Dienstag, 01 Juli 2014 13:24

Life Crime - Ordinary Madness Excess

geschrieben von MIG
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Die Jungs aus Graz in Österreich mit Ihrer Band LIFE CRIME kann man nur lieben oder hassen- ein „vielleicht“ lassen sie mit ihrer Mischung aus Hardcore, Punk und Grindcore nicht zu. Die Scheibe ist von der Aufnahmequalität eher im Bunker-Stil gehalten, so dass die Leistung der einzelnen Musiker nicht wirklich bewertet werden kann.

Aber will man das als Hörer bei einer Band, die sich in knapp 25 Minuten mit Vollgas durch 14 Songs prügelt, keift und chaos-schrammelt überhaupt? Dass die Band weit vom kommerziellen Standard der Musikindustrie entfernt ist, macht das Album für geübte Ohren des Genres sicherlich trotzdem willkommen. Der Shouter(?), Keifer (?), die Frontsau Peter halt, gibt Gas, als ob es kein Morgen mehr gibt. Mir kommen Bilder eines versifften Proberaums am Wochenende in den Sinn, nach einer miesen Arbeitswoche, mit viel Bier und Frust im Bauch. Da wird dann der ganze Stress rausgelassen und heraus kommt der dreckige, rohe Erstling der Band: „Ordinary Madness Excess“.


Neben wenigen, einzelnen Passagen zum Grooven (und Track 14) findet der geneigte Hörer Geballer, Schnelligkeit und Gitarrenspiel am oberen Limit. Kontrolliertes Chaos inbegriffen. Sollten die Jungs an Ihren Songstrukturen ein wenig arbeiten und einen Song entwickeln, der auch länger im Ohr bleibt, könnte die Band für das geneigte Grindcore-Publikum ein Tipp sein. Live wäre es sicherlich eine Freude, die Grazer Jungs abgehen zu sehen.


Anspieltipps:

Track 8 „Not in the Now“ - Schnelligkeit und Grindcore, direkt auf die Zwölf- mehr geht genretypisch nicht

Track 14 „Black Room“ - dreckiger Stoner-Rock, gemischt mit Doompassagen


Tracklist:

01. White Light Blue Light
02. Human Contact
03. Trouble Sticks
04. Worship Machine
05. Drone
06. Interzone
07. Blockhead
08. Not In The Now
09. Burnout Nostalgia
10. Object 81
11. Underachiever
12.
Manifesto
13. Runtime Failure
14. Black Room

Bewertung:

7 von 10 Punkten

Weitere Informationen

  • Band: Life Crime
  • Album Titel: Ordinary Madness Excess
  • Erscheinungsdatum: 25.04.2014
  • Fazit: Rohes Hardcore/Grind/Punk Geprügel mit Potential, aber leider in lautsprecherquälender Aufnahmequalität. Sollten die Jungs an Ihren Songstrukturen ein wenig arbeiten und einen Song entwickeln, der auch länger im Ohr bleibt, könnte die Band ein Konzert-Tipp sein. Live wäre es sicherlich eine Freude, die Grazer Jungs abgehen zu sehen.
Gelesen 3054 mal Letzte Änderung am Dienstag, 01 Juli 2014 13:34

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