Dienstag, 26 November 2013 21:03

Dubiosis - Seinsvergessenheit

geschrieben von Ghostwriter
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Seinsvergessenheit Seinsvergessenheit Dubiosis

Irgendwie denke ich, wenn ich von Metal aus dem Osten Deutschlands denke, immer gleich an dunklen, brutalen und harten Black Metal. Dass von dort aber auch ordentlicher Melo-Death kommen kann, haben nicht zuletzt unsere Jungs von Path Of Destiny bewiesen. Die Melo-Deather von Dubiosis, schon seit einigen Jahren im Geschäft, haben letzten Monat genau so ein ordentliches Album Namens „Seinsvergessenheit“ herausgebraucht.

Es ist zugegeben schon verdammt schwierig geworden, mich auf dem Feld zu überraschen, da ja doch alles irgendwo schon mal da gewesen ist. Dennoch schafft es „Seinsvergessenheit“ auf seinen knapp 60 Minuten nicht wirklich langweilig zu werden auch wenn man permanent an andere Bands wie z.B. Amon Amarth (Tracks wie „Vergiftet“ und besonders „In deiner Seele“) oder At the Gates oder Dark Tranquility (allgemein im Riffing und Struktur) erinnert wird. Das schadet dem Album aber wie erwähnt nur wenig und gerade mit kleinen markanten Kniffen schaffen es die Thüringer dennoch das eine oder andere Alleinstellungsmerkmal zu kreieren. Ob ein kurzes ruhiges Intermezzo mit Klavier und Synthie bei „Das alte Monument“ oder den detailverliebten In- und Outros wie z.B. bei „Phobia“ oder „Im Wahnsinn der Rache“ (welches auch mit einem netten Akkustikpart aufwartet).


Auch wenn Dubiosis im Allgemeinen über die Jahre mit vielen Besetzungswechseln kämpfen musste, hört man der neuen Scheibe eine gewaltige Spielfreude und auch Versiertheit an. Sauber produziert und von Gitarre (gespielt von wohl einzig übriggebliebenen Gründungsmitglied Jörg Jungmann und Kollege Ricardo Block) über Bass (Florian Rahm) zu Drums (Frank Schmidt) bis hin zum Frontschreier (Marucs Westhäuser), hier leistet sich Dubiosis keine echten Patzer. Als Anspieltipp der Platte würde ich „Wenn der Tag keine Stunden kennt“ empfehlen, der vom gesamten Können einen Querschnitt liefern kann.

 

Auch wenn ich deutschen Death Metal eher skeptisch gegenüberstehe (Englisch ist aus meiner Sicht halt einfach phonetisch angenehmer) und wie erwähnt hier nichts neues gebastelt wird, macht man als Fan des Genres mit einer Anschaffung definitiv nichts falsch.

 

Tracklist:

01. Prolog
02. Vergiftet
03. Verfälschte Wirklichkeit
04. In deiner Seele
05. Im Wahnsinn der Rache
06. Wenn der Tag keine Stunden kennt
07. Seinsvergessenheit
08. Das alte Monument
09. Deine Maske
10. Kalte Tränen
11. Phobia

 

Bewertung:

7,5 von 10 Punkten


Weitere Informationen

  • Band: Dubiosis
  • Album Titel: Seinsvergessenheit
  • Erscheinungsdatum: 05.10.2013
  • Fazit: Auch wenn ich deutschen Death Metal eher skeptisch gegenüberstehe (Englisch ist aus meiner Sicht halt einfach phonetisch angenehmer) und wie erwähnt hier nichts neues gebastelt wird, macht man als Fan des Genres mit einer Anschaffung definitiv nichts falsch.
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Phobia (Official) Dubiosis