Montag, 18 Januar 2021 18:04

Sephiroth – Gods and Nightmares

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Aus dem Norden Mecklenburg-Vorpommerns erreichte uns kürzlich das neue Album von Sephiroth. Was 2016 mit einem Weihnachtslieder-Coveralbum startete, pendelte sich im Laufe der letzten Jahre irgendwo in den Untiefen des Melodic Death und des Gothic Metal ein. Seit Dezember 2020 sind wir nun Zeugen des dritten Albums „Gods and Nightmares“ – und auf dem zeigt sich der Solo-Künstler experimentierfreudig.

Zugegeben, Songtitel wie „Cuthulhu Rising“, „In Satanas Confidimus“ und „Utopia Misanthropia“ setzen die Erwartungen nicht in unendliche Höhen, dafür klingt es etwas zu abgedroschen und generisch. Wir lassen uns aber mal nicht von den Vorurteilen leiten und konzentrieren uns auf das, was Sephiroth uns musikalisch serviert. Und das ist von vornherein äußerst melodisch und eingängig, wenngleich das Riffing recht simpel bleibt und teilweise zu sehr mit dem Keyboard verschmilzt.

Hoch zu loben ist allerdings die Experimentierfreude auf „Gods and Nightmares“, beispielsweise, wenn Carl Orffs „Carmina Burana“ („O Fortuna“) in ein härteres Gewand geschlagen wird und dabei sogar ganz gut funktioniert. Auch die alternativen Versionen dreier Songs am Ende des Albums zeigen, dass eine grundlegende musikalische Qualität doch vorhanden ist. Vor allem bei den Black Metal-Versionen der Songs „In Satanas Confidimus“ und „Utopia Misanthropia“ lassen die Frage aufkommen: „Warum nicht gleich so?“


Trackliste:

1. Cuthulhu Rising
2. The Messenger

3. O Fortuna
4. In Satanas Confidimus
5. Where I Found Her
6. Horsemen
7. Forsaken
8. Utopia Misanthropia
9. Wake Me
10. In Satanas Confidimus (Pure Black)
11. Utopia Misanthropia (Pure Black)
12. Where I Found Her (Acoustic)

Bewertung:

5 / 10

Weitere Informationen

  • Band: Sephiroth
  • Album Titel: Gods and Nightmares
  • Erscheinungsdatum: 04.12.2020
  • Fazit: Gerade mit den letzten Songs kommt das Gefühl auf, dass Sephiroth im Black Metal besser aufgehoben wäre. Auch die unkonventionellen Momente sorgen hier und da für ein „Aha!“. Wir bezweifeln jedoch, dass man sich an „Gods and Nightmares“ lange erinnern wird.
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Sephiroth - Cuthulhu Rising (official) Sephiroth