Donnerstag, 30 November 2017 17:56

Ilemauzar - The Ascension

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Ilemauzar Ilemauzar The Ascension

Es hätte so schön sein können – Black Metal aus Singapur: ein Hauch von Exotik abseits vom norwegischen Einheitsbrei setzt neue Akzente – All das hätte Ilemauzar sein können. Das Debütalbum „The Ascension“ hinterlässt aber schon bei der Recherche zur Band einen faden Beigeschmack.

 

1998 gegründet, veröffentlichten sie eine Demo, worauf direkt der Split-up und weitere 13 Jahre später eine Re-Union folgte. Anstatt lokale Einflüsse mit der schwarzen Kunst zu verweben, liefern Ilemauzar nur recht generische Standartkost. Die lange Pause zwischen der ersten Demo und dem Album wurde leider, trotz vieler Projekte des Leaders „Maelstrom“, offenbar wenig genutzt.

Nach einem Intro, das auch zu einem episch angehauchten Power Metal hätte passen können, folgt mit „The Dissloute Asumption“ der erste Track, der nicht mehr standardisiert hätte sein können – Blastbeats, eine Soundwand aus generischem Riffing und Growling werden ohne Varianz und Melodie abgeleistet und zieht sich auf gut vier Minuten. „Ode To Apostasy“ ist mit nur knapp drei Minuten der kürzeste Track der Scheibe und schlägt in die exakt gleiche Kerbe. Ein echtes Alleinstellungsmerkmal wären maximal die Breaks und das dissonante Gitarrenriffing – auch hier bleibt nichts hängen außer der Wunsch nach dem nächsten Song. „Temporis Obscurity“ hätte bis Sekunde 20 auch auf einem Oldschool Thrash Album Platz finden können, bevor ihm das gleiche Schicksal wie die anderen Tracks ereilt. Lediglich mit „Nectar of INSANITY“ wird ein kurzes, akustisches Intermezzo spendiert, welches insgesamt den einzigen Hinweis auf die fernöstliche Herkunft zu vergeben mag. „Relingquishing the Faith“setzt ausnahmsweise nicht mit Blastbeats ein, sondern nimmt behäbig Fahrt auf und gibt der Gitarre Raum, aber wie unerwartet, Schema F. Während sich der Reviewer schwertut, mehr Synonyme für „generisch“ zu finden, trifft dies auch auf die nächsten 3 Songs zu bis das Album passenderweiße mit dem Song „Reclamation“ schließt. 

Zurück bleibt wie eingangs erwähnt: „Was hätte sein Können?“ Und der fade Beigeschmack der vergebenen Chance. Gefühlt schlummert hier in den einzelnen Bandmembern durchaus Potential da technisch keine echten Mängel feststellbar sind. Die lieblose Komposition ist die einzig echte Schwäche des Debüts und man fragt sich, ob man Ilumauzar nicht besser in 1998 gelassen hätte, um sich nicht in das Heer der belanglosen Black Metal Bands einzureihen.

 

Bewertung: 3,5 von 10 Punkten

 

Tracklist:

  1. Into the Shadow Realm (Adrian Von Ziegler)
  2. The Dissolute Asumption
  3. Ode to Apostasy
  4. Temporis Obscuri
  5. Nectar of Insanity
  6. Relinquishing the Faith
  7. Doctrine 68th
  8. The Ascension of Bloodcurse
  9. Reclamation

Weitere Informationen

  • Band: Ilemauzar
  • Album Titel: The Ascension
  • Erscheinungsdatum: 01.09.2016
  • Fazit: Ilumauzar vergeben die Chance einen signifikanten kulturellen Einfluss in ihr leider sehr generisches Werk einfließen zu lassen. Daher bekommt die Szene einen weiteren irrelevanten Beitrag.
Gelesen 111 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 30 November 2017 18:01