Die Sonne stand auch am zweiten Festivaltag der diesjährigen Ausgabe des Dark Troll früh am Himmel und die Temperaturen stiegen zügig auf weit über 25°C. Nach einem ausgiebigen (Bier-)Frühstück und dem Besuch bei den freundlichen und gut organisierten Helfern der Campingplätze ging es gegen 14 Uhr auf der Burg mit dem Programm weiter.

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Das Setting: die 1890er. Verregnetes England. Black Metal würde man sicherlich nicht in diese Zeit verfrachten, wenn man an das ideale Setting der extremen Musiksparte denkt – anders bei A Forest Of Stars, diesem berüchtigten Konglomerat exzentrischer und ambitionierter Musiker, die sich als Vertreter einer prunkvollen, aber auch von Gegensätzen durchfressenen Epoche in der Vergangenheit Englands präsentieren. Ihre lyrischen Exzesse zelebrieren sie zwischen Opium- und Absinth-Konsum, satanischen Riten, Séancen und okkult-finsterer Stimmung. All das, wie bei einem Bastard der literarischen Werke Edgar Allan Poes und Oscar Wildes, nur eben mit erfrischenden Legierungen aus harten Instrumentenwänden, ungestümem Temporeichtum und traditionell gehaltvollem Folk-Glanz unterlegt. Dass die Dame und die Herren gerade weg gesprochen nicht mehr alle Tassen im Schrank haben, machen ja schon alleine die Beinamen der Einzelnen im Mitgliederindex „Katheryne, Queen of the Ghosts“ oder „The Resurrectionist deutlich. Die Avantgarde-Favoriten und verschrobenen Ladies & Gentlemen vom gediegenen und dekadenten Sternenwald-Club rafften sich dieser Tage ein weiteres Mal zusammen, ihre verschrobenen Köpfe ineinander zu stecken und ein neues Tonwerk zu schmieden, das ihren einzigartigen Sound auf ein neues Level treibt. Was soll man sagen zum Stil der merkwürdigen Briten-Bruderschaft aus dem viktorianischen Zeitalter? Werfen wir zunächst mal einen näheren Blick auf die neue Platte der kauzigen Wunderkinder, die mit ihrem so unvergleichlichen „puzzling“-Sound in der Szene ohnegleichen sind.

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Montag, 14 November 2016 17:21

Thy Worshiper - Klechdy

Wie oft begegnet man Bands, die mit Genregrenzen spielen, als gebe es nichts Einfacheres? Bei denen der Begriff Kunst wirklich ernst gemeint ist und sich in der Liebe zum Detail widerspiegelt? THY WORSHIPER aus Polen sind ebensolch eine Band und laden mit „Klechdy“ zu einer Reise durch ihre eigene Interpretation von Musik ein.

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„Mogontiacum (wenn die Nacht herabgesunken)“ ist das neueste Album der Ausnahmeformation aus Rheinland-Pfalz und kombiniert geschickt Black Metal- Anteile mit ausufernden Instrumental- Passagen und wiederkehrenden Psychedelic- Elementen ohne im Ansatz auch nur etwas von dem aufzugeben, was man mit Nocte Obducta verbindet.

 

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Freitag, 18 Dezember 2015 13:16

Deluge - Æther

Ist Untrve Black Metal jetzt auch ein etabliertes Ding? Ein eigenes Genre, ein Aufbegehren gegen altbackene Strukturen mit dem Wunsch progressiv zu sein, oder einfach nur ein Protest gegen das Wort „Post“? Egal was die 5 Franzosen von Deluge uns damit sagen wollen – Æther ist ein starkes Debüt geworden und ein neuer Wurf den sich das Label „Les Acteurs de l'Ombre Productions“ auf das Kerbholz schnitzen kann.

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Dienstag, 15 Januar 2013 10:52

TimeMage - Black Invocation

Avantgarde ist ein vielseitiger Begriff und wird heutzutage zu oft für Bands verwendet, bei dem der Rezensent einfach zu faul ist, sich etwas Besseres zu überlegen. Doch TimeMage sind exakt das, nämlich schwer zu verstehen, also Avantgarde. Seit mittlerweile 20 Jahren frickeln sich die drei Musiker nun schon durch die Lande, um nun mit „Black Invocation“ ihr elftes(!) Album zu veröffentlichen.

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