Samstag, 31 Oktober 2015 10:26

Unter dem Radar: Sabiendas (Old School Death Metal)

geschrieben von Ghostwriter
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Wenn sich fünf Death Metal-Fanatiker zusammen finden, dann kann dabei nur etwas Gewaltiges heraus kommen. So ist es auch bei Sabiendas! Vom Stil her als eine Mischung aus Schweden- und Florida-Death unterwegs, lässt sich der Fünfer aus Recklinghausen in keine Schublade stecken. Denn sie „...machen einfach nur Metal, direkt auf die Fresse"!

Gegründet wurde Sabiendas 2006 von Gitarristin Alexandra und man baute sich schnell durch Club-Konzerte im lokalen Underground eine starke Basis an Fans auf. Erst nach drei Jahren gab es mit der EP „Buried Alive" den ersten Tonträger, der dankbar von den Fans angenommen wurde. Durch ständige Besetzungswechsel wuchs Sabiendas nach und nach zu dem heran, was es heute ist und seit 2011 besteht nun ein festes und starkes Line-Up. 2013 gab es dann auch endlich das erste Album „Restored To Life", dem 2015 nun der zweite Logplayer „Column Of Skulls" folgt.


Am wichtigsten war und ist Sabiendas aber immer noch eins: live auf der Bühne zu stehen und für den Fans alles zu geben. Dabei bevorzugen sie den Underground, doch auch „große" Bühnen schrecken sie nicht ab und man war schon als Support von Dark Tranqulity, Insomnium oder Sodom unterwegs.


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Aktuelle Besetzung:

Jan – Vocals

Alexandra – Guitar

Christian - Guitar

F.T. - Bass

Toni – Drums


Diskographie:

2009 Buried Alive (EP)

2013 Restored To Life

2015 Column Of Skulls (erscheint am 06.11.2015)


Review zu „Restored To Life"


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Bret Hard Records steht einfach für Qualität. Nachdem mich schon Skum begeisterten, hat das Label mit Sabiendas gleich die nächste große Death Metal Hoffnung unter Vertrag. Diese haben ihre Qualität bereits auf ihrer EP „Buried Alive" angedeutet und legen nun mit ihrem ersten Full- Length Album „Restored To Life" nach.


Und es wird schon mit dem Opener "Necrophobia" nicht lange gefackelt. Der Hassbalken legt sofort los mit infernalischen Riffs, düsteren Growls und Doublebass und markiert so eindrucksvoll Sabiendas Revier. Auch im weiteren Verlauf des Albums geht man nur vom Gaspedal, um Spannung aufzubauen und um für Abwechslung zu sorgen. Egal ob „Prophets Of Blood", "Exhumination", oder das finale "Eternal Gloom", jeder Song ist eine Gewalt für sich und stellt eine technisch vertracktere Version von Cannibal Corpse und Immolation dar.


Besonders die Amerikaner von Cannibal Corpse haben es Sabiendas angetan und so growlt und screamt sich Sänger Jan in bester Corpsegrinder Manier durch die einzelnen Lieder und überzeugt dabei durch technische Perfektion. Auch die Instrumenten Fraktion kann sich hören lassen und bereichert die Songs durch filigrane und technisch anspruchsvolle Riffs, drückende Bass Lines und gewaltigem Drumming inklusive Blastbeats und Doublebass. Man merkt der Band ihre, nun knapp über sechs Jahre, Erfahrung an und so präsentieren sich die Recklinghausener als eingespielte Combo mit Spaß an der Musik. Dass das Death Metal Inferno bereits nach etwa 33 Minuten zu Ende ist, fällt dabei nicht ins Gewicht, da die präsentierte halbe Stunde mehr bietet, als etablierte Death Metal Bands auf zwei Alben versuchen.


Insgesamt liefern Sabiendas also ein beachtliches Debüt ab, das jeder Death Metal Fan anhören sollte. Einzig die Produktion könnte etwas druckvoller sein. Bret Hard Records entwickeln sich zu einer festen Label Größe und bei solchen Outputs, kann man ihnen nur alles Gute dabei wünschen. Weitermachen!

(Review von Samir für Undergrounded.de, geschrieben am 14.02.2013)


Tracklist:

1. Necrophobia

2. Blood Drenched Rack

3. Prophets Of Blood

4. Faces In The Dark

5. Exhumation

6. Cheating Death

7. Restored To Life

8. Retributionist

9. Eternal Gloom

Weitere Informationen

Gelesen 1914 mal Letzte Änderung am Montag, 02 November 2015 11:49

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Restored To Life - Sabiendas Thomas Berger