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Mittwoch, 27 März 2013 20:18

Imperium Dekadenz - Meadows of Nostalgia Vinyl Review

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Es wird mal wieder Zeit für eine Vinyl Review. Und zwar werde ich heute die neue Scheibe von Imperium Dekadenz probehören. Das Album kommt auf 250 Stück limitiertem Schwarzen Doppel-Vinyl und macht schon beim ersten Blick einiges her.

 

Denn das Coverartwork von “Meadow of Nostalgia“ begeistert mich total. Ich habe schon lange nicht mehr so ein eindrucksvolles und passendes Design gesehen, wie bei diesem Album! Großes Kompliment an den Künstler, der diese Werke geschaffen hat.

 

Leider verblasst die anfängliche Euphorie wieder, wenn man sich den restlichen Umfang der limitierten Doppel-Vinyl anschaut. Ganz klar muss ich sagen, wenn man schon auf 2 LPs geht, sollte man auch im Stande sein, eine Gatefold Hülle mitzuliefern. Denn die 2 Scheiben einfach aufeinander in eine Einfachhülle zu packen sehe ich eigentlich als echt schlechte Lösung an. Der nächste Mangel ist dass kein Lyricsheet oder ähnliches mitenthalten ist, was ich sehr schade finde, da ich mich gerne mal dazu hinreisen lasse, in den Texten zu stöbern, oder mich in den Credits über die Künstler zu informieren.

 

Jetzt zum musikalischen Teil; Nach einem Akkustikintro, dass behutsam in die Atmosphäre einführen soll, in der man sich fortan bewegen wird, kann man mit Brigobannis schon ungefähr die Richtung erahnen, in die die Reise gehen wird. Düstere, aber doch gleichzeitig melodiereiche Riffstrukturen im Midtempobereich, gemächlich, schleppend, growelende Gesangelemente. Ohne weiteren Schnickschnack und trotzdem sehr episch! Ein Stil, mit dem sich sowohl alteingesessene Szenegänger, wie auch Frischfleisch durchaus schnell anfreunden können! Stiltechnisch könnte man die Strukturen wohl am ehesten mit Angantyr vergleichen, wobei dass auch nur die Richtung und nicht das Ziel sein soll. Horaz und Vespasian, dass Duo hinter dem Bandnamen entfalten ihre dunkle Kunst auf hohem Niveau und so können auch die nachvolgenden Songs auf Seite B “Aue der Nostalgie“ und “Ave Danuvi“ voll punkten. Ersteres greift etwas mehr ins Pulverfass und scheppert sich über 10 Minuten lang seinen Weg frei, während Zweiteres einen eher romantischen Touch abbekommen hat und etwas ruhiger zur Sache geht.

 

Auf Scheibe 2 entführt auf der C Seite ein Instrumentalzwischenspiel den Zuhörer in die düster Welt von Imperium Dekadenz und läd buchstäblich zum Träumen ein. Bevor dann der ein oder Andere vor lauter ruhiger klänge doch dem sanften Schlaf entrinnen kann, schlägt mit “Aura Silvae“ wieder eine Sternstunde des Albums. Mächtig und erhaben, aber doch ein wenig melancholisch gehalten zählt dieser Song zu meinen persönlichen Highlights der Platte. Auch die Vocals klingen hier verdammt mächtig und begeistern mich immer wieder, wenn ich den Song höre. Klar mögen nun manche sagen, dass eigentlich nichts Neues auf “Meadows of Nostalgia“ zu finden ist, aber muss eine Band, die anscheinend ihren Stil gefunden hat, das Rad immer wieder neu erfinden? Zumindest die choralen Elemente In “Der Unweg“ können auch innovative Akzente setzen, ganz zu Schweigen vom einwandfreien Soundkleid, dass Christoph Brandes diesem Werk verschafft hat. Abschließend bleibt noch die D Seite mit den 2 Songs “Striga“ und “Tränen des Bacchus“, die noch einmal eindrucksvoll die Stärken von Imperium Dekadenz aufzeigen und das Gesamtwerk zufrieden stellend Abrunden!

 

Wunderschön kann man bei den 2 Schwarzwald Metallern Horaz und Vespasian beobachten, wie sie ihr Handwerk bei Imperium Dekadenz perfektioniert haben und mit dem 4. Studioalbum “Meadows of Nostalgia“ ein sehr starkes Werk abgeliefert haben. Wer schon länger in Kontakt mit ihrer Musik war, und diese zu Schätzen weiß, wird auf jeden Fall begeistert sein!

 

Tracklist:

 

01. Durch das Tor...
02. Brigobannis
03. Aue der Nostalgie
04.
Ave Danuvi
05. Memoria
06. Aura Silvae
07. Der Unweg
08.
Striga
09. Tränen des Bacchus

 

Bewertung:

Cover und Umfang (8,5/10):


- Geniales Artwork, dass bei mir Heimatgefühle weckt!

- limitiert auf 250 Auflagen ist diese LP Fassung ein echtes Sammlerstück.

- Leider keine Gatefold Hülle und auch kein Lyricsheet vorhanden

- 9 Tracks mit über 56 min.!!! Gigantisch

Abwechslung (8,5/10):


- Gitarrenriffs klingen erhaben und düster

- Ruhige Intros und Melodienreichtum auch innerhalb der Songs.

- Gesang klingt noch besser und fieser wie auf den Vorgängeralben!

Sound (9/10):

- Bockstarkes Soundkonstrukt mit viel Liebe zum Detail

- Instrumente und Gesang sehr gut aufeinander Abgestimmt

Gesamtpunktzahl:
9/10

Release: 15.März 2013

Label: Seasons of Mist

Genre: Black Metal

 

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