Dienstag, 12 Juli 2016 21:57

Infesting Swarm - Desolation Road

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Infesting Swarm - Desolation Road Infesting Swarm - Desolation Road Art of Propaganda

Nach ihrer Demo aus dem Jahre 2011 haben Infesting Swarm 2015 ihr erstes Album „Desolation Road“ veröffentlicht. Nun landete die Platte bei uns auf dem Review-Tisch. Diese überrascht mit einem interessanten Mix aus Post Black Metal und Anteile, die an schwedischen Death Metal der 90er erinnern.

Nach dem sehr ruhig gehaltenen Intro „Dead Transmission“ folgt der erste Song „Ending“, der schon recht gut vermittelt, was diese Band zu bieten hat. Melodiös, aber keineswegs sanft kommt der Sound der jungen Band daher und auch der nächste Titel „Desperation“ hat so einiges zu bieten. Ein wenig Melodic Death Metal mit aggressiven Blasts und Gitarren die hymnische Melodien darbieten und mich stellenweise an Agrypnie erinnern. Sehr geschickt wird hier moderner Black und Death Metal vermischt. „

„Year of no Light“ spinnt den Roten Faden der Platte weiter und Gitarrenläufe, die aus dem Depressive Black Metal entliehen wurden,werden immer wieder durch plötzliche Blastbeat Patterns abgelöst.

Die Vocals erinnern mich hin und wieder an schwedischen Death Metal der Neunziger. Die Dichte an Hymnen auf dieser Platte ist wirklich groß und so bietet auch „Abandoned“ absolute Highlights. Da haben sich ein paar sehr talentierte Leute zusammengefunden und ähnlich wie in anderen Songs laden die cleanen und ruhigen Parts zum sinnieren oder gar zum träumen ein. Der Song hat einen recht langen instrumentalen Teil, der dann von einer „Wall of Sound“ unterbrochen wird.

Nun folgt der einzige deutsche Song auf der Platte. „Der Lauf der Zeit“ beginnt schon recht bombastisch und man könnte meinen, die Truppe spielt sich die Seele aus dem Leib. Ein wenig werde ich an „Der Weg einer Freiheit“ erinnert. Die Scheibe enthält verdammt viel Emotion und vor allem dieser Titel geht sehr gut in die Ohren.

„Horizon on Fire“ fängt mit einer sanften Gitarre und einer angenehmen Bassline an und wird von einer sehr treibenden Melodie abgelöst, Man kauft der Band jede Zeile, jeden Riff und die Leidenschaft absolut ab. Der Titeltrack „Desolation Road“ ist der Letzte des Albums und ein würdiger Abschluss für diese großartige Platte und Sänger Tim gibt nochmal alles. Das Konzept der Band geht auf und die Platte wird noch einige Zeit in meinen Ohren bleiben.

 

Tracklist:

 

1. Dead Transmission

2. Ending

3. Desperation

4. Year Of No Light

5. Abandoned Life

6. Der Lauf der Zeit

7. Horizon On Fire

8. Desolation Road


Spielzeit:


57:29 min


Label:


Art of Propaganda


Bewertung:


8 von 10

Weitere Informationen

  • Band: Infesting Swarm
  • Album Titel: Desolation Road
  • Erscheinungsdatum: 30.03.2015
  • Fazit: Reichlich Emotionen und musikalisches Können ist das, was dieses Album so großartig macht. Selten bekommt man so einen Mix aus Post Black Metal und Death Metal zu hören. Lange instrumentale Anteile, die sehr schwermütig daherkommen, werden von heftigen Blasts und theatralischen Riffs abgelöst. Die Vocals sind voller Leidenschaft und Wut und werden selten langweilig. Einziges Manko für mich ist, dass die Songs im Schnitt recht ähnlich aufgebaut sind und vielleicht sollte man beim nächsten Album ein wenig daran arbeiten, dass die einzelnen Titel unterschiedlichere Strukturen aufweisen. Man kann wirklich gespannt sein, was Infesting Swarm als nächstes ihrer Hörerschaft präsentieren werden.
Gelesen 1019 mal Letzte Änderung am Dienstag, 12 Juli 2016 23:08

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