gitarrenwälle beherrscht werden, wird unter Beweis gestellt und so entsteht ein insgesamt sehr rundes und auf jeden Fall etwas gereifteres Produkt das auf den nächsten Output gespannt sein lässt!

8,0 von 10 Punkten

 

Wie auf jeder guten Split braucht es natürlich auch einen „Ausfall“ und ich überlege gerade ob das Wort „Totalausfall“ gerechtfertigt ist. Forstyrres Intro „Ausgerückt“ ist im Grund ein simpel und uninspiriert geklimpertes Keyboard Stück, das ein 7ben Jähriger besser zusammengenagelt hätte. „Das Warten auf den Krieg“ tut körperlich weh – Und das meine ich wortwörtlich. Ich weiß nicht welche Effekte die Jungs da angewandt haben, aber das Geschrammel zusammen mit dem Gegrunze des Sängers Død der ab der Mitte nur noch vor sich hinrülpst (oder ein halbtotes Schwein totprügelt) ist tatsächlich unhörbar – Und glaubt mir, ich hab in dem Genre schon eine Menge gehört... „Guillotine“ ist der einzige halbwegs dezente Song der Truppe, der zwar kein echtes Talent (Was sollen denn Bitte die Riffs sagen? Dass ihr ne Gitarre hoch und runter spielen könnt?“) zeigt, aber trotzdem wenigstens keine Schmerzen verursacht. „Stumpf“ als letzter Track hingegen ist wohl der Versuch der Versöhnung, aber auch hier handelt es sich um ein Keyboard-Instrumentalstück der Marke „Pausenclown“ - einfach auf den Knöpfen bleiben und das ganze als tiefgründig verkaufen – funktioniert nur leider nicht wirklich. Einem unbewanderten Metalhead könnte man das vielleicht als besonders Dark verkaufen, ich vergebe aber genau 1 Mitleidspunkt. Setzen, 6, nochmal von vorn!

1,0 von 10 Punkten

 

Zur Versöhnung wurde jetzt „As Light Becomes Shadow aus dem Saarland“ ans Ruder gelassen und ist mit „Home Of The Brave, „I Am The Night“ Und „Snow“ vertreten. ALBS liefert sehr melodische bzw. melancholische Tracks und ist schon mehr mein Geschmack. Besonders erstgenannter Song hat es mir angetan. Abwechslungsreiches und kreatives Riffing, von Sänger Golzarath und mit Keyboard unterstützt, hat der Song viel Platz für Gitarrenarbeit die nicht von brachialen Klangwänden übertüncht werden und einige überraschende Wendungen (sphärisch düsteres Gitarreneffektsolo hier, Knüppelriffing da etc.) und unterstreicht den sphärisch-düsteren Auftrag von As Light Becomes Shadow. Dass die härtere Schiene auch bedient werden kann, zeigt „Snow“ eindrucksvoll und mit dem vollen Overload an klassischen BM-Elementen wird hier der passende Ausklang zur Split „Verendetes Licht“ gegeben.

8,5 von 10 Punkten

 

Trackliste:

Widuz

Horns Of Widuz

End Of All Days

Hyperborean Lights

 

Forstyrre

Ausgerückt

Das Warten Auf den Krieg

Guillotine

Stumpf

 

As Light Becomes Shadow

I Am The Night

Home Of the Brave

Snow


Weitere Informationen

  • Band: Widuz + Forstyrre + As Light Becomes Shadow
  • Album Titel: Verendetes Licht Split
  • Erscheinungsdatum: 13.02.2015
  • Fazit: Verendetes Licht ist ein schöner Querschnitt von hart bis zart und zeigt, wie man es von noch recht jungen Bands erwarten kann, Licht und Schatten. Ich persönlich hab mich gut unterhalten gefühlt und empfehle ein Reinhören – Wer weiß wo die Bands in 10 Jahren sind?
Gelesen 2473 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 12 November 2015 09:19

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