Sonntag, 11 Dezember 2011 00:37

The Splatter and Gore Department - Heghtay

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Heghtay - Cover Heghtay - Cover The Splatter and Gore Department

The Splatter And Gore Department präsentieren mit "Heghtay" ihre zweite CD nach ihrer Demo "Qagh" aus dem Jahre 2007, dies mal in Form einer EP mit fünf Titeln.

Nach einem kurzen Intro geht diese auch direkt mit Vollgas los – jedoch, anders als der Bandname vermuten lässt, überraschend thrashig. Das Riffing von "Nazi – UFOs must die" könnte ohne weiteres aus der Feder einer altgedienten Thrashband stammen, mir fahren sofort Kreator und Sacred Reich durch den Kopf. Auch gesanglich bedient sich Sänger Chicken deutlich an besagten Altmeistern. Nach einem kurzen Solo wird das Ganze dann mit einer ordentlichen Portion Death gemixt, das Riffing wird drückender, der Gesang wandelt sich zu einem soliden Growlen.

"Brutal Wife" setzt dann da an, wo der erste Track aufhörte. Drückende, treibende Riffs, tiefes gegrowle, einige Blastbeats. Spätestens hier zeigt sich, dass The Splatter And Gore Department ihr Handwerk definitiv verstehen. Die Riffs sind technisch versiert und durchaus anspruchsvoll und auch der Gesang weiß zu überzeugen. Das nach einem kurzen Interlude dargebotene Solo gehört definitiv zu den Highlights der Platte.

Song drei bietet dann erneut einen Stilwechsel. "Grafenwalder" präsentiert sich im Gewand moderner Blackmetal-Bands. Blastbeats, typische Gitarrenriffs und krächzender, kehliger Gesang domineren diesen Song, jedoch auch hier mit einer ordentlichen Portion Deathmetal gepaart.

Ein erneuter Umschwung dann bei Track vier. Hier wechselt das Verhältnis von Black und Death, mir kommen Bands wie Keep Of Kalessin in den Sinn. Und auch "And I'm also Satan" schließt sich an diese Tradition an und präsentiert wieder gänzlich neues. Hier wird guter und solider melodischer Deathmetal mit Moshgarantie geboten, wie er auch von Children of Bodom sein könnte, gepaart mit einer Priese Ensiferum.

Was bleibt nach knappen 20 Minuten Musik übrig?
Wenn The Splatter And Gore Department hier eins präsentieren, dann ist es stilistische Vielfalt auf durchaus hohem Niveau. Hier gleicht kein Song dem anderen und alle samt auf hohem Niveau. 
Auch der Sound kann sich durchaus hören lassen, auch wenn er hier und da gerne etwas dicker sein dürfte. Alle Instrumente sind klar und präzise vertreten, sehr angenehm.
Alles in allem bekommt der etwas offene Deathmetal-Fan hier also ein kurzes, wenn auch lohnenswertes Vergnügen geboten.

Tracklist:

  • 01. Nazi-UFOs must die
  • 02. Brutal Wife
  • 03. Grafenwalder
  • 04. Lose Limbs
  • 05. And I'm also Satan

Score: 4,0 von 5 Punkten!

Released: 11.04.2011
Label: Eigenproduktion
Genre: Death/Thrash
Homepage: http://www.myspace.com/tsagd


Weitere Informationen

  • Band: The Splatter and Gore Department
  • Album Titel: Heghtay
  • Erscheinungsdatum: 11.04.2011
  • Fazit: Wenn The Splatter And Gore Department hier eins präsentieren, dann ist es stilistische Vielfalt auf durchaus hohem Niveau. Hier gleicht kein Song dem anderen und alle samt auf hohem Niveau. Auch der Sound kann sich durchaus hören lassen, auch wenn er hier und da gerne etwas dicker sein dürfte. Alle Instrumente sind klar und präzise vertreten, sehr angenehm. Alles in allem bekommt der etwas offene Deathmetal-Fan hier also ein kurzes, wenn auch lohnenswertes Vergnügen geboten.
Gelesen 1843 mal Letzte Änderung am Sonntag, 11 Dezember 2011 03:59