Freitag, 01 Dezember 2017 17:47

Süngehel - Impure Chapter of Death

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Süngehel Süngehel

Ein unvoreingenommenes Review über Süngehel ist für mich schwierig, wenn nicht sogar unmöglich, verbinden mich doch einige starke Bande mit der Kombo. Süngehel und ihre Member lernte ich im Zuge der Dokumentation „Tallinn Under The Horns“ kennen und konnte die Band in einem ungewöhnlichen Setting, der Linnahalle, interviewen. Ein paar Monate später konnte ich die Band dann das erste Mal auf dem estnischen „Wacken“ bzw. dem größten estnischen Metal Festival, „Hard Rock Laager“, live sehen.

 

Süngehel ist eine noch relativ junge Band, die sich in Estland aber schon einen gewissen Rang und Bekanntheit erspielt hat. Die Band um Gründer Wroth ist dabei extrem aktiv und hat seit der Gründung 2012 zwei Alben geschaffen und jetzt mit „Impure Chapter Of Death, eine EP releast, die ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Selbstfindung bedeutet. Die Band kreierte mit den beiden ersten Alben einen schon sehr death-lastigen Black Metal Stil, der sich mal grindend, mal brutal und dann wieder verrauscht und schwarzmetallisch um wenig Grenzen schert. Die Vier Tracks der EP (exklusive der In- und Outros) geben sich gereifter, technischer und dabei auch lyrisch durchdachter als die Vorgänger. Mehr Liebe zum Detail regiert und der Sound erinnert mich teilweise an unsere ehemalige Band Absorb mit mehr BM-Einschlag - bzw. an die wohl bekannteren Arkhon Infaustus, die sich unlängst wieder zusammengeschlossen hatten und bei uns ein Review fanden. Ein Drum-Feuerüberfall, treibende Blastbeats, abrupte Breaks, tappendes Bassspiel von Siim und dann der mal keifende, mal gutturale Gesang von Kädi und Wroth, ergeben ein anspruchsvolles aber nicht zu überladenes Werk mit gut 20 Minuten Spielzeit. Zugegeben erschließen sich dem Hörer die Nuancen des Werkes und der einzelnen Songs erst beim mehrmaligen Hören, aber wie bei vielen tech-lastigen Alben, lohnt sich die Auseinandersetzung damit und jedem der sich nicht an ausladenden Klangerlebnissen satthören kann, sei ein Hören wärmstens empfohlen – Und sei es nur um später sagen zu können „Ich kannte Süngehel schon bevor sie cool waren“.

Tracklist:

 

01 Intro

02 The Darkes Night Of Genocide
03 Abyss Of The Infernal Death
04 Born From The Human Sacrifice
05 Infinite Chaos
06 Outro

 

Bewertung:
8,5 von 10 Punkten

Weitere Informationen

  • Band: Süngehel
  • Album Titel: Impure Chapter of Death
  • Erscheinungsdatum: 10.09.2017
  • Fazit: . Zugegeben erschließen sich dem Hörer die Nuancen des Werkes und der einzelnen Songs erst beim mehrmaligen Hören, aber wie bei vielen tech-lastigen Alben, lohnt sich die Auseinandersetzung damit und jedem der sich nicht an ausladenden Klangerlebnissen satthören kann, sei ein Hören wärmstens empfohlen – Und sei es nur um später sagen zu können „Ich kannte Süngehel schon bevor sie cool waren“.
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