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Montag, 19 Mai 2014 18:29

Masters of Disguise - Back with a Vengeance

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Back with a Vengeance Back with a Vengeance Masters of Disguise

Masters of Disguise sind ein Quintett das aus ehemaligen Live-Musikern der achtziger US-Speed Metal-Ikonen „Savage Grace“ besteht. Passend dazu ist der Name der Band auch der Titel des Debut-Albums vorgenannter Ikonen. Verstärkt durch Sänger Alexx Stahl liefern sie uns hier ihre Debut-Scheibe „Back with a Vengeance“ ab. Da sämtliche Mitglieder aus Deutschland stammen, darf man gespannt sein ob das Album vielleicht doch etwas mehr nach einheimischem Power Metal als nach US-Speed Metal klingt. Legen wir also los.

 Nach einem zweiminütigen, instrumentalen Intro, welches die Stimmung für das Album sehr gut aufbaut, wird gleich mal ordentlich aufs Gaspedal getreten und es wird klar, die Jungs wollen keine Gefangenen machen. Schon nach den ersten zwei Songs wird klar, hierbei handelt es sich zwar um eine neue Band, aber das alle Beteiligten schon über einige Erfahrung verfügen. Sämtliche Musiker bewegen sich hier auf absolutem Spitzenniveau. Das Songwriting ist mehr als überzeugend und auch der Sound der Produktion passt wie die Faust aufs Auge. Die Songs bewegen sich alle zwischen gehobenem Midtempo und Speed/Power Metal-Raserei. Die musikalischen Ähnlichkeiten mit den Vorbildern „Savage Grace“ sind offensichtlich. Sogar Alexx Stahl's Vocals haben eine deutliche Ähnlichkeit zu Mike Smith, der „Masters of Disguise“ eingesungen hatte. Neben „Savage Grace“, von denen mit 'Scepters of Deceit', es auch eine Cover-Version auf das Album geschafft hat, dürften auch Agent Steel hier und da einen gewissen Einfluss gehabt haben. Besonders auffällig in den Strophen von 'Into the unknown'. Aber, das ist wohl der Herkunft der Musiker zu schulden, hört man hier und da auch immer wieder die späten achtziger/frühen neunziger der deutschen Speed/Power Metal-Szene hervortreten. „Running Wild“ zu „Death or Glory“-Zeiten beispielsweise. Das liegt vor allem am Sound der mich stark an meine persönlichen „Teutonen-Stahl“-Helden, „Iron Savior“ erinnert.

 

Musikalisch kann man hier alle Beteiligten wirklich nur loben. Neudi am Schlagzeug und Mario Lang am Bass sorgen dafür, dass trotz aller Geschwindigkeit alles schön im Rahmen bleibt. Roger Dequis und Kalli Goldsmith, von den Darmstädter Thrashern Abandoned, liefern an ihren Gitarren großartige, Orwurmauslösende Riffs und Solos en masse ab und Alexx Stahl macht einen überragenden Job mit seiner Stimme.

 

Ich muss sagen, seit „Iron Savior“ hat sich keine Speed/Power Metal-Band, die nicht aus den achtzigern stammt, so schnell in meinen Gehörgängen festgebissen. Jeder der mit obengenannten Bands und im allgemeinen was mit Speed oder Power Metal etwas anfangen kann, kann hier unbesorgt zugreifen. Aber auch alle die eher im klassischen Heavy Metal unterwegs sind oder ihren Thrash Metal à la „Heathen“ oder „Forbidden“ gern etwas melodiöser haben, sollten hier mal ein Ohr riskieren.

 

Tracklist:

 Back with a Vengeance

Never Surrender

The Omen

For Now and all Time

Scepters of Deceit

Alliance

Sons of the Doomed

Liar

Into the Unknown

The Templars' Gold

 

Bewertung: 9/10

Weitere Informationen

  • Band: Masters of Disguise
  • Album Titel: Back with a Vengeance
  • Erscheinungsdatum: 15.11.2013
  • Fazit: Großartiges Speed Metal-Album im Stile der 80/90er-Helden, mit leichtem „Teutonen-Stahl“-Touch.
Gelesen 2238 mal Letzte Änderung am Montag, 19 Mai 2014 18:39

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