Donnerstag, 10 Dezember 2015 16:43

Narbeleth - Through Blackness And Remote Places

geschrieben von Ghostwriter
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Through Blackness And Remote Places Through Blackness And Remote Places Narbeleth

Wenn man sich die Geografie des Herkunftsstadt des Black-Metal-Ein-Mann-Projektes „Narbeleth“ näher betrachtet, ist der rohe klassische Stil nicht weiter verwunderlich. Bei durchschnittlichen 25 Grad, Sonne, Palmen, den vielen kleinen Bars und lebensbejahenden Tanzstilen wie Cha-Cha, Salsa und Mambo KANN Havanna ja nur zu Hass, Wut, Gewalt und Dunkelheit animieren.

So oder so ähnlich muss es gelaufen sein, als Lord Dakkar sich dazu entschied 2008 Narbeleth zu gründen, und wer immer noch glaubt, für rohen, harten und dreckigen Black Metal nach Skandinorfinnlanden auswandern zu müssen, wird spätestens jetzt Umdenken müssen. Ohne viel Federlesens geht die Scheibe „Through Blackness And Remote Places“ mit dem Song „Sons Of The Grand Cosmic Emanation“ los und wirkt bis zum Ende mit „Gaze Upon Heaven In Flames“ (Judas Iscariot Cover) wie aus einem kompletten Guss dem man die kubanische Leichtigkeit überhaupt nicht anhört. Hier grüßt Old School aus dem Bilderbuch und wie es sich gehört liegt ein Hauptaugenmerk auf (wenn auch einfachen) Harmonien und Riffs, überlässt allerdings die Hauptkampflinie Dakkar selbst. Mal räudig growlend, dann wieder keifend-screamend – Hier ist ein Könner am Werk. Schon beim ersten Song wird mir die Angst vor dem Schreckgespenst „Ein-Mann-Projekt“ genommen, denn wie wir aus vorangegangen Reviews bzw. der Erfahrung wissen, kann sowas auch gewaltig in die Hose gehen.


Anstatt also alle Instrumente nur mittelmäßig zu spielen, zeigt Senor Dakkar wenig Angriffsfläche für Kritik (Wenn man von der Drum Machine, die auch schon im Vorgängerwerk „A Hatred Manifesto“ zum Einsatz kam, absieht.) und wir wollen ja auch nicht pingelig sein. So viele Vorbilder wie Dakkar selbst angibt, so sehr erkennt man das Wirken dieser Künstler – Von Urgehal, über Darkthrone zu bereits erwähnten Judas Iscariot – Hier wird nicht nur direkt gecovert, sondern auch abgeschaut und aufgegrillt und es gilt mit „Through Blackness And Remote Places“ einen feurigen Eintopf zu goutieren der genug Selbstständigkeit besitzt, um nicht in einem gewaltigen Erwartungsdinee als Fast Food abgestempelt zu werden. Einzig und allein die Spielzeit der 8 Tracks ist etwas kurz geraten, was vielleicht der Sturzgeburt nach dem erst 2014 veröffentlichten Material zu verdanken ist. Wir sind auf jeden Fall gespannt wie sich Lord Dakkar (mit Truppe) auf dem Under The Black Sun Festival 2016 live schlagen wird und schauen es uns auf jeden Fall an!

 

Trackliste:

1. Sons Of The Grand Cosmic Emanation
2. Mesmerized By The Pale Ghost Moonlight
3. An Unholy Gathering
4. Delivering The Very Soul
5. The Lightbringer
6. The Eternal Return
7. Through Black And Remote Places
8. Gaze Upon Heaven In Flames (Judas Iscariot Cover)


Bewertung:

8 von 10 Punkten


Weitere Informationen

  • Band: Narbeleth
  • Album Titel: Through Blackness And Remote Places
  • Erscheinungsdatum: 25.09.2015
  • Fazit: Es gilt mit „Through Blackness And Remote Places“ einen feurigen Eintopf zu goutieren der genug Selbstständigkeit besitzt, um nicht in einem gewaltigen Erwartungsdinee als Fast Food abgestempelt zu werden.
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