Der dritte Tag des UTBS kündigte sich schon kurz nach Sonnenaufgang als schwüler Sommertag an. Nachdem unser Team die Nacht noch im Backstage verbracht hatte und einige Interviews geführt, Material gesichtet, Fotos bearbeitet und Eindrücke zu Papier gebracht hatte, begab man sich etwas müde, doch nicht ohne Tatendrang wieder zum Gelände. Dem Friesacker Publikum wurde online angekündigt, welche Veränderungen es in der Running Order für den Finaltag des Festivals geben sollte: Mosaic, deren Auftritt am Vorabend gecancelt wurde, sollten am frühen Abend den Slot von den Augsburgern Schrat übernehmen, welche ihrerseits statt der österreichischen Okkult-Rocker 777 das Festival beenden würden. Etwas schade, dass 777 ohne Angabe von Gründen entfielen – dafür sollten die Freistaatler das UTBS 2018 mit einem gehörigen Wahnsinnstrip schließen, dazu jedoch später mehr.

War der Anreisetag noch vom Hochsommer bestimmt, zogen in der überraschend kühlen Nacht einige Wolken über Friesack auf, sodass die Besucher den Morgen in Wind und weißgrauer Kulisse verbrachten. Nach dem Katerfrühstück und der Nachbereitung des ersten Festivaltags schlug auch unser Team gegen 14 Uhr wieder auf dem Gelände der Freilichtbühne auf, um den zweiten Tag zu begehen – es kam auch die glorreiche Idee auf, endlich unser Banner aufzuhängen, daran hatte an Tag 1 natürlich niemand gedacht.

Bereits zum zweiten Mal fand das Under The Black Sun Festival in der neuen Location, namentlich der Freilichtbühne Friesack statt. Anders als im letzten Jahr, in dem die Unwetterlage das neue Gelände in einen unwirtlichen Schlammsumpf verwandelte, wurden die Besucher diesmal von heißer Sonne, klarem Himmel und trockener Luft begrüßt. Dass dies reinem Glück geschuldet war, bewies unter anderem die lange Anfahrt unseres Chapter-Führers BaWü, der nicht weniger als drei Mal durch „schweres Wetter“ von Stuttgart ins Berliner Umland anreiste. Den Nachmittag über füllte sich der trockene Zeltacker mehr und mehr und gespannt erwartete man die ersten Bands.

Bereits zum neunten Mal rief das Dark Troll Festival vom 10. – 12.05.2018 Metal-Anhänger in den Südharz auf die Schweinsburg. Auch dieses Jahr erwartete die Gäste wieder ein Line-Up, das erneut keine Wünsche offen ließ. Für viele treue Besucher ist dieses Festival mittlerweile beinahe schon zum großen Familientreffen mit Burgflair geworden,  begleitet von Bands, die man einfach gesehen haben muss.

Zwei Tage lang unchristliches Gedresche und Gekeife auf drei Bühnen von insgesamt 34 Bands, statt aufgesetztem Lächeln bei Kaffeepläuschchen und sonntäglichem Kirchengang mit der verkorksten Familie, die man zu 85% nicht einmal ausstehen kann – das bot die diesjährige Ausgabe des Dark Easter Metal Meetings für einen Ticketpreis von knapp 85€ im Vorverkauf. Eine Abendkasse war weder zu erwarten, noch benötigt, denn bereits im Februar konnten die Veranstalter ein deutliches Sold Out verkünden. Szenegrößen wie Naglfar und Bloodbath zogen auch internationales Publikum in die Hauptstadt Bayerns.

Flying to Tallinn for the 5th edition of the Howls Of Winter festival was quite mandatory after having watched the documentary„Tallinn Under The Horns“ and after having checked the line-up. Unlike most of the events in Germany, the billing offered about 80% unheard names from the baltics, true underground pearls, as well as some well known headliners.

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