Sonntag, 10 Mai 2020 17:30

Impalement - The Impalement

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Mit dem Schweizer Projekt Impalement startet ein weiteres, vielversprechendes Black/Death Gewitter, das bereits mit dem Debütalbum „The Impalement“ die Messlatte ganz oben ansetzt. Stilistisch bezeichnen viele die Band als melodischeres Belphegor-Worship, was jedoch nur die offensichtlichste Facette der Band beschreibt.  Wir sagen euch, wieso ihr unbedingt ein Ohr riskieren solltet.

Von der ersten Sekunde an werden die Boxen mit einem Trommelfeuer bombardiert und vom wirklich starken Riffing und Vocals gekrönt, das bereits bei der Hälfte des ersten und Titeltracks die schiere Energie der Band klar wird. Das Tempo wird stetig ganz oben gehalten und labt sich von der  Energie jedes einzelnen, punktgenauen Riffs und einem Drumming das seinesgleichen sucht. Das Niveau der Protagonisten ist in jeder Hinsicht atemberaubend und wird mit dem zweiten Track „The Tombs Of The Saint“ durch treffende Soli, vor allem am Ende, nochmal untermauert. Klare musikalische Inspirationen von Belphegor sind unverkennbar, man möchte fast meinen, dass Impalement zeitweise gleich klingt. Doch spätestens nach dem nächsten Riff oder Soli ist man wieder bei der ureigensten Brutalität von Impalement angekommen welche den Unterschied macht. Daher sind auch die ersten beiden Tracks klare Anspieltips, um sich auf die Band einzustimmen.

Auch wenn „Beliath“, das Mastermind hinter dem Projekt, mit „Within The Court Of Rats“ oder „Alma Pater“ etwas ruhiger wird und stellenweise an Bands wie Unlight oder Naglfar erinnert, bleiben doch die markanten Vocals und das wirklich geniale Drumming Aushängeschild der Band. „Beliath“ schafft es, eine einzigartige und markante Linie durch das gesamte Album zu ziehen, die dank dem Trommelfeuer von Torturer mehr verstärkt wie geleitet wird, ohne auch nur einen Zweifel an der klaren Struktur aufkommmen zu lassen. Es wird wenig experimentiert, dafür zielgenau in jeder Sekunde das abgeliefert, was der Zuhörer erwartet – Black/Death Metal auf höchstem Niveau. Hier sind zweifellos keine Anfänger am Werk – der letzte Track des Albums „Thus Spoke I – Götzendämmerung“ als Einzelnes betrachtet bietet nochmals einen beispiellosen Beispiel der Bandbreite der Band von headbangfähigen Parts bis hin zu Gänsehaut durch Atmosphäre.

Mit kleinen Gimmicks wie dem gesprochenen Gedicht am Ende von „I Am All“, einigen Tempiwechseln und ausladenden Soli bietet, das Album in jedem einzelnen Track ein Brett für sich und das Soli von Helmuth Lehner (Belphegor) bei „Satan's Fire In My Eyes“ ist eine passende Krönung dessen, was hier über gute vierzig Minuten hinweg zelebriert wird. Impalement zeigen ,wie gut Black/Death Metal anno 2020 sein kann.

Tracklist:

  1. The Impalement
  2. The Tombs Of The Saint
  3. Within The Court Of Rats
  4. Alma Pater
  5. I Am All
  6. Satan's Fire In My Eyes
  7. Thus Spoke I – Götzendämmerung

Bewertung:

10 von 10 Punkten

Weitere Informationen

  • Band: Impalement
  • Album Titel: The Impalement
  • Erscheinungsdatum: 01.05.2020
  • Fazit: Ein beispielloses Album dass seinesgleichen sucht und die volle Punktzahl mehr wie verdient hat!
Gelesen 2274 mal Letzte Änderung am Sonntag, 10 Mai 2020 17:35

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