Sonntag, 26 Januar 2014 05:41

Pandorium - The Human Art Of Depression

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Pandorium - The Human Art Of Depression Pandorium - The Human Art Of Depression Pandorium

Aus Westfalen rollt ein neues Debüt aus der Richtung Progressive- / Thrash-Metal an und hinterlässt nicht wirklich Depressionen und Leid. Progressiv? Ja! Aber doch mit der vollen Härte des Thrash-Metal walzen die vier Jungs sich ihren Weg durch den unübersichtlichen Underground.

Viele denken bei dem Begriff "Progressive" direkt an verweichtlichen Pussy-Metal in dem viel über Schmerz, Leid und das große Auabubu des Lebens auf getragenen, langsamen Riffs geschrien wird.

Ich muss ehrlich behaupten, dass es mir beim lesen des Album-Titels "The Human Art of Depression" ähnlich ging.

Ein Blick auf die Playlist zeigt, dass die insgesammt 9 Songs des Albums in 3 Acts unterteilt sind und somit eine Art Geschichte anmuten lassen. Mein Interesse steigt, doch fragte ich mich mich wie man eine anständige Geschichte in 9 Songs unterbringen kann? Die Antwort gab mir prompt mein Player, als er mir offenbarte, dass keines der Presswerke unter 6 Minuten läuft! Fuck!

So machte ich mich auf einen langen Abend gefasst, machte es mir mit einem schönen Tee (Bier) und einer Pfeife (Kippe) auf meinem Ohrensessel (ausgefranzte Power-Couch) gemütlich und betätigte die Play-Taste...

"Mankind Has Failed" aus Act I: Global Demise.

Langsam und mit tragenden Gitarrenriffs beginnt die Scheibe sich zu drehen und ich werde von schönen Solis überrascht, die mich näher an die Boxen treiben. Doch nach knapp einer Minute des ruhigen Zuhörens werde ich mit voller Kraft zurück gepresst und von einem Thrashigen Gewalt-Marsch niedergestampft, der die goldene Flüssigkeit in meiner Dose auf und ab-schwappen lässt und ich fresse fast den Kippenstummel, der bis dahin noch gelangweilt in meinem Mundwinkel hing. Vorbei mit der Ruhe! Der Ofen hat ordentlich Feuer bekommen und stößt die Kraft mit voller Wucht aus den wuppernden Boxen. Hin und wieder wird das feiste Geballer von feinen und absolut stimmigen Rythmus-Gitarrensoli unterbrochen.

Die rauchig-dreckige Stimme von Sänger Fadil, der zusammen mit Gitarrist Marvin die Saiten der kreischenden und doch auch in manchen Parts melodischen Soli hervorbringen in Kombination mit dem stampfenden Bass von Schlotti und den harten Drums von Jannik bilden eine pure Wand aus hartem Thrash-Metal mit gut eingearbeiteten Progressive-Parts.

Auch die weiteren Songs, die sich unter Act II – A Matter Of The Single Constituent und Act III – The Ray Of Hope staffeln erzählen eine gradiose Geschichte.

Hier hat definitiv der Thrash das Sagen und die Progressive-Parts gliedern sich ohne Probleme mit in das Gesammtwerk und geben eine sehr interessante und hörenswerte Kombination, die man sich auf jeden Fall angehört haben sollte!

Definitiv eine noch junge Stimme, die sich langsam aus der Masse erhebt und von denen man sicher noch mehr hören wird in Zukunft.

 

Tracklist:

Act 1: Global Demise
01. Mankind Has Failed
02. Desert Eagle
03. From Entirety To Individual

Act 2: A Matter Of The Single Constituent
04. Sanity’s Infirmity
05. When Darkness Falls
06. Striving For Self-Confidence

Act 3: The Ray Of Hope?
09. Restrain And Sustain

Besetzung:

Fadil (Guitar & Vocals)
Marvin (Guitar)
Schlotti (Bass)
Jannik (Drums)

Bewertung:

10/10

 

Weitere Informationen

  • Band: Pandorium
  • Album Titel: The Human Art Of Depression
  • Erscheinungsdatum: 2013
  • Fazit: Definitiv ein Kauftipp und für ein Debüt-Album absolut klasse! Ich habe noch nie ein Erstwerk von solcher Qualität vernommen und gebe das auch gerne hier und jetzt zu. So, Pandorium! 10 Points! Und wehe ihr lasst nach in eurem Bestreben!
Gelesen 1864 mal Letzte Änderung am Sonntag, 26 Januar 2014 05:52

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