Dienstag, 01 März 2016 15:04

Tankobot - Demo

geschrieben von Ghostwriter
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Demo Demo Tankobot

Irgendwie ist es immer wieder schön wenn man Debütalben oder Demos in den Player bekommt, die einem Hoffnung machen. Hoffnung, dass es auch in Zukunft Bands geben wird die es schaffen Oldschool-Sound zu produzieren um vielleicht irgendwann die großen Alten abzulösen.

Tankobot aus dem fernen Köln sind so eine Band und machen erstklassigen Thrash Metal der sich, mit Death Metal gewürzt, irgendwo zwischen Kreator, Destruction und Exodus bewegt – Und ich lehne mich dabei nicht weit arg weit aus dem Fenster indem ich auch qualitativ diese Parallelen ziehe. Zugegeben, auch an dieser Front ist der Markt momentan voll mit exzellenten Newcomern, sich etablierenden Bands wie Traitor oder gestandenen Recken wie Nuclear Warfare – aber die vier Kölner, über die es noch nicht allzu viel zu Erfahren gibt, schlagen mit geschärfter Axt in eine harte Bresche. Jo Fingergrinder screamt dass es eine wahre Freude ist und während einige Bands an einem fähigen Fronter scheitern, trifft der Kollege genau die Stimmlage, die nicht zu schwachbrüstig und auch nicht zu übersteuert rüberkommt - wie man es (leider) von manch anderen, meist jüngeren Thrashcombos kennt.


Die beiden Gitarristen Munkel und Potes beweisen sich, genreüblich, mal in treibenden Rhythmen, dann wieder in fast schon progressiv zu nennenden Soli, während das Drumspiel von Metin Chang sich durch die 5 Songs drückt, wie ein Bunkerknacker durch Stahlbeton. Gerade im Thrash ist es meiner Meinung nach ein „Muss“ den Drums genug Raum zu Bieten ohne aber allzu aufdringlich zu wirken, was hier mit Bravour gemeistert wurde. Melodisch wird es auf der Scheibe nur ganz selten, es regiert grundsätzlich die harte Schiene, nur aufgelockert durch besagte Soli, was für mich hauptsächlich der Grund ist, den Begriff Death-Thrash zumindest ein bis zweimal geschickt in den Text zu verflechten.


Gefangene werden auf der Demo also keine gemacht, auch wenn man dennoch den einen oder anderen Verhaspler wahrnehmen kann - in der gewalttätigen Gesamtdarbietung fallen diese trotzdem kaum weiter ins Gewicht. Mit einer Spielzeit von knapp 25 Minuten ist das Album insgesamt ein kurzer Ritt, bleibt aber durch die Bank weg interessant und es war die letzten Tage ein willkommener und von der Länge des Arbeitsweges genau passender Begleiter – Ich behalte diese Freaks definitiv im Auge und bin gespannt was man auf einer „Langrille“ zu leisten vermag!


Trackliste:

1.  Dying Season    

2.  Nightmare Bastard Child           

3.  Pain Fear Greed Hate    

4.  Dimensions of Dysfunction        

5.  Day of Fear


Bewertung:

8,5 von 10 Punkten


Weitere Informationen

  • Band: Tankobot
  • Album Titel: Demo
  • Erscheinungsdatum: 24.10.2016
  • Fazit: Ich behalte diese Freaks definitiv im Auge und bin gespannt was man auf einer „Langrille“ zu leisten vermag!
Gelesen 1916 mal Letzte Änderung am Dienstag, 01 März 2016 23:22

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Nightmare Bastard Child Tankobot