Donnerstag, 12 Oktober 2017 07:58

Kaledon - Carnagus - Emperor Of The Darkness

geschrieben von
Artikel bewerten
(1 Stimme)

Fast 20 Jahre Banderfahrung, mittlerweile das neunte Album – die Italiener von Kaledon sind bereits alte Haudegen im Bereich des Heavy und Power Metals. Dabei kann auch der neueste Langspieler, „Carnagus - Emperor Of The Darkness“, durchaus überzeugen. Denn trotz oder gerade aufgrund ihrer Erfahrung machen Kaledon nicht den Fehler, die benötigte Brise Härte zu vergessen.

1998 wurde das Sextett in Rom gegründet, 2002 erschien das erste Album. Seitdem sind 15 Jahre vergangen und eines muss man der Band lassen: Sie haben ihr Konzept beibehalten. Denn was damals begann, hat die Band bis jetzt durchgezogen. Jedes Album ist konzeptuell um die von Gitarrist Alex Mele geschriebene mittelalterliche Erzählung über das Land Kaledon aufgebaut. So erzählen die ersten sechs Alben von unterschiedlichen Kapiteln, die darauffolgenden von einzelnen Charakteren dieser Erzählung – das hier vorliegende über den Kaiser der Dunkelheit, Carnagus. Da ich die Band noch nicht lange genug kenne, um zu sagen wie sich die Band musikalisch entwickelt hat, kann ich nur das Konzept dahinter bewerten und finde, dass es eine coole Idee ist. Ein Audiobuch der besonderen Sorte quasi.

Synthesizer geschwängerte Power Metal-Songs gibt es zuhauf, klischeehafte Refrains gleich doppelt. Kaledon lassen sich davon nicht großartig beeindrucken und ziehen gewissenhaft und auf hohem musikalischen Niveau ihr Ding durch. Die Drums sind über weite Strecken sehr treibend, der Synthesizer hält sich im Hintergrund, wo er auch hingehört. Der Mix aus Heavy und Power Metal ist ansprechend, stimmig und äußerst eingängig. Das liegt unter anderem auch an den wirklich exzellenten Vocals von Anthony Drago, der seine sehr angenehme und kraftvolle Stimme gut einzusetzen weiß – hier merkt man, dass sich jahrelange Erfahrung und Übung auszahlen.

Die Produktion ist ebenfalls äußerst ordentlich: druckvoll, deutlich und klar. Die fast immer präsenten Drums halten den Sound dabei davon ab, ins zu feingeschliffene abzudriften und werden dabei von dem ein oder anderen gelungenen Solo unterstützt. Also alles Gold was glänzt? Beinahe. Kaledon liefern ein wirklich gutes eingängiges Album ab, stützen sich aber über die zehn Lieder auf nahezu identische Strukturen, so dass insgesamt ein wenig mehr Abwechslung wünschenswert wäre. Nichtsdestotrotz: Für Freunde von gutem Heavy- und Power Metal sicherlich eine Hörprobe wert.



Tracklist:

01 Tenebrae Venture Sunt
02 The Beginning of the Night
03 Eyes without life
04 The Evil Witch
05 Dark Reality
06 The Two Bailouts
07 Trapped on the Throne
08 Telepathic Messages
09 Evil Beheaded
10 The End of the Undead


Bewertung:

8 von 10 Punkten

Weitere Informationen

  • Band: Kaledon
  • Album Titel: Carnagus - Emperor Of The Darkness
  • Erscheinungsdatum: 15.05.2017
  • Fazit: Also alles Gold was glänzt? Beinahe. Kaledon liefern ein wirklich gutes eingängiges Album ab, stützen sich aber über die zehn Lieder auf nahezu identische Strukturen, so dass insgesamt ein wenig mehr Abwechslung wünschenswert wäre. Nichtsdestotrotz: Für Freunde von gutem Heavy- und Power Metal sicherlich eine Hörprobe wert.
Gelesen 151 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 12 Oktober 2017 08:09

Medien

The Evil Witch Kaledon