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Sonntag, 05 Januar 2014 18:21

Ragestorm - The thin line between Hope and Ruin

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The thin line between Hope and Ruin The thin line between Hope and Ruin Ragestorm

Aus Italien kommt heute das Full-Length-Debut „The thin line between Hope and Ruin“ der Band Ragestorm zu uns. Immer wenn ich eine europäische Band mit dem Wort „Storm“ im Bandnamen sehe, erwarte ich instinktiv ein Power Metal Album zu hören. Doch weit gefehlt. Hier wird einem (Melodic) Death Metal mit Thrash- und Core-Elementen geboten.

 Nach einem kurzen Intro, das mit dem Sound einer startenden Kettensäge unterlegt wird (stilsicher oder klischeehaft? Das muss jeder für sich selbst wissen.), legen die fünf Südeuropäer auch gleich ordentlich los und Schwingen die Speedkeule, bevor 'The Meatgrinder Theory' in ein grooviges Midtempo verfällt. Auch der zweite Song 'Debt Ritual' funktioniert nach dem gleichen Schema. Doch schon im dritten Song, mit dem flüssig von der Zunge gehenden Titel 'Polysilicotetrapropyvinylfluorethalene', wird das Rezept aufgebrochen und der Song wirkt, nicht nur wegen des Titels, als eine Verbeugung vor den großartigen Carcass. Was einem recht schnell auffällt ist das hier eine technisch kompetente Band unterwegs ist. Vor allem die Solos und Leads der beiden Gitarristen, Tele und Rufio, die sehr stark im 80er Bay-Area-Thrash verwurzelt sind ein Highlight und rechtfertigen fast schon im Alleingang das man sich das Album zu Gemüte führt. Aber auch die Rhythmusfraktion bestehend aus Bonny am Schlagzeug und Kolla am Bass weiß zu überzeugen. Markes Vocals sind das einzige kleine Manko der Band. Ihm fehlt etwas die Variabilität in der Stimme. Die metalcoreartigen Shouts die sich mit Death Metal Growls abwechseln sind solide, er weiß was er macht und wie weit er gehen kann. Aber für meinen Geschmack könnten hier und da etwas mehr Abwechslung das teilweise sehr gute Songmaterial noch einen Tick voran bringen.

 

Apropos Songmaterial. Das Album wird in der zweiten Hälfte deutlich besser, vor allem ab dem Titeltrack und nach dem fragwürdigen 'Interlude' in dem eine Rede über die Probleme der Welt mit elektronischer Musikuntermalung, für die wohl die gefeatureten „The Boylerz“ zur Verantwortung zu ziehen sind. Die Songs der ersten Hälfte, abgesehen von dem Zungenbrecher, sind sich doch recht ähnlich in Struktur und Riffing. Es fällt schwer da wirklich einen Song zu unterscheiden. Genau diese Schwächen werden in den letzten vier Songs komplett abgeschafft.

 

Abschließend bleibt zu sagen, wenn die erste Hälfte etwas stärker ausgefallen wäre und die Vocals sich noch etwas weiterentwickeln, und man in Zukunft auf „Interludes“ verzichtet, kann man leicht noch ein oder sogar zwei Punkte mehr geben. Fans von schwedischem Melodich Death Metal oder auch modernerem Thrash Metal oder Metalcore sollten hier auf jeden Fall mal reinhören.

 

Tracklist:

 The Meatgrinder Theory

 Debt Ritual

 Polysilicotetrapropyvinylfluorethalene

 Moloch

 Idiocracy

 Acid Tears

 Interlude_Harl Seldon's Speech (feat. The Boylerz)

 The thin line between Hope and Ruin

 Soldiers of a lost war

 New World Disorder

 Reaching the impossible

 

Bewertung:

7/10


Weitere Informationen

  • Band: Ragestorm
  • Album Titel: The thin line between Hope and Ruin
  • Erscheinungsdatum: 15.09.2013
  • Fazit: (Melodic) Death/Thrash-Debutplatte mit Potenzial und starker zweiter Hälfte.
Gelesen 1784 mal Letzte Änderung am Montag, 06 Januar 2014 15:10

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