Sonntag, 23 August 2015 14:09

Tharapitha - Ülestõus

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Ülestõus Ülestõus Tharapita

Blackened Pagan Metal aus Estland – das gibt es auch nicht allzu häufig! THARAPHITA sind aber genau das. Neben ihrem nahezu-Alleinstellungsmerkmal stechen die fünf Musiker auch durch eines heraus: Jede Menge Erfahrung! Die Band wurde im März 1995 gegründet und ist damit gerade einmal ein halbes Jahr jünger, als der Herr der grade kräftig in die Tasten tippt. Sechs Alben haben bis dato das Licht der Welt erblickt, mit „Ülestõus“ ist nach sieben Jahren Arbeit das jüngste bei uns im Review.

2014 ist das Werk mit dem schwierig auszusprechenden Namen erschienen, acht Songs und gut 39 Minuten werden geboten. Obwohl Tharaphita zusammen mit Skyforger und Obtest so etwas wie das Dreigespann des Baltikum darstellt, gehören die Balten sicherlich zu dem Typus unbekannte Band. Die Band, deren Namen übrigens vom estnischen Donnergott abgeleitet ist,  spielt Pagan Metal, verzichtet dabei sowohl auf folkige Instrumente und Cleanvocals, allgemein kann man der Musik eine ordentliche Schwarzfärbung attestieren.


Bereits der erste Song – gleichzeitig auch der Titeltrack – gibt klar den Kurs vor. „Ülestõus“, was übersetzt „Aufstand“ heißt, besticht durch hohes Tempo, treibende Drums sowie einer guten Harmonie zwischen Screams und Instrumenten. Die Band schafft es, sich von jeglichen Klischees fern zu halten und spielt souverän ihren Stiefel runter. Zwar gibt es keinen wirklichen Ausreißer nach oben, nach unten aber genauso wenig. Die Esten schaffen es zudem, durch einen geschickten Trick, trotzdem eingängig und nicht langweilig zu bleiben. Eigentlich jeder Song hat ein Riff, das ihn bestimmt, das ihn durchzieht. So bekommt jeder Song Wiedererkennungswert – und möglichkeit. Zudem bietet das Riff im zweiten Song, „Viimsepäeva koidik“, wohl einen der Höhepunkte des Albums. Allgemein lässt sich feststellen, dass man der Band ihre 20 Jahre Erfahrung deutlich anmerkt. Die Musik hat Hand und Fuß, es lässt sich ein klares, strukturiertes Songwriting feststellen, die fünf Musiker sind ordentlich aufeinander abgestimmt. Gut gesetzte Tempiwechsel helfen noch dabei, die Variabilität des Albums aufrecht zu erhalten.


Lasst es mich kurz und schmerzlos machen: Tharaphita liefern hier ein gelunges Album ab! Klischee – und kompromisslos, treibend, gutes Riffing, konstant hohe Qualität – klare Empfehlung! Einzig die Spielzeit könnte gerne ein wenig länger sein.


 

Tracklist:

 

01. Ülestõus (Uprising)
02. Viimsepäeva koidik (The Dawn of Armageddon)
03. Luupainaja (The Nightmare)
04. Tuhandeaastase orjaöö tuhast (From the Ashes of a Thousand Years of Slavery)
05. Sõnad sõlmedesse (Knotting the Words)
06. Surma-arbujad (Sorcerers of Death)
07. Tuuled rändavad ringi (Winds Wander)
08. Terasest taotud teel (On a Road Forged of Steel)


Bewertung:

8 von 10 Punkten

Weitere Informationen

  • Band: Tharaphita
  • Album Titel: Ülestõus
  • Erscheinungsdatum: 2014
  • Fazit: Lasst es mich kurz und schmerzlos machen: Tharaphita liefern hier ein gelunges Album ab! Klischee – und kompromisslos, treibend, gutes Riffing, konstant hohe Qualität – klare Empfehlung! Einzig die Spielzeit könnte gerne ein wenig länger sein.
Gelesen 1726 mal Letzte Änderung am Sonntag, 23 August 2015 14:41

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Viimsepäeva koidik Tharapita