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Montag, 05 März 2012 18:08

Absorb - Dealing with Pain

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Dass aus dem schönen Franken nicht nur gutes Bier kommt, beweist unsere Undergrounded Band Absorb. Seit 1989 präsentieren die fünf Jungs aus Erlangen schon feinsten oldschool Death Metal. Wer Livegigs mit Metal Größen wie Cannibal Corpse, Pestilence und Sodom (nur um einige zu nennen) auf dem Kerbholz hat, braucht sich nicht zu verstecken.Deshalb möchte ich euch die aktuelle Scheibe „Dealing with Pain“ vorstellen.

Als Opener haben wir gleich zu Anfang den Titel Track „Dealing with Pain“. Man hat ja keine Zeit zu verlieren. Wieso denn auch, wenn eine Band oldschool Death Metal verspricht bekommt man diesen hier auch. Drückende Gitarren und ein blastendes Schlagzeug leiten einen ins Geschehen ein. Der Gesang, mag mir persönlich, schon von Anfang an zu Gefallen, denn ich möchte noch ein wenig vom Text mitbekommen. Gegen Ende haben bekommt man noch ein kurzes Gitarrensolo um die Ohren, dass etwas den vertrauten Death Metal-Trott durchbricht.


„Last Regain“ so heisst das zweite „Schlachtschiff“. Und Hallodri, es geht einfach knüppel hart weiter. Hier sehe ich schon die schönsten Moshpits vor meinem inneren Auge. Halt Stopp – Schon wieder so ein Gitarrensolo? Es kommt ziemlich überraschend, so als ob man den Höhepunkt heraus zögern will. Aber definitiv Geschmackssache. Wer den Groove im Death Metal nicht missen will, findet in „Hang“ ein wahres Goldstück. Thrashige Beats laden zum fröhlichen Kopfnicken ein. Hier wird auch das kurze Gitarrensolo super integriert. Der Gesang könnte aber bei diesem Song noch sauberer abgestimmt sein. Bei „The Call“ hört man endlich raus woher die Jungs ihre Einflüsse herhaben. Da wird sich gekonnt an Ikonen wie Death orientiert, ohne dabei einfallslos zu wirken. Vor allem durch die schönen Wechsel zwischen Growls und Gekreisch. An diesem Song sie besonders hervor gehoben das endlich richtig geil eingesetzte Gitarrensolo zwischen Heavy Metal und Doom.


Mit „Awfull Cry“ ist dem Hörer alles andere als zum heulen zumute. Er ist zwar der kürzeste Track der Platte, kommt aber ganz groß daher. Und mein persönlicher Favorit der Platte – Pure Death Metal. Weiter im Programm mit „Anticipate Cure“. Hier wird’s dumpf und düster. Aber im positiven Sinne. Kontrolliere Aggression – hier haben sich Absorb wirklich gut aufeinander abgestimmt. Dass der Bass auf dieser Platte etwas in mehr als gewohnt in der Vordergrund tritt, ist mehr als nur das Tüpfelchen auf dem i! Die Halbzeit haben wir also so langsam geschafft und wir sind bei „Bite Down Hard“ gelandet. Hier wird wieder gehörig mit Thrash-Einflüssen um sich geworfen. Aber Death- und Thrash Metal passen wie Arsch auf Eimer. Auch wenn man hier nicht durchschreddert, hat man einen weiteren Song gezaubert, an dem man kaum etwas auszusetzen hat.


„None of the Above“ führt bei mir schon zu einer erhöhten Aktivität der Nackenmuskulatur. Und meine Hände machen sich zum Luftgitarre spielen bereit. Erfrischende Blastbeats mit gewohnter brachialer Härte. Bei so viel Kreativität, geht diese mir langsam aus. Denn auch „Out of Control“ ist mit Höhen und Tiefen wieder ein solider Metal Song. Gratulation an Absorb, dass sogar mir, der alten Schnattertante, die Lobgesänge ausgehen. Mal schauen was als nächstes auf mich wartet. Wenn ein Lied „Inhuman Aim“ heisst, verwundert mich der leichte DeathDeath Grind Anflug in keiner weise. Der Bass grunzt schon fast untermalend mit, während die restlichen Instrumente sich einen abgrooven. Bestreiten wir nun das Finale „Seperable Twins“. Dieser fällt schon sehr episch aus. Und ich komme wieder aufs Solo zu sprechen, dass eigentlich direkt von einer Depressive Rock Platte stammen könnte. Es hört sich super an, aber mag mir einfach nicht zum Rest der Platte passen.


„Dealing with Pain“ ist eigentlich dass was man von einer Death Metal Underground Band nicht erwartet. Nämlich harter oldschool Death Metal, der sich gekonnt, eigenständig und innovativ vom ganzen anderen Einheitsbrei unterscheidet. Absorb mögen gewöhnunsgbedürftig sein, und ist etwas für Liebhaber, aber sie bringen eines zurück in die deutsche Metal Szene – Oldschool!


Tracklist:

1. Dealing with Pain
2. Last Regain
3. Hang
4. The Call
5. Awful Cry
6. Anticipate Cure
7. Bite down Hard
8. None of the Above
10. Inhuman Aim
11. Seperable Twins


Bewertung:

Cover und Umfang (6/10)
- Klassisches Death Metal Artwork
- 33 Minuten Spielzeit sind ok, manche Songs könnten gerne länger sein

Abwechslung (8/10)
- Durchaus abwechslungsreich mit Wiedererkennungswert!

Sound (7/10):
- Der Gesang könnte hier und da etwas besser abgemischt sein
- An wenigen Stellen fehlt es an Harmonie


Gesamtpunktzahl:
7/10

Weitere Informationen

  • Band: Absorb
  • Album Titel: Dealing with Pain
  • Erscheinungsdatum: November 2010
  • Fazit: „Dealing with Pain“ ist eigentlich dass was man von einer Death Metal Underground Band nicht erwartet. Nämlich harter oldschool Death Metal, der sich gekonnt, eigenständig und innovativ vom ganzen anderen Einheitsbrei unterscheidet. Absorb mögen gewöhnunsgbedürftig sein, und ist etwas für Liebhaber, aber sie bringen eines zurück in die deutsche Metal Szene – Oldschool!
Gelesen 2528 mal Letzte Änderung am Montag, 10 Dezember 2012 19:42

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