Dienstag, 09 Februar 2016 18:37

Ankh Amun - Abschied

geschrieben von Ghostwriter
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Abschied Abschied Ankh Amun

Sphinx, Maat, Nile, all das sind Metalbands die sich das alte Ägypten statt der nordischen Mythologie als Metalthema ausgesucht haben und produzieren schon seit Jahren wirklich brauchbares Material und sind teilweise über die Landesgrenzen hinweg bekannt. Ankh Amun aus Berlin sind relativ neu in dem Bereich und verbindet mit Ägypten...

naja... nix außer den Namen? Das Album „Abschied“ fällt mit seinen 5 Tracks und 20+ Minuten Länge relativ kompakt aus. Die fünf Berliner spielen eine Mischung aus Power- und Heavy-Metal mit einem Touch Prog und Rocksprenkeln. Dabei regieren gut durchdachte Gitarrenriffs, ausschweifende Soli und die alles übertönende Stimme von (Clear) Vocalist Andreas Martens der, wie auch einige der anderen Bandmember, schon einige Jahre in anderen Kombos (z.B. Majesty oder Stunx) unterwegs war.

 

Aber Klartext: Besagte Clean-Vocals muss man mögen, vor allem da es sich im Deutschen oftmals recht „eigentümlich“ anhört und so auch hier. Persönlich geht mir die Stimme von Martens innerhalb kürzester Zeit auf den Nerv („Krieger des Lichts“ ist hierbei die ultimative Probe und der Totalausfall des Albums) und die Lyrics retten hier leider auch nichts. Alles irgendwie Standard, alles irgendwie schon Mal (besser gehört) und so bleibt der Focus auf den Gitarren, die kompositorisch einiges Rausreißen. Man zeigt, dass man sich im Mid- und Uptempo Bereich sicher bewegt und den Songs ein eigenes Leben einhauchen kann, was im Powermetal auch schon schlimmer in die Hose gegangen ist. Eigentlich möchte ich, wenn ich Metal höre auch nicht lachen müssen, aber so zaubert mir das Musikvideo von „Metal Gott“eine unangenehme Fremdschäm-Gänsehaut auf den Rücken – Mehr Selbstbeweihräucherung können fast nur Manowar oder der „Schinkengott“ und man hofft, dass man sich hier nicht so ernst  genommen hat, wie es rüberkommt. Wer sich den Hammer geben mag, soll einfach mal die Musik ausschalten und irgendwas von den Schürzenjägern drunterlegen – Grusliger geht es kaum und ich habe euch gewarnt!


Sehr viel mehr gibt es kaum zu sagen, außer dass man nach dem dritten Mal hören keine Lust mehr hat und den Geschmack von Standardkost (natürlich auch nach der obilgatorischen Ballade „Traum Vom Sprung“) mit hochprozentigem aus den Ohren spülen will. Echte Tipps habe ich keine, außer das man es vielleicht wirklich mal mit Englisch versuchen sollte und den Drums mehr zutrauen sollte als simples Hintergrundmitgedödel. Ob ich Martens nochmal hören mag bleibt abzuwarten.

 

Trackliste:

01. Babylon
02. Abschied
03. Krieger des Lichts
04. Traum vom Sprung
05. Metal Gott

 

Bewertung:

4,5 von 10 Punkten


Weitere Informationen

  • Band: Ankh Amun
  • Album Titel: Abschied
  • Erscheinungsdatum: 06.11.2015
  • Fazit: Echte Tipps habe ich keine, außer das man es vielleicht wirklich mal mit Englisch versuchen sollte und den Drums mehr zutrauen sollte als simples Hintergrundmitgedödel. Ob ich Martens nochmal hören mag bleibt abzuwarten.
Gelesen 1420 mal Letzte Änderung am Dienstag, 09 Februar 2016 18:41

Medien

Metal Gott Ankh Amun