Sonntag, 13 Oktober 2013 13:26

11.10.2013 Metal Breakdown Over Rodenbach I + Odium + Fueled + Contrast

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11.10.2013 Metal Breakdown Over Rodenbach I + Odium + Fueled + Contrast Metal Breakdown Over Rodenbach

Ganz Deutschland ist besetzt von Poppern und Posern. Ganz Deutschland? Nein. Einige Widerstandsnester aufrichtiger Metaller bestehen. Mit dem kleinen Örtchen Rodenbach bei Hanau in Hessen bereichert ein neuer Ort die Metallandkarte. Mike Hanke, Wirt des Restaurants „Zum Pfannenstiel“ in der Rodenbachhalle in Rodenbach hatte zum ersten Mal zu einem Konzert in „seine“ Halle geladen.

Unter dem Motto „Metalbreakdown Over Rodenbach“ hatte er die hessische Thrash-Institution Odium eingeladen, die ihre Freunde von Contrast mitbrachten. Und weil drei Bands besser als zwei sind, komplettierte die Metaller-Tribute-Cover Band Fueled den fröhlichen Reigen.

 

Der Konzertbeginn war für 20.00 Uhr vorgesehen, sollte sich aber bis kurz vor 21.00 verzögern. So hatten sich auch um 20.00 Uhr auch nur etwa 25 Metalheads im Foyer der Rodenbachhalle eingefunden. Dort lief mir auch gleich ein gut gelaunter Ralf, seines Zeichens Sänger von „Odium“ über den Weg. Da sich im Foyer auch die direkt die Verpflegungstation befindet, war die Stimmung gelassen. Eine nette kleine Stadthalle, entweder sehr neu oder erst vor kurzem renoviert, von der Autobahn A45 in 5 Minuten zu erreichen mit guten Parkmöglichkeiten. Die Halle selbst fasst bei voller Auslastung 200 bis 300 Leute.

 

Um kurz vor neun eröffneten "Contrast" aus Gelnhausen den Konzertabend. Der erste Auftritt nach Besetzungswechseln an Bass und Gitarre. Leider hatten bislang nur wenige Fans den Weg in die Halle gefunden, was die 5 Jungs jedoch nicht davon abhielt, die schwierige Aufgabe als Opener zu erfüllen. Der Sänger wurde nicht müde, das Publikum anzuheizen. Kam sogar selber von der Bühne und motivierte einige aus der stets päsenten Hinten-mit-einem-Bier-stehen- und-mit-dem-Kopf-nicken-Fraktion nach vorne an die Bühne zu kommen. Die Initiative zeigte Wirkung, so dass sogar eine kleine Wall of Death durchgeführt werden konnte. Trotz der Besetzungswechsel klang das Set von Contrast tight und stimmig. Was auf Ihrem Longplayer „Charybdis“ eher als Melodic Death Metal mit vielen Anleihen aus dem atmosphärischen Black Metal rüberkommt, erschien live doch dem Black Metal näher. Ich fühlte mich an Gigs von „Der Weg einer Freiheit erinnert“. Nach etwa 40 Minuten übergab Contrast an die fünf Mannen von „Fueled“.

 

Die Band bietet mit ihren stark tätowierten Frontern schon eine beeindruckende Optik. Die fünf Kerls dürften – vorsichtig geschätzt – etwa im selben Alter wie Hetfield und Co sein, aber von wegen alte Herren! Zwar kann man mit den Gassenhauern von Metallica stimmungtechnisch wenig falsch machen, man muss die Songs aber auch spielen können. Und das kann „Fueled“. Schon bei den ersten Riffs füllte sich die Halle merklich. Die Band brachte zunächst einige Old School Stücke zu Gehör, um sich dann auf wirkliche Hits einzuschießen. Spätestens bei „Master of Puppets“ war die Halle am bangen. „Enter Sandman“ und „Sad but True“ ließen keine Wünsche offen. Absolutes Highlight war „One“. Hier wurde einmal mehr die hervorragende Gitarrenarbeit von Gitarrist Seppel deutlich. Mit „Seek and Destroy“ verabschiedeten sich „Fueled“.

 

Zeit für „Odium“. Auch dieser Fünferpack zeigte sich von Anfang an extrem spielfreudig. Eigentlich befindet sich die Band gerade zusammen mit „Crusher“ auf ihrer „Crushing Violence“-Tour, aber quasi als Tourpause eine neue Metal-Location einweihen geht immer. Schon mit dem Opener „Used to be me“ war die Marschrichtung klar. Die mittlerweile etwa 70 bis 80 anwesenden Fans gingen sofort gut mit. Vor der Bühne hat sich ebenfalls eine Schar versammelt, die den Auftritt der Band ordentlich feiert. Stetig wurden Bierkrüge und –Flaschen auf die Bühne gereicht, welche Sänger Ralf lachend entgegen nahm und nach einigen Schlucken zurück reichte. Die Ansagepausen zwischen den Songs wurden allerdings kurz gehalten, denn die Band wollte dem Publikum weiterhin ordentlich Thrash servieren. Mit „Abyss“, „Beast by Society“ und „Beautiful Violence“ gelang dies ausgezeichnet. Ralf tobte über die Bühne, verließ diese sogar einmal kurz, um einen Song im Publikum zu zelebrieren. Bewegungsfreudig zeigte sich auch Bassistin Beli Smaka, so dass die Energie der Songs auf der Bühne sichtbar wurde. Man merkt der Band die in der recht langen Bandgeschichte gewonnene Bühnenerfahrung an, der Auftritt wirkte professionell, aber nicht routiniert /langweilig. Die Band freute sich, an diesem Abend in Rodenbach spielen zu können und das Publikum dankte es ihnen.

 

Alles in Allem eine gelungene Auftaktveranstaltung für „Metalbreakdown Over Rodenbach“. Wenn die Qualität der Bands bei zukünftigen Veranstaltungen weiterhin so hoch ist und die Veranstaltung bekannter wird, sollte die verdammte Halle vollzukriegen sein!


Weitere Informationen

  • Band(s): Odium + Contrast + Fueled
  • Wann: 11.10.2013
  • Wo: Rodenbachhalle 63517 Rodenbach
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