Freitag, 28 Dezember 2018 11:55

UNSERE TOP-ALBEN DES JAHRES 2018

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UNSERE TOP-ALBEN DES JAHRES 2018 Undergrounded

Auch 2018 war im Underground(ed) wieder ein interessantes Jahr voller Releases, die bei uns Begeisterung ausgelöst haben und von uns durchweg positive Kritiken erhalten haben. In der Redaktion haben wir uns bereits zum Ende von 2017 darauf geeinigt, nicht einfach in den Tenor des Listenwahns diverser Internetpräsenzen einzustimmen und "geilste Alben des Jahres"-Tiraden rauszuhauen. Wir wollen daher schlicht noch einmal die Platten erwähnen, die hart an der Maximalpunktzahl gekratzt haben – um auch diese Tradition zum Ende dieses Jahres fortführen.

Wir möchten hier noch einmal die vier Alben/Produktionen hervorheben, die sich 2018 ordentlich in unseren Köpfen eingebrannt und uns tief beeindruckt haben. Keine Reihenfolge, keine Hierarchie. Warum wir damit auch gleich diese 4 Bands auf das Podest „Best of 2018“ heben, das lest ihr hier:

"Okeanos" von Firtan

 "(...) Firtan klingen erwachsen wie nie und haben dennoch ihre Wurzeln aus dem Pagan oder Black Metal nicht vernachlässigt. Teils verträumt, teils harsch – jedoch niemals zu sehr verspielt, immer mit dem Ziel im Blick. Dieses Album birgt auch nach etlichen Durchläufen Überraschungen und fasziniert mit seiner technischen Raffinesse sowie hohem lyrischen Anspruch. (...) Die einprägsamen Refrains aus dem Vorgängeropus sind einem majestätischen Gesamtwerk gewichen, das mehr eine Geschichte erzählen will, als einen schlichten Ohrwurm zu bieten. Okeanos funktioniert am besten in einem Hördurchgang – einzeln können die Titel aber auch punkten ohne an Wirkung zu verlieren. Der Weg, den Firtan eingeschlagen haben, ist anders als man ihn vielleicht nach „Niedergang“ erwartet hätte, dennoch werden Firtan mit diesem Meisterwerk sicherlich viele neue Menschen erreichen, die sich an ihrem Werk begeistern können. Mit Sicherheit ist hier noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Firtan setzen ihren Höhenflug auch weiterhin fort, als eine der mitreißendsten und vielversprechendsten Black Metal Bands unserer Zeit. Ein absoluter Top-Favorit aus Deutschland, den man gehört haben muss!" 

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"A Distant Reflection of the Void" von Hallig

"(...) Hallig scheinen sich vom unbekannten Geheimtipp-Status langsam aber sicher zu einem extrem vielversprechenden Eintrag im deutschen Black Metal-Aufgebot zu entwickeln. Spätestens mit diesem Album machen die Jungs hier gehörig auf sich aufmerksam: Eine breitgefächerte, vielschichtige Odyssee, die mit einiger Power eine Gratwanderung versucht zwischen einer fragilen, aberwitzigen Demontage des menschlichen Geists und einem aggressiven, energischen Aufruf, sich als Individuum nicht unterkriegen zu lassen. Hier wurde ein im Kern sehr emotionales und vielleicht sogar persönliches Manifest in Stein geschlagen, detailverliebt und definitiv hörens- und erlebenswert. Vor allem schaffen Hallig das, ohne ihre Härte einzubüßen oder in neumodische Post Metal-Schären abzudriften."

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"Death Crown" von Škáŋ

"(...) „Death Crown“ ist keine Platte, die als Hintergrundmusik geeignet ist und ist definitiv keine leichte Kost. Es liegt auch am Hörer, wie weit er bereit ist, sich auf die Musik und deren esoterische Einflüsse einzulassen. Škáŋ sprengen die Grenzen der Genres und geben sich nicht mit reinem Blackened Death Metal zufrieden. Atmosphärische, teils hypnotische, teils doomig-anmutende sowie Okkult Rock-Parts machen ihre Mischung einzigartig. Eine der vielen Stärken der Wolves of Škáŋ sind definitiv im Songwriting zu finden! Der einzige Wermutstropfen stellt die relativ kurze Spielzeit von nicht ganz 45 Minuten dar. Jedoch stellt dies bei dieser anspruchsvollen Platte und qualitativ hochwertigen Produktion keinen Grund für einen Punkteabzug dar!"

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"Knee-Deep in the Dead" von Traitor

"(...) Es macht einfach Laune, sich in den Songs zu verlieren, und sich immer wieder von Schnipseln aus längst vergessenen Klassikern überraschen zu lassen. (...) Man bekommt schnell den Eindruck, wie sich dieses Feuerwerk aus Nostalgie, Blastbeats, Hooks und Mitgröhl-Parts auf der Bühne anfühlen wird. Wären das Summer Breeze oder Wacken nicht so jämmerliche Scheißveranstaltungen, würde man sich Traitor auch bestimmt von dort aus geben. Zum Glück kennt man Andi, Lorenz, Gerd und Matthias als extrem auf dem Boden gebliebene Persönlichkeiten, die sich auch weiterhin nicht zu schade für Wald- und Wiesengigs sind, und somit auch weiterhin auf familiäreren Events zu finden sein werden. (...) Traitor geht weiterhin seinen Weg, die Deutschen-Thrash-Four um eine Band zu erweitern und setzt sich mit "Knee Deep In The Dead" ein weiteres Monument."

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Die Undergrounded-Redaktion bedankt sich bei unseren Lesern und den Bands, die uns Jahr für Jahr zeigen, warum wir diese Seite betreiben - der Underground lebt und wird es auch 2019 tun. Mit hoffentlich vielen ähnlich beeindruckenden und guten Releases guter Bands. See you in 2019!

Gelesen 2139 mal Letzte Änderung am Freitag, 28 Dezember 2018 17:28
Haimaxia

Impavidi progrediamur - sic itur ad astra.