Warnung

JUser: :_load: Fehler beim Laden des Benutzers mit der ID: 65

Dienstag, 28 Januar 2014 20:12

Hangatyr - Elemente

geschrieben von
Artikel bewerten
(11 Stimmen)

Heute gibt’s von mir mal wieder ein Review von Black Metal aus Thüringen, der noch eine Prise pagane Einflüsse in sich trägt. Hangatyr präsentieren ihr zweites Album “Elemente“. 4 Jahre nach dem Debut hatte die Scheibe ordentlich Zeit heranzureifen, ob sich das Warten gelohnt hat kann man in folgenden Zeilen erfahren.

 

Nach dem besinnlichen Intro namens “Élemente“ starten wir auch schon in schwarzmetallische Gefilde mit dem Track „Die Sprache der Zwölf“. Neben einem Akkustikgitarrenpart in der Mitte, glänzt das Stück durch brillantes Riffing und erfrischenden Tempowechseln. Und auch der nächste Song “Eisenwald“ fasziniert schwer durch gekonntes Gitarrenspiel. Zudem muss man auch sagen dass die Abmischung verdammt gelungen ist. Manchmal fast etwas zu gut, aber kein Grund zu meckern. “Zwischen den Ufern“ beginnt ruhig und schleppend, entwickelt sich aber doch zur Temponummer und kann durchaus Akzente setzen. Detailverliebtheit und trotzdem recht knackige Spielzeiten lassen die Songs nicht überschwänglich wirken und bringen sie dennoch auf den Punkt.


“Zersetzung“ hat wieder sehr eindrucksvolle melodiöse Riffs im Angebot, die einfach genial in die Songstruktur verbaut sind. Für mich auch definitiv einer der stärksten Songs des Albums. Mit viel Tempo geht’s ins nächste Stück namens “Grimmfrost“. Wieder spiegeln sich die Merkmale der Scheibe eindrucksvoll und auch bei den Folgestücken “Gelobt und gejagt“ und “Sie vergessen nicht“ kann man schön die ausgefeilten Songstrukturen genießen, mit denen das Werk gereift ist. Immer wieder kleine eingebaute Soloelemente und Riffeinschübe sorgen für erfrischende Leichtigkeit. Mit “Rückzug“ endet dann auch schon das Spektakel und man kann sagen, das Warten hat sich mehr als gelohnt


“Elemente“ ist ein wirklich sehr gelungenes Stück Schwarzmetall, dass mit ordentlicher Abmischung aufwartet, was für eine Eigenproduktion nicht selbstverständlich ist. Da haben Hangatyr wahrlich ganze Arbeit geleistet. Aber vor allem die grandiose Gitarrenarbeit möchte ich hier im Abschlussplädoyer noch mal deutlich hervorheben. Es war ein echter Schmaus sich dieses Werk näher zu Gemüte zu führen. Gerne mehr davon!!!


Tracklist:

  1. 01.Elemente
  2. 02.Die Sprache der Zwölf
  3. 03.Eisenwald
  4. 04.Zwischen den Ufern
  5. 05.Zersetzung
  6. 06.Grimmfrost
  7. 07.Gelobt und gejagt
  8. 08.Sie vergessen nicht
  9. 09.Rückzug


Bewertung:

Cover und Umfang (7.5/10):


- gezeichnetes Coverartwork Mit Logo und Titel… schlicht aber wirkungsvoll

- mit 9 Tracks und knapp 44Minuten Spielzeit bewegen sich im Durchschnitt


Abwechslung (9/10):

- Atmosphärische, melodiereiche Songs

- nahezu perfektes Riffing drängt zum Ohrgasmus

- Detailreiche Stücke die ausgereift wirken und auf den Punkt sitzen


Sound (8/10):

-          Für Eigenveröffentlichung erstaunlich gut abgemischt!


Gesamtpunktzahl:
8,5/10


Release: 25.Januar 2014

Label: Self Release

Genre: Black Metal 

Weitere Informationen

Gelesen 2400 mal Letzte Änderung am Dienstag, 28 Januar 2014 20:43