Samstag, 22 August 2020 14:27

The Ruins of Beverast / Almyrkvi - Split

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Um die Wartezeit auf das nächste Album zu überbrücken, tun sich Bands oft zusammen und veröffentlichen gemeinsam eine EP. Beim deutschen Label Ván Records ist dies eine gängige Praxis und auch dieses Jahr wurde dort schon allerlei gesplittet. Ende Mai fanden sich auch die beiden Projekte The Ruins of Beverast und Almyrkvi zusammen, um erstmals gemeinsam eine Platte zu produzieren. Man kann erahnen, wo das hinführt…

Zwei Bands, je zwei Songs, viermal sehr dichte Atmosphäre und viermal Kaliber Planierraupe – so könnte man die Split der beiden kurz und knapp zusammen fassen. Da das Ganze aber auf über 40 Minuten Spielzeit kommt, führen wir etwas weiter aus. Almyrkvi beginnen den Terz mit dem schaurig-schönen „Asomatous Grove“, dass ungewohnt langsam aber mit einer äußerst hohen Klangdichte dahertrottet. Der pumpende Rhythmus trägt dazu bei, dass sich schnell ein monotones Kopfnicken einstellt, ansonsten spielen die beiden Isländer überwiegend mit der Atmosphäre und liefern einen sehr gemäßigten Einklang in diese Split. „Managarmr“ wiederum überzeugt durch geradliniges, markiges Riffing und hämmert deutlich mehr als sein Vorgänger, bleibt dabei aber ähnlich eingängig und verlässt den einmal eingeschlagenen Pfad nur rudimentär.

Nach einem mehrminütigen Ausklang übernimmt dann Alexander von Meilenwald mit seinem Projekt The Ruins of Beverast das Ruder und startet ähnlich wie sein Vorgänger. „The Grand Nebula Pulse“ stampft sehr gemächlich durch die Röhren und spielt mehr mit Hintergrundgeräuschen als mit dem sonst gewohnten Krach. Dadurch werden die 13 Minuten etwas zäh, wenngleich auch hier das Ambiente sehr dicht und für Beverast-Verhältnisse typischerweise sehr schummrig ausfällt. Das altbekannte Wechselspiel zwischen bedrückenden Klangwelten und rohem Geholze offenbart sich dann aber auch seitens des deutschen Projektes dieser Split. Der letzte Titel „Hunters“ macht seinem Namen alle Ehre und jagt in hohem Tempo und ohne Rücksicht durch die Boxen und zeichnet sich vor allem durch einen gut punktierten Tempowechsel nach fünf Minuten aus.

Trackliste:

1. Almyrkvi – Asomatous Grove
2. Almyrkvi – Managarmr
3. The Ruins of Beverast – The Grand Nebula Pulse
4. The Ruins of Beverast - Hunters

Bewertung:

8,5 / 10

Links:

Almyrkvi auf Bandcamp

The Ruins of Beverast auf Bandcamp

Weitere Informationen

  • Band: Almyrkvi / The Ruins of Beverast
  • Album Titel: Split
  • Erscheinungsdatum: 29.05.2020
  • Fazit: Was Almyrkvi und The Ruins of Beverast hier veranstalten, passt eigentlich wie Arsch auf Eimer zu beiden Projekten, ist zeitweise aber vielleicht etwas eintönig. Dennoch zeigen beide Projekte, welche gemeinsamen Stärken sie haben und machen Lust auf mehr. Und da beide ihr jeweils letztes Album 2017 veröffentlichten, wurde es langsam auch wieder Zeit. Mal sehen, ob dieser Split auch noch entsprechende Alben folgen. Wünschenswert wäre es in jedem Fall.
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Almyrkvi - Asomatous Grove Almyrkvi