Dienstag, 08 März 2016 16:37

The Hellevator - The Prophecy

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The Prophecy The Prophecy The Hellevator

Es gibt Neuigkeiten im Hause THE HELLEVATOR: Das lang ersehnte erste Album ist endlich raus! Mit ihrer zuvor erschienen EP „Abysmal“ konnten sie bei uns schon mal richtig punkten (Link). Mit dem folgenden Full Length beweisen sie nun, dass sie auch auf langen Strecken ein hohes Niveau abliefern können und dabei keineswegs austauschbar klingen.

Wie auch bei der EP begab man sich für die Aufnahmen in das Presskopp Studio in Frankfurt am Main. Die Qualität ist auf ähnlich hohem Niveau, einziger Kritikpunkt bleibt der fehlende Druck an ein paar Stellen. Mit guten 35 Minuten Spielzeit inklusive instrumentalen Intro und Outro schafft man es auf eine gute Länge, eine interessante und kurzweilige Geschichte über ein junges Mädchen namens Mary zu erzählen, die in ihrer Kindheit so viel Scheiße erlebt hat, dass sie sich einfach nur noch an allem rächen will und so einen psychisch gestörten Mann manipuliert, der schlussendlich ausfalscher Eifersucht Suizid begeht.

 

Zarte Akustikgitarrenmelodien, die sich zu einer epischen Ouvertüre entwickeln, leiten das Album ein und lassen noch nichts von diesem dramatischen Verlauf der Geschichte erahnen. Doch mit dem ersten Song beginnt das Unheil und das, wofür man das Flörsheimer Quintett so sehr schätzt.

 

Womit THE HELLEVATOR richtig punkten können ist ihr Fingerspitzengefühl für einen guten Songaufbau. Die Strukturen und Riffs wirken organisch wie aus einem Guss und an keiner Stelle wie aufgesetzt. Das Spiel mit Tempovariationen ist den Jungs ebenso vertraut wie der gezielte Einsatz von Dynamikveränderungen. Hier setzt kein Kompressor alles auf Maximum, hier wird mit verschiedenen Wirkungen gezielt gespielt! Dabei besitzen sie einen hohen Wiedererkennungswert, der in diesem Genre alles andere als selbstverständlich ist. Dazu tragen nicht nur die einprägsamen Melodien bei, auch der Gesang vom Fronter Olli ist unverkennbar und besitzt eine enorme Bandbreite von unverständlich tiefen Growls bis hin zu kreischenden Gekeife, das an kleine Messerstiche erinnert.

 

Schlussendlich bleibt zu sagen, dass wir es mit einem richtig guten Melo-Death Werk zu tun haben, dass durch seine Eigenständigkeit nicht in der großen Masse an Veröffentlichungen untergehen wird. Noch mehr als auf dieser Platte können diese Jungs nur noch live überzeugen!

 

Tracklist

1. Hesperus

2. Born From A Dead Womb

3. Ghost In The Ruin

4. Homicidal Serenade

5. A Lucid Nightmare

6. Suicidal Aubade

7. Succubus Rising

8. Phosphorus

 

Bewertung

9 von 10 Punkten

Weitere Informationen

  • Band: The Hellevator
  • Album Titel: The Prophecy
  • Erscheinungsdatum: 2015
  • Fazit: Spitzen Erstlingswerk mit großer Eigenständigkeit.
Gelesen 1224 mal Letzte Änderung am Dienstag, 08 März 2016 16:47

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Born From A Dead Womb The Hellevator