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Freitag, 20 Juli 2012 00:19

In Flammen Open Air 2012

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Das In Flammen Open Air lud nunmehr mittlerweile zum 6. Mal ins malerische Torgau ein um bei durchwachsenem Wetter wieder so richtig die Sau rauszulassen. Die Anreise wurde zum Ende hin noch etwas kniffelig, da leider keine Beschilederung aufgestellt war, aber da es glücklicherweise nicht allzu viele Möglichkeiten gab, fanden wir schlussendlich dann doch den Weg zum In Flammen. Mittlerweile dürfte es sich hier um eines der letzten Festivals handeln, dass zwischen Zelt- und Bühnenbereich keine Absperrung hat. Somit kann das mitgebrachte Dosenbier auch direkt vor der Bühne genossen werden.

Freitag ging’s dann Bandtechnisch schon ordentlich zur Sache. Als Opener spielten die leipziger Jungs von Prowler mächtig auf und bewiesen ordentlich Potential mit ihrem oldschooligen Heavy Metal, der stilmäßig an alte Songs von Judas Priest oder auch teilweise an die rockigen Hymnen von Kiss erinnert. Danach zeigten Harasai, dass auch im Melodic Death Metal viel Platz für Innovation vorhanden ist. Vor allem Sänger Martin Wittsieker hatte stimmlich viel Abwechslungsreiches zu bieten. Leider konnten die Jungs von Symphaty for the Devil nicht an das Niveau anknüpfen und kamen mit ihren hardcore lastigen Songs nicht so wirklich beim Publikum an. Dafür wurde es im Anschluss wieder Hochpotentiell, denn die münchner Thrash Institution Dust Bolt enterte die Bühne und zeigte, dass sie trotz der jungen Bandgeschichte durchaus schon Livequalitäten an den Tag legen und mehr als zu überzeugen wissen. Dann war erst mal Zeit für ein kleines Päuschen und bei dem ein oder anderen kühlen Blonden kam ich doch noch in den Genuss von den letzten Todesmetallklängen der Chilenen von Thornafire. Doch so richtig flashen konnten mich die Jungs irgendwie nicht. Dafür kam für mich der Höhepunkt des Tages gleich hinterher, denn Tauthr enterten die Bühne und konnten richtig überzeugen. Das, sagen wir mal, Nebenprojekt von den Mannen, die sich auch hinter Endstille verbergen, machten auf der Bühne ordentlich dampf und spielten Songs ihres ersten Full-Length Album “Life-losing“. Bei Decapitated hat leider am Anfang der Sound total versagt, denn sonst wäre auch der Auftritt der Polen absolut perfekt gewesen. Technical Death Metal auf hohem Niveau ist eben eine Kost, die schwer von der Zubereitung des Soundgewandes abhängt. Doch nach und nach wird auch hier nachgebessert und Decapitated können doch noch zeigen, was sie drauf haben. Ein leichtes Spiel an diesem Freitag haben die Lokalmatadoren von Dawn of Fate. Die Band des Organisators ist einfach mittlerweile feste Tradition und kommt beim Publikum auch super an. Eher gemäßigter sind die Publikumsreaktionen bei der Black Sabbath Coverband Ozzmosis. Der Auftritt war zwar an sich echt stimmig und die Darbietung sehr authentisch, aber die meisten Zuschauer empfanden es doch mehr oder weniger als nettes Nebenher war so mein Eindruck.

Der krönende Abschluss des Tages kam dann noch mit Obituary, die ihre ganzen Stärken voll ausschöpfen konnten und mit einem Bestof-Set einen grandiosen Auftritt hinlegten!

Setlist OBITUARY:
Intro
Redneck Stomb
On The Floor
Internal Bleeding
Chopped In Half
Turned Inside Out
Dying
Threatening Skies
By The Light
List Of Dead
Blood To Give
Find The Arise
The End Complete
Slow Death
'Til Death
Evil Ways
Slowly We Rot

Am Samstag sind die ersten Bands leider gar nicht nach meinem Geschmack, es Geht von Grindcore über Metalcore bis hin zum Grindcore. In Bandnamen Human Pray, Arranged Chaos und Cuntemonium… Kann mich alles nicht wirklich begeistern und so wird erstmal der Pegelstand ausgebaut. Bevor dann Sintech und Deserted Fear die ersten interessanten Bands des Tages auf die Bühne kommen. Erstere überzeugen durchaus mit deutschsprachigem Darkmetal. Zweitere können sogar noch ein paar Schippen draufpacken und oldschool Death vom Feinsten präsentieren. Man merkt dass die Jungs echt Spass haben und diesen auch auf das Publikum übertragen können, trotz ihrer noch recht unbekannten Songs. Ein genialer Auftritt, der mich voll überzeugt hat!

Schwarzmetallisch wird’s dann mit Cirith Gorgor, die mir mal wieder sehr gut gefallen haben. Die Niederländer haben bei mir für ihren melodiereichen aber doch sehr traditionell gehaltenen Black Metal schon immer irgendwie ein Stein im Brett. So auch bei diesem Auftritt. Cytotoxin feiern anschließend die wohl ausgelassenste Bühnenparty des In Flammen. Zwar musikalisch kaum mit Akzenten behaftet können die Chemnitzer von Anfang an das Publikum begeistern und spätestens nachdem die Bühne freigegeben wurde und kräftig gemosht, gecrowdsurft und gebangt werden durfte, war der Auftritt perfekt.

An diesem Tag ist wirklich für jeden was dabei. Doomlastigem Death von October Tide, NWOBHM von Skanners und natürlich Valkyrja mit rasenden Black Metal Gewitterstürmen Was soll man da noch groß Sagen… Ahja, stimmt. Die Höhepunkte sollten ja erst noch mit den Headlinern Crowbar und Benediction kommen. Der Sound ist nahezu perfekt, die Bands haben Bock zu spielen, was will man mehr.

Setlist CROWBAR:
Conquering
New Dawn
Sever The Wicked Hand
Liquid Sky And Cold Black Earth
Self-Inflicted
I Am Forever
The Cemetery Angels
I Have Failed
Burn Your World
Planet's Collide
All I Had (I Gave)

 

Setlist BENEDICTION:
Unfound Mortality
Nothing on the Inside
The Grey Man
Controlopolis (Rats In The Mask)
Shadow World
Nightfear
Suffering Feeds Me
The Grotesque
They Must Die Screaming
The Dreams You Dread
Jumping at Shadows
Magnificat

So neigt sich auch die sechste Ausgabe des In Flammen Open Air dem Ende zu und im Nachhinein bleibt nur zu sagen, ich freue mich schon auf nächstes Jahr, wenn die Bühne in Torgau wieder freigegeben wird!

Weitere Informationen

  • Band(s): Tauthr, Valkyrja, Cirith Gorgor, Obituary, Deserted Fear, Dust Bolt, Dawn of Fate, Benediction, Crowbar uvm.
  • Wann: 06.07.2012
  • Wo: Torgau
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