Donnerstag, 29 Oktober 2015 12:49

Die Sechs Säulen des Metal --- ein kleiner Gedankengang

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Was ist Metal heute?

Eine unübersichtlich große und wachsende Ansammlung von Genres, Subgenres und Kombinationen aus denselben aus dem musikalischen Pool des Metal. Kann man abnicken. Wir befinden uns allerdings im Jahre 2015, zeitlich gesehen mehrere Dekaden von der Zeit entfernt, in welcher "Old School" etwas Neues war ...

MODERN METAL ist längst nicht mehr modern, ALTERNATIVE METAL nur ein weiterer Begriff für Crossover im Zusammenhang mit schwermetallischer Musik in Grundzügen; und POST-METAL-Stile gehen schon seit einigen Jahren Hand in Hand mit sphärischer, stark dissonanter bis polytonaler Musik anderen Zielen auf anderen Wegen nach.


Wir Metaller - das sind Musiker und Fans, und in diesem bipolaren Gefüge auch Veranstalter, Organisatoren, Produzenten, Autoren, Journalisten, Fotografen, Artwork-Künstler etc. - halten nach wie vor die gesamte Szene lebendig, indem wir sie mit unserem Engagement und v.a. mit unserem Geld - dem Kauf von ausgewähltem Band-Merchandise und Eintittskarten - regelmäßig unterstützen. Veranstalter lassen Bands spielen / Bands spielen für Fans / Fans supporten Bands und Veranstalter direkt --- dieses Prinzip funktioniert mittlerweile international und sorgt für eine stabile Existenz des Metal in seinem Fundament sowie für die Möglichkeit, dass sich Metal weiterentwickeln kann UND dabei seine alten Genres bis hin zurück zum HEAVY METAL weiter supportet werden. Heute noch gründen sich Bands, die OLD SCHOOL METAL-Stile nach dem Vorbild der Bands der 1980er und 90er spielen und großen Anklang wie Support bei den Fans finden: ein Trend, der zur Normalität geworden ist. Nicht zu vergessen, dass METAL dieses Jahr 45 Jahre alt wird, weiterhin besteht, wächst und sich kontinuierlich entwickelt, mwas ihn zu einem Phänomen innerhalb der sonst gewohnten Kurzlebigkeit innerhalb der Populärmusikkultur macht.


HEAVY, POWER, THRASH, DEATH, BLACK & DOOM stehen versinnbildlicht wie SECHS SÄULEN als heutiges gefestigtes Fundament (von denen HEAVY METAL im Sinne der Musik von Black Sabbath & Ozzy Osbourne ebenfalls als Ur-Stil und Grundstein zu verstehen ist, den man nicht wegdenken kann), von denen jegliche weitere Spielarten im Metal der heutigen Zeit direkt abgeleitet wurden und in Zukunft werden, um weiterhin legitim als "Metal" zu gelten.


Weitergehend lässt sich behaupten, dass, gerade weil die SECHS SÄULEN DES METAL von Bands stets gespielt, gepflegt und von Fans supportet werden, Weiterentwicklungen möglich sind, ohne dass das Fundament wegbröselt; und es ist - verglichen mit der klassischen Musik und der versumpfenden Jazz-Szenerie - innerhalb der Metalszene viel willkommener, alte Stile ("Old School") kontinuierlich wieder darzubringen und weiter zu perfektionieren, als Neues bzw. Ungewohntes zu kreieren. Vorsicht ist geboten, möchte man als Band nicht-nahverwandte oder allgemein abgelehnte musikalische Stile in seine Art des Metal mit einfließen lassen! Beständig ist die Metalszene, und damit auch behäbig und "entwicklungslahm" - je höher die Ablehnung durch die Fans, desto geringer der Support und desto geringer die Wahrscheinlichkeit zu bestehen.


Dieser Gedankengang leitet zu zwei logischen Schlussfolgerungen.

Einerseits ist davon auszugehen, dass METAL auch in Zukunft eine stabile, gigantische, vielseitige und lebendige Szenerie mit kontinuierlich stark vertretenen musikalischen Wurzeln sein wird; andererseits ist die Weiterentwicklung durch die Beständigkeit der oben genannten SECHS SÄULEN begrenzt: entfernt man sich musikalisch zu sehr von ihnen, rückt man außerhalb der Periphärie des METAL und verliert an Support der Fans, welcher das Bestehen sichert.


Gelesen 5115 mal Letzte Änderung am Sonntag, 21 August 2016 13:40
Maessayah

I need a Klingon woman for companionship. Earth females are too fragile.