Sonntag, 31 Dezember 2017 12:29

The Ossuary - Post Mortem Blues

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Post Mortem Blues Post Mortem Blues The Ossuary

Seit ihrer Gründung 2014 nahmen The Ossuary etliche Demos auf, um ihre Musik den Fans, aber auch Untergrundlabels näher zu bringen. Die Mühe hat sich gelohnt, denn ihr Debütalbum „Post Mortem Blues“ erschien im Februar 2017 beim Label Supreme Chaos Records.

Auf ihrer Facebookseite verkünden die Italiener, dass sie „...a mix of Sabbathian riffs, gloomy Pentagram moods, melodic Thin Lizzy/Wishbone Ash/early Iron Maiden guitar leads, Captain Beyond prog passages and epic leaks ala Rainbow...“ spielen. Wenn man die ganzen Einflüsse auf den kleinsten Nenner herunterbricht, bedeutet dies ganz einfach: The Ossuary spielen Heavy Rock im Stile der 70er Jahre.


Leider kommt „Post Mortem Blues“ meines Erachtens zu spät. Die Retro-Welle, auf der man mitreiten will, hat ihren Höhepunkt überschritten und man bekommt in dem Bereich nur noch Aufmerksamkeit, wenn man a) sich seinen Namen schon gemacht hat oder b) einen eigenständigen Sound hat, der einen von der Masse abhebt. Auf The Ossuary trifft beides nicht zu. Gerade beim eigenständigen Sound liegen die Italiener ziemlich weit hinten, denn die Songs klingen zu stark nach Kopien von Graveyard, Witchcraft und Konsorten. Auch gleichen die Songs sich auf Dauer zu sehr untereinander und nur selten erlebt man beim Hören Momente, welche den Einheitsbrei durchbrechen und den Hörer aufmerken lassen. Der titelgebende Song „Post Mortem Blues“ ist so ein Beispiel. Die beschwingte Art und die daraus entstehende Lockerheit in dem Song überrascht den Hörer und lädt zum Abgehen ein. Es kommt aber auch die Frage auf, warum The Ossuary nicht immer so konsequent ihre eigenen Ideen in Form gegossen haben und noch mehr von solchen Songs geschrieben haben.


Zum Glück haben die Italiener ihre Instrumente fest im Griff und beherrschen diese sehr gut. Die Rhythmusfraktion um Dario De Falco (Bass) und Max Marzocca (Drums) groovt lässig, während Domenico Mele an der Gitarre ordentlich Rabatz macht. Die schweren, doomigen Riffs ergeben zusammen mit den Drums und Bass einen satten, erdigen Sound, der vom Gesang von Stefano Fiore abgerundet wird.


Eben diese Leistung an den Instrumenten und vor Allem die Vocals retten The Ossuary vor der totalen Pleite. Dank dieser wird „Post Mortem Blues“ ein solides, aber wenig abwechslungsreiches Debütalbum. Auf diesem sollten die Italiener aufbauen und vor allem mehr eigene Ideen umsetzen. Wenn dies klappt, sollte das nächste Album deutlich besser werden.


Tracklist

1. Black Curse

2. Witch Fire

3. Blood On The Hill

4. Graves Underwater

5. Post Mortem Blues

6. The Crowning Stone

7. Evil Churns

8. The Great Beyond


Bewertung

5 von 10 Punkten

Weitere Informationen

  • Band: The Ossuary
  • Album Titel: Post Mortem Blues
Gelesen 113 mal Letzte Änderung am Montag, 29 Januar 2018 21:30

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Post Mortem Blues - The Ossuary The Ossuary