Montag, 11 Mai 2015 17:32

Impalers – God From The Machine

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Impalers – God From The Machine Impalers – God From The Machine Impalers

Teutonischer Thrash Metal aus Dänemark? Ja, richtig gelesen, die Dänen von Impalers orientieren sich stark an deutschen Thrash Bands der 80er Jahre, d.h. es gibt aggressive Riffs, melodische Elemente und Breaks en masse.

Die CD beginnt mit einem recht ruhigen Intro bei „Future Void“, aber schon nach gut einer Minute bricht die Hölle los. Pfeilschnelle Rhythmusgitarren und ein erbarmungsloses Schlagzeug prügeln alles nieder. Wer dieses musikalische Dauerfeuer übersteht muss spätestens nach dem Einsatz von Sänger Søren Crawack die weiße Flagge hissen. Impalers machen keine Gefangenen, sondern vernichten alles - was für ein furioser Start!

Es ist bereits das zweite Album des Quartetts und sprüht nur so vor Energie und sollte jedem Thrasher das Herz aufgehen lassen: Bei „God from the Machine“ macht schon alleine die tolle Lead-Gitarrenarbeit mit teils zweistimmigem Solo soviel Spaß und lässt einen in die späten 80er Jahre eintauchen, allerdings mit einer modernen Produktion. Hier gibt’s voll auf die zwölf, ein echtes Thrash-Brett.


„Prepare for War“ beginnt langsamer als der Titel vermuten lassen würde, deshalb ist er aber kein bisschen weniger brutal und nimmt dann auch noch mächtig Fahrt auf. Es klingt wie eine Mischung aus Destruction und Kreator, auch hier eine Aggressivität gepaart mit einer sehr schönen Gitarrenarbeit.


„Beyond Trinity“ lässt den Hörer erst mal etwas Zeit zum Durchatmen und zeigt, dass Sänger Søren sich nicht nur die Seele aus dem Leib schreien kann, sondern auch in ruhigeren Momenten zu überzeugen weiß. Das ungewöhnliche an dem Song ist, dass die Strophe fast schon balladesk ist, während der Refrain ein bisschen klingt als würde man an der Front direkt neben der Flak-Abwehr stehen – und in diesem Fall seltsamerweise sogar noch mit dem Fuß mitwippen.


So genug ausgeruht, bei „Destroy the Meek“ wird das Gaspedal sofort wieder ordentlich durchgedrückt und ab einer Minute und 22 Sekunden fragt man sich, was zur Hölle die Band da zusammentrümmert: brutales Schlagzeug trifft auf extrem aggressive Sologitarre, klasse gemacht!

„Ghost“ feuert gleich eine Maschinengewehrsalve ab und die Rhythmusgitarre und Drums peitschen gnadenlos durch den Song. Auch hier beeindruckt wieder wie kreativ man ein Gitarrensolo komponieren kann. Mit teils disharmonischen Elementen geht man in sehr eingängige Melodielinien über. Guter Song, der eingängig und doch ungewöhnlich ist.


„The Walls of Eryx“ ist ein über acht Minuten langes Instrumentalstück, das von ganz langsamen Intro, über gemäßigten Mittelteil in einem High-Speed-Inferno gipfelt und könnte auch auf einem älteren Gary Moore-Album zu finden sein. Ja, auch hier wieder richtig gelesen, Impalers weiten die Genregrenzen ganz gewaltig aus. „I Am Revolution“ und „The Vulturine“ sind dann wieder die klassischen Thrash-Abrissbirnen. Keineswegs schlecht, aber hierzu wurde eigentlich oben schon alles gesagt.


Impalers beweisen, dass im Thrash Metal noch nicht alles ausgereizt ist und wie man es auch als junge Band in diesem nicht gerade schwach besetzten Genre noch schaffen kann Zeichen zu setzen.Insgesamt fällt auch das hohe musikalische Niveau der Band auf: Thrash Metal par excellence mit dem Lebensgefühl der jungen, wilden 80er-Thrash-Szene wird mit einer oft abartig schnellen Lead-Gitarre und einer modernen Produktion in die Jetzt-Zeit katapultiert – was für ein tolles Album!


Tracklist:
1. Future Void
2. God From the Machine
3. Prepare for War
4. Beyond Trinity
5. Destroy the Meek
6. Ghost
7. The Walls of Eryx
8. I Am Revolution
9. The Vulturine


Bewertung
9 von 10 Punkten

Weitere Informationen

  • Band: Impalers
  • Album Titel: God From The Machine
  • Erscheinungsdatum: 04.04.2015
  • Fazit: Impalers beweisen, dass im Thrash Metal noch nicht alles ausgereizt ist und wie man es auch als junge Band in diesem nicht gerade schwach besetzten Genre noch schaffen kann Zeichen zu setzen.Insgesamt fällt auch das hohe musikalische Niveau der Band auf: Thrash Metal par excellence mit dem Lebensgefühl der jungen, wilden 80er-Thrash-Szene wird mit einer oft abartig schnellen Lead-Gitarre und einer modernen Produktion in die Jetzt-Zeit katapultiert – was für ein tolles Album!
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